Media Monday

Media Monday #256

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Der Sommer ist wieder da, Zeit sich vor dem TV zu verstecken und die Fragen des Medienjournal füllen.

1. Abgesehen vielleicht von der Fantasy in Basel und einem hypotetischen Besuch der Comic Con San Diego interessieren mich Conventions/Messen eigentlich nicht wirklich. Was genau ich dort machen soll, habe ich noch nicht herausgefunden. Das Nerd-Level ist wohl zu hoch für mich.

2. HD, 3D, UHD… Mir persönlich reich ja das „einfache“ HD. Wobei die Abkürzungen früher irgendwie auch schon mal besser waren. Oder?

3. „Push“ war ja mal ein richtig mieser Streifen, aber vor allem halt einfach leer und belanglos. Die Geschichte ist absolut an den Haaren herbeigezogen, voller Logiklöcher und doofen Figuren. Immerhin sind die Schauspieler toll und Dakota Fanning cool. Etwas traurig ist es aber schon, dass vor allem die Action-Szenen in einem Action-Film langweilig sind.

4. Wenn es rein danach geht, wie viele Filme ich mit einer/einem DarstellerIn gesehen habe, müsste(n) wohl vermutlich Stanley Tucci an der Spitze liegen, schließlich ist der Mann nicht nur grossartig und absolut wandelbar, sondern auch in jedem gefühlten zweiten Film im Kino vertreten. Gut so.

5. „Supernatural“ ist eine dieser Serien, die schon viel zu lange läuft, denn ich komme mit dem Gucken einfach nicht mehr nach. Irgendwo in Staffel 4 bin ich hängen geblieben und die sprechen bereits von Season 12? Mein Gott, wie lange kann man die Welt denn von Dämonen und Monstern retten?

6. Müsste ich jemandem, der mir nicht näher bekannt ist, ein Buch schenken, dann wäre das wohl ein Roman der mir viel bedeutet, denn das Teilen von Erlebnissen und Gefühlen bringt die Menschen schliesslich näher zusammen. Wie wäre es also mit „Wie wird Beton zu Gras“ von Otto F. Walter, oder „Haben oder Sein“ von Erich Fromm, etwas von Dennis Lehane oder vielleicht ein Klassiker von Max Frisch?

7. Zuletzt habe ich „X-Men Apocalypse“ gesehen und das war eine tolle Fortsetzung der Reihe, weil die Schauspieler wunderbar zusammen spielen und der Film echt gut gemacht ist. Die Geschichte wirkte nie forciert und viele Handlungsstränge der letzten Filme werden wieder aufgegriffen. Endlich ein Ensemblefilm, der seine vielen Charaktere passend jongliert. Und Sophie Turner ist nun mit dabei. *.*

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Media Monday #255

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Dieses Pfingstwochenende hatte es in sich, und die Tage davor auch. Fünf Konzerte in einer Woche sind doch etwas viel, aber ein wenig Platz für Film und TV blieb trotzdem. Die Vorlage stammt wie immer vom Medienjournal.

1. So ein langes Pfingstwochenende verleitet ja regelrecht dazu viel zu unternehmen und viel Zeit im Wohnzimmer zu verbringen. Denn wie meist, war es auch dieses Jahr eher regnerisch. Darum hab ich die Gelegenheit genützt um bei einem Freund zu Hause die VR-Brille für sein Smartphone auszuprobieren. Eine ganz unterhaltsame Sache, wenn auch das Angebot an Videos und „Spiele“ noch sehr klein ist.

2. Das Abendessen verwechsle ich ja gerne mal mit ein paar Flaschen Bier, an solchen Wochenenden. Besonders wenn man jeden Abend mit Freunden an ein Konzert geht. Wunderbar daran ist aber, dass man sich dann auch mal ein Essen nach dem Ausgang kocht. Zum Beispiel gleicht mit fünf Gästen in der eigenen Wohnung, und dazu leidenschaftlich über Musik spricht. Bis drei Uhr Nachts.

3. Am Samstag war GraticComicTag, die FedCon läuft dieser Tage auch noch. Mir persönlich war beides egal. Ich schaue weder Star Trek, noch mag ich Comics in deutscher Übersetzung lesen. Beim amerikanischen Pendant bin ich aber bestimmt wieder in einem Shop anzutreffen.

