Playlist

Monats-CD, Compilations, Themen.
Alle Beiträge welche meine Musik-Zusammenstellungen auflisten.

30 Day Song Challenge – Letzter Teil

Das war’s, hier ist der letzte Teil der 30 tägigen Herausforderung. Teil 1, Teil 2 und Teil 3 findet ihr unter den Links.
Ebenso gibts heute neun Links, ich wollte die fünfte Woche nicht separat präsentieren.

Day 22 – A song that would be the theme song to a TV show about your life
Kosheen – All In My Head


Irgendwie passt der Text doch ziemlich gut, und die Musik transportiert das von mir geliebte Gefühl aus Melancholie und Glück so wunderbar.

Day 23 – A song that makes you angry
Pearl Jam – Not For You


Eigentlich macht mich Musik nie wirklich wütend, aber dieses Stück passt doch gut.

Day 24 – A cover song
A Perfect Circle – What’s Going On (Original von Marvin Gaye)


Perfekt düstere Version dieses Klassikers von Marvin Gaye.

Day 25 – An acoustic song you love
Sufjan Stevens – Casimir Pulaski Day


Wunderschön, tieftraurig, mitreissend – genial.

Day 26 – A song by your favorite band
Peter Gabriel – Red Rain


Ok, Peter ist keine Band, aber U2 waren doch schon vertreten in dieser Liste. Und „Red Rain“ ist das beste Lied aller Zeiten, für alle Ewigkeiten.

Day 27 – Song that describes you
Blackfield – Open Mind


Ehrlich gesagt: Keine Ahnung ob dies stimmt. Die Bewertung von mir überlasse ich anderen.

Day 28 – A song that reminds you of your boyfriend/girlfriend
Jamie XX – Girl


Ohne Worte, nur: Danke Jamie.

Day 29- A song currently stuck in your head
Fehlfarben – Untergang


Wunderbar und so wahr, oder nicht?

Day 30- First song you ever bought
DJ Bobo – Around The World


Ehrlich gesagt tappe ich hier total in die Klischeefalle. Aber „Magic“ war eine der ersten CDs, die ich mir gekauft hatte. Mein Geschmack verbesserte sich danach schnell.

30 Day Song Challenge – Woche 3

Und wir sind bereits in der dritten Woche angelangt. Die Vergangenheit liegt hier und hier.

Day 15 – A song people wouldn’t expect you to like
Eminem – No Love (Feat. Lil Wayne)


Sorry, aber Eminem ist nun mal der König im Rap. Und dann noch Haddaway als Sample? Ich bin dabei!

Day 16 – A song that holds a lot of meaning to you
Secret Machines – Lightning Blue Eyes


Dank diesem Lied eröffnete sich eine völlig neue Welt für mich, veränderte mein Leben und ist bis heute tief in meinem Herzen.

Day 17 – Oldest song you love
Wendy Rene – After Laughter


Guter Soul kann so manchen Moment retten oder perfektionieren. Und dieses wunderbare Lied aus dem Jahre 1964 ist einfach nur grossartig.
Ob es das älteste Lied ist? Keine Ahnung.

Day 18 – A song you have as your ringtone/want to be your ringtone
Kraftwerk – Radioaktivität


Nein, ich werde nie einen Klingelton bei meinem Handy einschalten. Und bestimmt nie ein Lied, das ich mag verwenden. Aber trotzdem, dies wäre irgendwie ironisch.

Day 19 – A song you’re currently obsessed with
Wanda – Kairo Downtown


Wanda sind einfach nur grossartig. Und wenn in der Hälfte des Albums dieses Lied erklingt, dann muss ich es gleich drei Mal hintereinander hören. Jeden Tag, immer. Jetzt!

Day 20 – A song from a new album you are waiting for to come out
Ellie Goulding – On My Mind


Weil es Ellie ist. ❤

Day 21 – A Song that you air guitar to every time you hear it
Wolfmother – Dimension


Hard Rock in alt, aber neu. Auf jeden Fall besteht das Lied nur aus obergeilen Riffs.

So, bis nächste Woche.

30 Day Song Challenge – Woche 2

30 Tage sind noch lange nicht erreicht, darum hier die Fortsetzung zum ersten Teil.

Day 08 – A song you liked when you were younger
Alabama 3 – Woke Up This Morning


Ich weiss noch genau, dieses Lied war eines der ersten, das ich damals auf dem PC hatte. Geschickt via MSN von einem Freund. Und lustigerweise befindet sich der Song immer noch auf meinem iPod.

Day 09 – A song that makes you want to dance
Underworld – Always Loved A Film


Das erste Album, das ich von Underworld gekauft habe. Und dann gleich mit diesem grossartigen Lied drauf, wundervoll!

