Tangerine Dream – Quantum Gate (2017)

Tangerine Dream – Quantum Gate
Label: Kscope, 2017
Format: Download
Links: Facebook, Band
Genre: Electronica, Ambient

Es schien alles vorbei zu sein, als Gründer und Legende Edgar Froese 2015 diese Realität verliess, um seine Musik nun anderswo zu verbreiten. Seine 1967 in West-Berlin gegründete Band Tangerine Dream war aber schon immer mehr als ein an Menschen gebundenes Projekt. Die extrem einflussreiche Formation der elektronischen Musik hat nämlich nicht nur viele Leben verändert, sondern auch Genres begründet und die Electronica neu erfunden. „Quantum Gate“ öffnet nun die Tore für eine neue Version der Band – zeitgemäss verankert, aber dem Vermächtnis treu bleibend.

Thorsten Quaeschning, Ulrich Schnauss und Hoshiko Yamane drehen an den Knöpfen der Sequenzer, lassen die Saiten an Gitarre und Geige schwingen und tauchen tief in die hypnotischen Welten der elektronisch erzeugten Lieder ein. Wie es sich für die Tradition von Tangerine Dream gehört, wird den einzelnen Tracks genügend Zeit gelassen. Bis zu einer Viertelstunde dürfen sich Muster und Rhythmen wiederholen und spiralförmig steigern. Stücke wie „Sensing Elements“ basieren auf Klangformationen aus den Synthies und werden leicht mit den Saiteninstrumenten angereichert – sanfte Beats pochen im Hintergrund.

Es ist aber klar, dass man auch als Trio mit dem Namen Tangerine Dream nicht komplett in den vergangenen Jahrzehnten hängen bleiben kann, und so wagen es die Künstler hier, gewisse Stücke mit etwas mehr Modernität zu versehen. „It Is Time To Leave When Everyone Is Dancing“ oder „Roll The Seven Twice“ lassen so die Füsse stärker zappeln als die Gedanken reisen und wagen sich etwas weiter weg von der Meditation. Trotzdem, „Quantum Gate“ wagt sich nicht nur an den Versuch, Physik-Theorie mit Klang zu vermengen, sondern weist auch den Weg in eine neue Ära.

Anspieltipps:
Sensing Elements, Non-Locality Destination, Genesis Of Precious Thoughts

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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