4. Wenn es „Chelsea“ nicht gäbe, ich würde wohl mein Leben genau so fortführen wie mit dem Angebot dieser neuen Talkshow auf Netflix. Sicherlich, die Dame ist ja ganz ok und auch immer mal interessant, doch das Konzept hinter der Sendung begreife ich noch nicht wirklich. Und drei neue Folgen pro Woche? Da wird sich doch schnell eine Übersättigung einstellen.

5. ESC-Twittern, Tatort-Twittern, dieses ganze kollektive Fernsehen war mir bis jetzt komplett unbekannt. In meinem Wohnzimmer steht zwar ein TV, der wird aber nur für Bluray und Netflix benutzt. All diese Schrottsender empfange ich nicht, auf den sozialen Netzwerken treibe ich mich nicht herum. Lieber mit echten Menschen ab und zu über Filme, Serien und das Leben diskutieren.

6. Leute, kennt ihr eigentlich eine tolle Alternative zu dem iPod Classic? Solltet ihr nämlich unbedingt, schließlich gibt mein liebstes Gerät so langsam den Geist auf und ich will doch nicht ein iPod Touch mit nur 64GB kaufen. Das reicht ja knapp für alles von U2, Ellie Goulding und Marillion. Und gibt es ein Spieler, der die Dateien von iTunes abspielen kann?

7. Zuletzt habe ich das Technorama in Winterthur besucht und das war aufregend, spannend und unterhaltsam, weil man in diesem Wissenschafts-Zentrum hunderte von Experimente selber durchführen kann. Die Welt der Physik, Chemie, Biologie und Technik wird einem somit greifbar gemacht und auf wundersame Weise erklärt.

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Media Monday #254

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Was war das toll, ein solch langes Wochenende. Zum Start der normalen Woche noch der neuste Lückentext vom Medienjournal.

1. Wirklich, bei der Besetzung hätte ich mir bei „New Girl“ nichts anderes wünschen können. Die Hauptfiguren sind mir nach wenigen Folgen bereits stark ans Herz gewachsen und ich fühle mich wieder wie damals bei „Friends“: Ich wurde in eine neue Gang aufgenommen und darf mit ihnen alle Höhen und Tiefen des Lebens durchmachen. Nur, dass Coach nach der Pilotfolge plötzlich weg war hat mich etwas verwirrt.

2. So schön das Hobby Film auch sein mag, meine Freundin / meine Freunde hat/haben immer Vorrang, schließlich besteht das Leben zum grössten Teil aus der Realität und nicht fremden Welten und Personen auf dem Bildschirm. Und die Natur / Welt ist einfach auch zu schön, um nicht mit den eigenen Augen gesehen zu haben.

3. Jeder Film von Monty Python ist eine großartige Satire, denn ich liebe den direkten und schwarzen Humor aus England. Hier wird niemanden verschont und keine Pointe ist zu flach oder doof. Da wir in der Schweiz den Humor leider schon lange verloren haben, ist ein solcher Streifen immer eine wunderbare Abwechslung.

4. Beim Thema Dokumentationen lasse ich mich gerne durch Freunde beraten oder greife blindlings bei Netflix zu. In Diskussionen erfährt man aber meist am besten von neuen Themen und Filme.

5. Irgendwie scheint ja jeder unzählige Serien gesehen zu haben, wohingegen ich mit meiner Programm überhaupt nicht nach komme. Dieses Wochenende gab es die ersten paar Folgen von „Marseille“ – eine echt spannend gemachte Polit-Action-Serie von Netflix. Natürlich erinnert man sich an „House Of Cards“, doch alles ist ein wenig französischer. Also mehr Zigaretten, Kriminalität und Sex.

6. Die Rechenleistung meines MacBook hat sich nicht wirklich zu ihrem/seinen Vorteil entwickelt, schließlich wurde der Laptop seit Jahren immer langsamer und müder. Doch nun wage ich das Update auf „El Capitan“. Falls ihr also bald nichts mehr von mir liest, hat die Frischzellenkur nicht geklappt.

7. Zuletzt habe ich mit meiner Freundin die Fantasy Basel besucht und das war super unterhaltsam und ein echt lustiger Tag, weil die Schweizer Comic-Con in ihrer zweiten Ausgabe grösser, besser und bunter wurde. Nebst Ständen voller Funko-Pop Figuren, Comics und verrücktem aus Asien, gab es viele Cosplayer zu betrachten, Games zum testen, Trailer zu gucken und Modelle zu bestaunen. Plötzlich waren die Verlierer wieder die Könige der Welt.