Day 10 – A song that makes you cry
Anathema – Dreaming Light


Eigentlich ist „Dreaming Light“ kein tragisches Stück, aber diese unverkennbare und extrem melancholische Art von Anathema, machen es zu einem sehr berührenden Moment.

Day 11 – Best Intro to a song
U2 – Zooropa (Live 360° Tour)


„Zooropa“ von der gleichnamigen Platte ist schon als Albumversion supertoll, wurde auf der 360° Tour aber mit diesem fantastischen Intro ausgestattet. Wer entdeckt alle Querverweise auf andere Bands?

Day 12 – A song that reminds you of your best friend
Nina Hagen – Du hast den Farbfilm vergessen


Das erste Mal in Berlin, und die ganze Woche Songs geträllert. Und der kam immer wieder auf. Wieso auch nicht?

Day 13 – A song you sing to in the shower
Luciano Pavarotti – O Sole Mio


Also eigentlich nur die drei Wörter plus sinnlose Laute. Oder halt diese unsäglichen Textzeile und Melodien, die immer so kleben bleiben.

Day 14 – A song you like hearing live
Marillion – Neverland


Schon als Live-Aufnahme hat „Neverland“ eine unglaubliche Wucht. Wenn man die Band dann aber selber erlebt und als Zugabe dieses Stück erklingt, dann ist man hin und weg.

Bis in einer Woche.

30 Day Song Challenge – Woche 1

Gefühlte 100 Jahre zu spät springe ich nun auch auf den Zug der „30 Day Song Challenge“ auf. Wie es der Name schon sagt, muss (oder darf gesollt haben) man während 30 Tagen zu einer bestimmten Vorgabe ein Lied präsentieren. Eigentlich auch als Blogroll witzig, aber ich will niemanden zwingen. Wer mitmachen will, sehr gerne. Hier die ersten sieben Tage:

Day 01 – A song that makes you happy
Simple Minds – Real Life


Ein Song der mir immer das Gefühl von Sommer verleiht und meine Stimmung hebt. Und weil „Real Life“ einfach wunderschön ist.

Day 02 – A song that helps you clear your head
Broekhuis, Keller & Schönwälder – Orange One


Weil ich Ambient liebe, dazu meine Gedanken alle löschen kann und total fokusiert auch im Zug ein Buch lesen kann.

Day 03 – Song you sang the wrong lyrics to for ages
Los del Rio – Macarena


Da gibt es eigentlich unzählige Beispiele, aber mir will keines einfallen. Darum hier ein Lied, das wir früher im lauthals mitgesungen haben und kein einziges Wort wussten. Ausser natürlich den Refrain.

Day 04 – A song that reminds you of something sad
Katatonia – Unfurl


Weil der Song auch schon ohne das Ereignis an sich traurig ist.

Day 05 – A song that has a new meaning to you every time you hear it
Big Blue Ball – Whole Thing


Genauso vielfältig wie die Musik vom Big Blue Ball Projekt ist auch mein Empfinden bei diesem Song. Tolle Arbeit Peter Gabriel!

Day 06 – Song that reminds you of someone
U2 – One Tree Hill


Tragischerweise musste die Person unsere Welt verlassen um für immer mit diesem Song verbunden zu sein. Trotzdem, wunderschön und ein ewiges Andenken.

Day 07 – A song that is your guilty pleasure
Kylie Minogue – Slow


Ein Song? Ein Song?? Ich höre so viele Musik bei der meine Mitmenschen nur den Kopf schütteln. Aber dieser hier passt super in die Kategorie. Und das Video ist doch einfach nur….. geil.

Das wars fürs erste, bis nächste Woche.

Some day surely someone must help us… – Playlist 7//14

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Part 7//14 – Some day surely someone must help us…
Juli 2014

1. Marillion – Gaza // Live
(A Sunday Night Above The Rain – Holland, 2014)

Der schreckliche Konflikt im Gazastreifen hört nicht auf, er wird immer schlimmer. Dass Marillion dazu ein Lied veröffentlichten und sich klar gegen die Gewalt und für keine Seite positionieren ist nahvollziehbar. Dass es ein fast 20 minütiges Epos mit unterschiedlichen Teilen und spannender Struktur wird konnte aber keiner ahnen. Die Band zeigt sich hier agressiv und laut, sanft und melodisch, tieftraurig und doch hoffnungsvoll. Dazu der unter die Haut gehende Text von h der alles aus den Augen von unschuldigen Jugendlichen im Gazastreifen zeigt. Ein Meisterwerk, wichtig, grandios und zum weiter verbreiten.
Bitte, stoppt diesen Krieg!

