Fovea Hex – The Salt Garden 1 (2016)

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Fovea Hex – The Salt Garden 1
Label: Headphone Dust, 2016
Format: 10inch Vinyl mit 2 CDs
Links: Discogs, Band
Genre: Folk, Art-Pop, Ambient

Wenn ein Gott plötzlich Personen in sein Reich lässt, diese grossherzig willkommen heisst und sie wohl behütet bleiben lässt, dann müssen diese Menschen etwas sehr besonderes sein. Fovea Hex mussten sich somit sofort mit grossen Erwartungshaltungen konfrontiert sehen, denn als erste Band wurden sie auf dem Label von Steven Wilson ins Portfolio aufgenommen. Doch geschickt umgeht die Band all diese Vorurteile und Gefahren und präsentiert mit „The Salt Garden 1“ eine EP, die musikalisch wohl niemand erwartet hatte. Feenstaub hallo!

Clodagh Simonds sammelt unter dem Namen Fovea Hex nicht nur sanfte Stimmungsbilder auf EPs, sondern auch hochkarätige Mitspieler. So unterstützten sie nicht nur Herr Wilson selber, sondern auch Brian Eno oder Roger Fripp. Diese Musiker formten für Simonds Stimme immer passende Lieder und gaben ihr ein verzauberndes Umfeld. „The Salt Garden 1“ ist nicht nur ein Neustart, sondern eine Fortführung bekannter Tugenden. Mit vier andächtigen Liedern voller sakraler Melodien und schönem Gesang versinkt die Künstlerin in einem Nebel aus Folk, Pop und Ambient. Sanfte Instrumentenspuren umfliessen ihre Knöchel, Chorgesang erhebt sich zwischen den Polen. Gemächlichkeit und bedachtes Handeln stehen an vorderster Stelle, so wird bei „The Golden Sun Rises Upon The World Again“ genau dieser Satz zu einem kompletten Lied ausgedehnt. Allgemein verlässt sich Fovea Hex eher auf Wirkung als auf Worte, bei „Solace“ werden diese nämlich komplett weggelassen. Durch diese Wendung erstarkt das Lied in seiner Form und ist das Highlight. Den Eindruck hatte wohl auch Steven Wilson, der aus den kurzen Minuten auf einer zusätzlichen CD ein über 20 Minuten langes Ambientschauspiel kreierte.

Ganz klar der irischen Heimat huldigend, gleichzeitig aber auch komplett eigenständig auftretend ist „The Salt Garden 1“ eine wunderschöne Begegnung mit Clodagh Simonds. Ohne sich an den typischen Klischees zu vergreifen, erschuf die Künstlerin einen schwelgerischen Auftakt zur neuen Trilogie. Wilsons Wahl, Fovea Hex als erste Labelkollegen zu präsentieren, ist erstaunlich frei und gelungen. Eine wundervolle EP für genussvolle Minuten.

Anspieltipps:
The Golden Sun Rises Upon The World Again, Solace

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