Media Monday #253

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Neue Arbeitsstelle, neues Glück. Zuerst aber ein paar Lücken vom Medienjournal.

1. Wenn mal jemand auf die Idee käme einen Film zu drehen, der etwas völlig neues darstellt, dann wäre ich wohl sehr positiv überrascht. Wenn ich diese tolle Idee hier nun hätte, dann würde ich sie bestimmt nicht euch allen verraten. Aber schlussendlich muss man sich wohl mit den immer selben Muster bei Geschichte und Präsentation begnügen. Oder wer kennt völlig abgefahrene Ausreisser? (Siehe „Enter The Void“, „Holy Monsters“ etc.)

2. Innerhalb der Blogosphäre an sich könnte ruhig mal alles los bleiben wie es ist – für mich jeden Falls. Ich habe meine Nische und mein gemütlicher Platz gefunden, meine Texte werden gelesen und das Hobby macht immer noch Spass. Wieso also grössenwahnsinnig werden?

3. Carey Mulligan braucht sich sicherlich nicht hinter gestandenen Schauspielgrößen zu verstecken, wie eine Tabelle von Vox.com eindrucksvoll beweist, schließlich führt sie hier die Liste der am besten bewerteten Schauspielerinnen an. Eindrucksvoll und meiner Meinung nach auch verdient. So lässt es sich gut grinsen.

4. Hätte ich vorher geahnt, auf was ich mich einlasse, ich hätte wohl noch mehr Vorfreude auf „Captain America – Civil War“ gehabt. Der Film übertraf all meine Erwartungen und schaffte es perfekt die Action und Charaktermomente zu verbinden. Egal wie viele Helden hier um Gerechtigkeit und Ideale kämpfen, am besten funktioniert der Streifen immer dann, wenn die Figuren diskutieren. Und endlich wurde Spider-Man perfekt vom Comic auf die Leinwand übertragen, Nebenfiguren wie Ant-Man in wenigen Minuten glänzend portraitiert, die Geschichte komplex und spannend gestaltet und das gesamte Marvel Cinematic Univers verändert. Danke Russo-Brüder, dies war der beste Marvel-Film seit.. allen. Und wie cool und liebenswert ist denn Scarlet Witch?

5. Wenn ich mich einmal nicht meinen medialen oder popkulturellen Hobbies widme reise ich gerne in der Schweiz oder Welt umher, unterhalte mich mit anderen Menschen oder versuche meine Gedanken etwas zu ordnen. Viele Ideen liegen seit Jahren herum, etwas brach, und wollen nun endlich voran getrieben werden. Ran an die Visionen.

6. Es könnte ruhig mehr Ausstellungen wie „Total Records“ geben, schließlich kann man im Umfeld der Musik noch viele visuelle Aspekte stärker betrachten. Was genau denn an dieser Fotografie-Präsentation so toll war, oder wieso sich der Besuch in Winterthur lohnt erfährt ihr noch diese Woche.

7. Zuletzt habe ich „Special Correspondents“ auf Netflix geschaut und das war ganz unterhaltsam, weil sich hier um eine Komödie handelt, die wieder einmal ein klassisches Szenario aufführt. Der Netflix Original Film ist kein Meisterwerk, es macht aber Spass Rick Gervais und Eric Bana zuzuschauen – und besonders toll zu sehen, wie Vera Farmiga in der geltungssüchtigen Ehefrau aufblüht. Für grosse Lachattacken bleibt der Film aber etwas zu vorausschaubar.

Media Monday #252

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Aprilwetter vom feinsten, Jobwechsel vom angenehmsten und bald das Moderartkonzert. Die letzte Woche im Monat verspricht einiges. Hier ein paar Gedanken an vorherige Tage, geleitet vom Medienjournal.

1. Die Geschlechterrollen in Hollywood-Filmen ist ja meist immer noch total sexistisch und ungerecht dargestellt. Sicherlich gibt es doch immer mehr Filme mit „starken“ Frauen in der Hauptrolle, doch auch da werden oft die billigsten Klischees bemüht. Schade, dass vor allem hinter den Kulissen die Mitstreiterinnen in Hollywood immer noch belächelt werden.