2. Marillion – Sounds That Can’t Be Made // Live
(A Sunday Night Above The Rain – Holland, 2014)

Dieses Lied ist ein unerklärlicher Fall: Bietet es doch eher bekannte Klänge und ein unspektakulärer Ablauf im Marillion-Kosmos, trotzdem hat es mich vom ersten Moment her total berührt und gepackt. Vom gleichnamigen Album stammend verführen mich die tollen Synthies, Gitarren und der wunderbare Schluss immer wieder in neue Welten. Die Live-Version aus Holland ist noch besser als die Studiovariante.

3. Anathema – Closer // Live
(Universal, 2013)

Vor Marillion spielten Anathema am diesjährigen Night Of The Prog Festival auf der Loreley und boten nebst vielen Songs vom aktuellen Album Distant Satellites auch ein paar alte Klassiker. Closer (hier als Live-Aufnahme von der letzten Tour mit Orchester) ist ein eher kryptischer Song mit verwobenem Gesang und viel Elektronik. Aber dann der unglaubliche Ausbruch!

4. IQ – Frequenzy
(Frequenzy, 2009)

Auch am NotP live bestaunt boten die Neoprog-Könige auf dem Album Frequenzy wieder echte Brecher. Das Titellied haben sie auf der Loreley live dargeboten, aber auch als Studioaufnahme überzeugt dieser Longtrack mit marschierenden Drums / Gitarren, viel Keyboards und dem unvergleichlichen Gesang von Nicholls. So muss dieses Subgenre klingen, so müssen Progsongs aufgebaut sein.

5. Tim Bowness – Songs Of Distant Summers
(Abandoned Dancehall Dreams, 2014)

Werden wir nun etwas ruhiger, der diesjährige Sommer war schliesslich eher ein stiller mit vielen nachdenklichen, grauen Tagen. Dazu liefert Tim Bowness mit seinem neuen Soloalbum den perfekten Soundtrack. Songs Of Distant Summers ist voller Melancholie, traurigem Gesang, wunderschönen Klavierakkorden und sphärischen Synthieflächen. Alleine geniessen und Tränen vergiessen oder zusammen auf dem Balkon stehen und die Regentropfen zählen.

6. Massive Attack – Girl I Love You
(Heligoland, 2010)

Manchmal braucht man eben doch ein Konzert um missachtete Lieder lieben zu lernen. Mit dem Auftritt am diesjährigen Montreux Jazz Festival konnte mich die Band verzaubern, dabei spielten sie auch Songs vom „aktuellen“ Album Heligoland. Girl I Love You hat mich dabei umgehauen. Der rollende Bass, die trippigen Schlagzeugbeats, verzerrte Gitarren und trauriger Gesang: Eigentlich ein moderner Klassiker der Band. Endlich weiss ich das Lied auch zu schätzen.

7. The Brian Jonestown Massacre – Vad Hände Med Dem?
(Revelation, 2014)

Das Kollektiv mit dem witzigen (?) Bandnamen bietet seit jahren eine eigene Mischung aus Rock, Folk, Psychedelic und weiteren Unterarten der aktuellen und vergangenen Musikgeschichte. Das neue Album weiss zu überzeugen, besonders der in schwedisch gesungene Opener ist mitreissend. Lässt sich auch gut dazu tanzen.

8. Jeans For Jesus – Toucher // Cover
(Jenas For Jesus, 2013)
Leider leider finde ich das Lied nicht als Link im Netz, aber kauft euch einfach das komplette Album der jungen Berner Band. Ihre neuartige Musik in Kombination mit Gesang in Mundart ist erfrischend und weckt wie eine Zitrone am Morgen. Das Züri West Cover Toucher zeigt auch, wie gut es die Jungs verstehen Musik zu verändern ohne die Eigenheiten zu verlieren. Das tolle Lied wird nach ihrer Dubstep-Electronica-Core Behandlung noch besser!

9. Ben Klock – Gold Rush
(One, 2009)

Der Abschluss führt diesen Monat in den Club (und nein, ich war nicht an der Street Parade), und zwar in einen düsteren und etwas gruseligen. Ben Klock vom Berghain-Label Ostgut Ton bietet Dark Minimal-Techno und brennt mit tiefen Bässen, knisternden Synthies und harten Beats deine Trommelfelle an. Was du willst nicht tanzen? Na gut, breche ich dir halt die Beine.

So Let It Take Me Away – Playlist 6//14

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Part 06//14 – So Let It Take Me Away
Juni 2014

1. Florence & The Machine – Only If For A Night
(Ceremonials, 2011)

Wiederentdeckt beim Putzen der alten Wohnung. Ein wunderbarer Song der mit seiner Grösse den Rest des Albums überstrahlt. Der Aufbau, der Gesang und die Musik sind hier typisch Florence aber mit riesigen Gesten und Pathos. Funktioniert für mich mehr als gut.