2. Das rasche Ende von „The Cabin In The Woods“ wird der Sache nicht annähernd gerecht, denn der Film ist genau dann am unterhaltsamsten, wenn er alle Schleusen öffnet und in das Chaos abdriftet. Vielleicht hätte man den Fokus ein klein Wenig verschieben können. Immerhin darf – die sonst sträflich übersehene – Kristen Connolly glänzen. Vor allem in Blut.

3. Ich trauere ja immer noch den grossartigen und unerreichten Momenten in „30 Rock“ nach, immerhin bietet die zweite Staffel von „Unbreakable Kimmy Schmidt“ ähnlichen Humur und groteske Szenarien. Und Ellie Kemper zuzusehen macht einfach Spass.

4. Der Film „XY“ hätte gerne fortgesetzt werden können, denn diesen Satz wird man vor mir wohl selten zu hören kriegen. Innovation und Original ist immer besser als ein laues aufkochen bekannter Suppen.

5. Die Ausstellung „Oltremai“ von Lorenzo Mattotti am Fumetto war ein überraschend großartige Präsentation, weil dieser Graphic Novel nicht nur in seiner Gänze im Luzerner Kunstmuseum präsentiert, sondern auch mit passender Musik untermalt wurde. So tauchte man nicht nur visuell in die Geschichte ein, sondern auch akustisch. Faszinierend dieses Werk.

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6. Netflix hat mich dazu verleitet, die Dokumentation „Beltracchi: Die Kunst des Fälschens“ anzuschauen – und dabei dem Kunstfälscher und Maler Wolfgang Beltracchi als Menschen ganz nahe zu kommen. Der Mann wirkt schon fast wie eine Karrikatur seines eigenen Charakters und ist deshalb extrem amüsant. Wenn ich real mit ihm diskutieren würde, brächte mich seine Überheblichkeit wohl zur Weissglut. Aber Talent und Mut hat der Mann auf jeden Fall.

7. Zuletzt habe ich mich wie ein kleines Kind über die wunderbare Ausstellung von SEICO am Fumetto gefreut – und das war genau so faszinierend wie toll, weil das Kollektiv eine gesamte kleine Firma mit Werkstatt und Büro aus Karton hergestellt hat. Hier das Beispiel des Arbeitstisches. Jawohl, alles ist aus Papier und Karton. Genial oder?

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Media Monday #251

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Hoffen wir jetzt bereits auf die 500? Wie auch immer, nach den Festlichkeiten geht es beim Medienjournal gewohnt weiter. Von meiner Seite mit kleiner Verspätung, weilte ich doch für ein paar Tage in Berlin.

1. Enttäuschung drückt nicht annähernd aus, was ich empfand, als ich in Berlin im Lego Store stand und all diese wunderschönen „Star Wars“-Sets betrachtete – und dann doch mit leeren Händen den Laden verliess. Was man nicht alles für die Vernunft macht.

2. Wenn andere so über Vinyl reden, dann höre ich meist gespannt zu. Auch bei diesem netten Kurzbericht über den Record Store Day von RBB sieht man liebe Menschen und das freudige Glänzen in den Augen. Man sieht mich übrigens ganz kurz beim furchtlosen Suchen nach Schätzen.

3. Manchmal fragt man sich ja, was die Verantwortlichen sich bei der Auswahl der Filmtitel denken, wie etwa bei „Miss You Already“, der in Deutschland wunderschön und prägnant mit „Im Himmel trägt man hohe Schuhe“ übersetzt wurde. Ja klar, weil ein Film der eher weibliches Publikum anspricht, muss ja mit Mode in Verbindung gebracht werden. Auch wenn dies dem eigentlich Inhalt komplett vorbei zielt und nun nach einem doofen Groschenroman klingt.

4. Bei historischen Stoffen werde ich meist nicht sehr aufgeregt. Doch zu erfahren, was die Muster und Farben auf den handgeknüpften Teppichen des Berber-Volkes in Marokko bedeuten, das war schon sehr spannend. Der Museumsführer machte daraus dann auch gleich ein kleines Quiz, meine Freundin und ich schlugen uns nicht einmal so schlecht.

5. Vom Set-Design her sind die klassischen James Bond Filme ja immer noch grossartig und wegweisend. Ken Adam war ein Visionär und schuf architektonische Meisterleistungen.

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6. Eines der wohl meistbemühten Klischees ist es ja wohl, dass man als Tourist immer nur den bekannten Markenketten und Fast Food Restaurants hinterher rennt. So war es ein wunderbar schlimmes Bild, am Alexanderplatz Leute mit Primark-Taschen aus dem Vapiano kommen zu sehen. Da gehe ich lieber in kleine Geschäfte und tolle Restaurants in Nebenstrassen.

7. Zuletzt habe ich vor der Reise nach Berlin „Snowpiercer“ geschaut und das war genau so wie ich es mir erhofft hatte, weil der Film sich nicht nur neben den Genrekonventionen bewegt, sondern aufzeigt, dass Comicverfilmungen anders aussehen können. Und gewisse Schauspielerinnen laufen echt zu Höchstform auf.

Media Monday #250

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250, was für eine Zahl! Der Lückentext vom Medienjournal feiert Jubiläum. Gratis Bier für alle!

1. Die Situation, in der sich Daenerys in der fünfte Staffel von „Game Of Thrones“ befindet, ist ja eigentlich dieselbe wie schon immer zuvor. Warum wird diese Geschichte nur so schleppend erzählt? Schliesslich ist Emilia Clarke einer der Hauptgründe um die Sendung zu schauen.

2. Den genaue Verlauf der Geschichte bei der Pilotfolge von „How To Get Away With Murder“ konnte ich nicht erfassen, schließlich musste ich zuerst begreifen, dass immer die Zeitebene gewechselt wird. Doch schon nach wenigen Episoden ist klar: Diese Serie macht Spass und ist toll.

3. Für das Erlernen von Instrumenten, Bandgründung und Welteroberung hätte ich ja gerne die Zeit und Muße, aber meine Gitarre bedeckt sich immer stärker mit Staub. Schreibe ich wohl deswegen über Musik? Schliesslich sind alle Journalisten in diesem Bereich doch verkappte Musiker, oder?

4. Dass es sich bei den meisten Filmen um eine Adaption handelt, ist etwas schade. Wo bleibt da die Originalität von Hollywood? Und nein, immer diese sinnleeren Vergleiche zwischen Buch und Film zu machen nervt.

5. Ich hatte ja keine hohen Erwartungen bei/an den letzten Band von „The Dark Tower“, doch bereits nach 200 Seiten nervt mich das Buch wieder und die Geschichte verliert sich in uninteressanten Nebensächlichkeiten. Aber bald ist diese Tortur ja überstanden.

6. Es macht mich regelrecht nostalgisch, wenn ich Filme sehen, bei denen das Drehbuch von Ben Affleck und Matt Damon geschrieben wurde. Denn diese Streifen atmen immer den Zeitgeist vergangener Jahrzehnte und unterhalten mit der Spielfreude der jungen Herren. So auch „The Good Will Hunting“, ein wahrlich toller Film.

7. Zuletzt habe ich At The Drive-In in Lausanne live erlebt und das war unglaublich mitreissend und emotional, weil das Konzert von der ersten Sekunde an total wild war. Der gesamte Saal im Les Docks wurde ein Pit, die Energie der Band übertrug sich sofort auf die Zuschauer. Welcome back boys!

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Media Monday #249

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Egal ob man in den April geschickt wurde oder nicht, über mediale Ereignisse lässt sich immer schreiben. Schliesslich tut dies der Medienjournal auch.

1. Weil es heute so schön passt: Bei technischen Problemen mit meinem Blog schaue ich meist nur verzweifelt auf meinen Bildschirm und fluche. Oder jammere herum, bis sich das Problem entweder von selber löst, oder ich eine extrem simple Erklärung online finde. Ich und Technik, dass ist keine gute Kombination.

2. „The Lego Movie“ wird – wie ich finde – seiner Vorlage absolut nicht gerecht, da man auch bei der zweiten Sichtung nicht selber am Film herumbasteln kann. Doch nötig ist es eigentlich nicht, denn der Streifen unterhält prächtig und überrascht immer noch mit seiner tolle Geschichte. Was freue ich mich auf „The Lego Batman Movie“.

3. Davon ausgehend, dass ich wohl auch in „Fuller House“ reinschauen werde, habe ich nun mit der ersten Staffel von „Full House“ gestartet. Doch irgendwie sind die Grundstimmung und Dialoge nur schwer zu ertragen. Wird wohl eine kurze Nostalgiereise.

4. Alles redet über Batman und Superman. Ich für meinen Teil möchte dazu nicht mehr viel sagen. Ausser, dass die Enttäuschung bis heute noch gross ist und ich mich sehr über all die verpassten Möglichkeiten nerve. Allerdings freue ich mich auch sehr auf „Wonder Woman“, „Suicide Squad“ und „Justice League“. Aber bitte Herrn Snyder zuerst auf die Finger hauen.

5. Müsste ich euch mal so ein richtig tolles Buch empfehlen, dann könnte ich mich fast nicht entscheiden. In diesem Jahr haben mich bisher vor allem Klassiker stark beeindruckt. So wagte ich mich endlich an „Faust I“, „Brave New World“ und „Der Steppenwolf“. Modern funktioniert natürlich auch – sehr gelungen sind „H wie Habicht“ von Helen McDonald oder „A Brief History Of Seven Killings“ von Marlon James. Folgt mir doch einfach auf Goodreads, da bleibt ihr aktuell.

6. Während ich beispielsweise die meisten seiner alten Bücher richtiggehend großartig fand, konnten mich spätere Werke von Stephen King leider nicht annähernd so überzeugen, weil sich der Autor immer mehr in sinnlosem Gelaber verliert. Seine neueren Bücher sind meist zu lang, zu leer und zu unspannend. Leider bestes Beispiel: Die absteigende Qualität bei „The Dark Tower“ – Band 7 graut mir jetzt schon.

7. Zuletzt habe ich „10 Cloverfield Lane“ im Kino geshene und das war ein total erfreulicher Genremix, weil der Film nicht auf platte Schockmomente setzt, sondern auf subtil ansteigende Spannung. Das Kammerspiel im Bunker wird immer beklemmender, die Schauspieler geben alles und die Regie ist grossartig ausgeführt. Leider will das Ende nicht so richtig ins Gesamtbild passen, macht aus dem Film aber sogar noch ein wenig eine Parodie auf die Monsterfilme, und nimmt sich selber nicht zu ernst. So kann die Cloverfield-Reihe gerne fortgesetzt werden.

Media Monday #248

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Will man eigentlich immer fremden Menschen dabei zuschauen, wie sie heroisch ihr interessantes Leben bestreiten? Ja gerne, findet auch der Medienjournal. Heute mit Fragen von Gloria.

1. Zu Ostern wünsche ich mir nur eines, nämlich nicht all zu viele Schokohasen zu kriegen. Sonst liegen die wieder frech für Wochen und Monate in der Küche herum und versuchen sich zwischen die Mahlzeiten zu zwängen. Es gibt sowieso bessere Schokolade, als diese Industriegussfiguren.

2. Bevor ich mich an „Fuller House“ wage würde eher eine Sichtung der alten Folgen (noch unter dem Namen „Full House“) Sinn machen. Denn ich kann mich nicht mehr wirklich an die Serie erinnern. Netflix bietet nun aber alle Folgen der acht Staffel. Mein Gott ist das viel Material!

3. Früher haben wir zu Ostern noch viel mehr gebastelt. Heute schreibe ich praktisch nur noch Texte. Oder wäre es vielleicht an der Zeit, ein edles Mixtape zu kreieren, das in jedem Song Bezug zu Hasen, Eier oder Jesus nimmt? „Bunny’s Jesus Eggs“, now only on CD.

4. Wenn ich an „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ denke, dann möchte ich am liebsten heulen. Zack Snyder hat aus einer schier unendlichen Menge an Potential ein Film gebastelt, der an keinem Punk stimmig ist und immer wieder in sich selber zusammenfällt. Was für ein Chaos, was für Hick-Hack. Immerhin ist Gal Gadot als Wonder Woman hammermässig!

5. „Batman And Robin“ werde ich nie wieder ansehen, weil Joel Schumacher aus der Fledermaus eine lächerliche Witzfigur gemacht hatte – mit Batman Kreditkarte und Nippel. Die Geschichte ist absolute Kacke, das Setdesign ein Alptraum und die Dialoge unterirdisch. Allgemein sind praktisch alle Batman-Verfilmungen vor „Batman Begins“ nicht auszuhalten.

6. Jesse Eisenberg hätte eigentlich längst mal eine größere Auszeichnung verdient, und zwar weil er immer in jeder Rolle ausdrucksstark den Zeitgeist trifft. Seine Darstellung von Lex Luthor im neusten DC-Blockbuster ist eine vorzügliche Mischung aus Nerd, Wahnsinniger und CEO des 21. Jahrhunderts. Doch noch ein weiterer positiver Punkt zum Gladiatorenkampf.

7. Als gute Geschenkidee würde ich praktisch nie etwas empfehlen, weil ich total unbegabt bin, passende Geschenke zu finden. Egal wie nahe mir eine Person steht, ich bin immer zu spät, zu unkreativ und zu verzweifelt. Glücklicherweise haben wir bei uns in der Familie schon lange damit aufgehört, einander tonnenweise Dinge zu verteilen. Geht ja auch ohne.

Media Monday #247

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Frühling, bist du jetzt dann wirklich da? Füll diese Fragen mit Sonne und Freizeit in der Natur. Der Medienjournal macht’s vor.

1. Ob fiktiver oder realer Ort, einmal den Schuppen aus „Room“ zu besuchen, wäre absoluter Horror. Ich hasse enge Räume, aus denen ich mich nicht freiwillig entfernen kann. Der Film jedoch ist grossartig und emotional mitreissend. Schade nur, dass William H. Macy so wenige Minuten dabei ist.

2. Fernab des Media Monday gefällt mir die Blog-Aktion „Liebster Award“. Da kann man herrlich merkwürdige Fragebögen beantworten und andere Blog-Schreiber dazu zwingen, seine eigenen Ergüsse tiefgründig zu analysieren. Leider jedoch verpasse ich wohl viele Nominationen, also nehmt es mir nicht übel sondern schreibt ein Kommentar und weist darauf hin. Und wenn nicht, dann nominiert mich gefälligst.

3. Michael Shannon hätte ich ja länger schon den großen Durchbruch gewünscht, schließlich ist er einer der talentiertesten und besten Schauspieler der letzten Jahre. Seine Charakterdarstellungen sind immer extrem fesselnd, seine Präsenz hebt sogar Blockbuster-Gekrache wie „Man Of Steel“ auf eine neue Ebene.

4. Erstaunlich, wie wenig sich meine Begeisterung für gezeichnete Filme und Serien seit meinem Netflix-Wahn verändert hat, denn immerhin bietet der rote Riese eine Vielzahl solcher Produktionen. Doch leider war mein letzter Versuch mit „F Is For Family“ eher mittelmässig gut. Anstrengend laut, leider nicht wirklich lustig und voller Füllfiguren – da wäre mehr möglich gewesen.

5. Dem Franchise der „Young Adult“ Filme kann ich ja kaum noch etwas abgewinnen, denn nachdem sich „The Hunger Games“ selber immer weiter in die Lächerlichkeit brachte, folgen nun die noch schlechteren Abklatsche. Schön, dass die Studios hier einen weiteren Geldhaufen gefunden haben, der ohne Kreativität und Aufwand ausgenommen werden kann. Scheinbar besitzen Teenager ja keinen Anspruch, denken die Macher dahinter zumindest. So ein Verhalten ist einfach nur scheisse.

6. Lange hat mich kein Film mehr so von den Socken gehauen wie die Geschichtensammlung „Black Mirror“. Mit viel Ideenreichtum und kritischem Blick in die Zukunft gehen die Macher das komplexe Thema Mensch und Technologie an. Wie schnell wir uns selber auf falsche Wege bringen könnten wusste nicht nur George Orwell. Netflix will die Sendung 2016 mit zwölf neuen Folgen erweitern, ich hoffe nur, dass dies nicht etwas zu viel ist. Bisher funktionierten drei Folgen pro Staffel wunderbar.

7. Zuletzt habe ich mit der zweiten Staffel von „Daredevil“ begonnen und das war erstaunlich brutal und hart, weil mit dem Punisher nun eine der gnadenlosesten Figuren von Marvel aufs Spielfeld zurück gekehrt ist. Wie gewohnt, bieten die neuen Folgen aber auch wieder wunderbar menschliche Momente, tolle Dialoge und beste TV-Unterhaltung.