2. Xiu Xiu – Hi
(Always, 2012)

Der Wohlklang ist aber sofort wieder zu vergessen, denn mit Xiu Xiu rauschen nun verstörende und provozierende Klänge aus den Lautsprecher. Musik die in Verbindung mit dem Video nicht gefallen will, aber spannend ist und aufhorchen lässt. Gegenüber den anderen Liedern auf Always ist dieser Song aber einfach und eher zu begreifen.

3. Archive – Axiom
(Axiom, 2014)

Das Film-Musik Meisterwerk von Archive lässt sich nun endlich als komplettes Video oder einzelne Kapitel auf Youtube geniessen. Wer das Album aber noch nicht selber im Regal stehen hat muss jetzt los und es sofort kaufen. Die Verbindung von Trip-Hop mit Ambient, Electronica und dystopischen Bilder entfaltet gerade beim wuchtigen Titeltrack ungeahnte Wirkung. Kirchenglocken werden nie mehr dasselbe sein.

4. Wolfman – All Is Random
(Unified, 2013)

Die Zürcher Band Wolfman verbindet auf ihrem Debüt-Album gekonnt aktuelle Strömungen in der Indie-Elektronik und kocht sich daraus ein eigenes Süppchen. Seien dies The XX, MGMT oder moderne Spielerein wie tiefe und wummernde Bässe über gehauchten Gesang, alle Elemente finden zusammen und generieren wie hier in All Is Random eine beschauliche Welt die dich im Bett zudeckt und mitsummen lässt. Die Stimme von Katerina Stoykova bleibt dabei genügend kratzend um nichts zu verwässern.

5. Smoke Fairies – Waiting For Something To Begin
(Smoke Fairies, 2014)

Das leider enttäuschende Album von Smoke Fairies bietet immerhin eine handvoll mehr als gelungene Songs, „Waiting For Something..“ ist in meinen Augen der beste. Tolle Melodien und ein Kate Bush imitierender Refrain laden zum mitträumen ein. Musik die für mich im gesamten Jahr funktioniert, aber am besten in eine sternenklare Nacht gehört. Anschmiegen angesagt.

6. Emiliana Torrini – White Rabbit
(Sucker Punch OST; 2011)

Die Diskussion um Sucker Punch wollen wir jetzt nicht neu führen sondern mal geniessen was an diesem Film wirklich gelungen war. Der Remix von Jefferson Airplane’s White Rabbit beispielsweise finde ich fast noch gelungener als das Original. Torrini’s Stimme passt perfekt zum Drogentext, die Musik ein Wasserfalls voller Gitarren und Drums.

7. Anathema – Distant Satelittes
(Distant Satelittes, 2014)

Anathema ist mit dem neuen Album ein grosser Wurf gelungen, spannend dabei wie neue Komponenten den bekannten Sound ergänzen. Das Titellied bringt darum nicht nur ein Longtrack mit viel Melancholie und grandiosem Gesang, sondern elektronische Drumpatterns. Unglaublich wie sich hier alles aufbaut und kurz vor dem Höhepunkt zusammenbricht, nur um dann treibend mit zwei Schlagzeuger alles platt zu walzen. Grossartig!

8. Sivert Hoyem – Shadow / High Meseta
(Moon Landing, 2009)

Moon Landing funktioniert am besten als Gesamtkunstwerk, aber wenn ein Lied so grandios geschrieben ist wie Shadow, dann mache ich gerne eine Ausnahme und entreisse es dem ursprünglichen Werk. Startet es zuerst gemächlich mit nur Siverts Gitarre und seinem mich immer wieder aufs neue begeisternden Gesang, so wird es im zweiten Teil ein wuchtiger Rocker mit viel Emotion. Das kann nur Hoyem.

9. Motorpsycho – Hell Part 1-3
(Still Life With Eggplant, 2013)

Live haben Motorpsycho in Zürich die komplette Hell-Suite am Stück gespielt, 42 Minuten Ohrgasmus. Teil 1 bis 3 davon findet man auf dem letztjährigen Album und walzt durch die gesamte Geschichte des Rock. Blues, Psychedelic und Prog werden zu einem wabernden Lavagetränk gemixt und direkt in die Kehle gespült. Heiss muss es sein und brennen, wie die Talente der Musiker aus Norwegen.

10. Nine Inch Nails – Hurt // Live
(Further Down The Spiral, 1995)

Also dieses Lied will ich jetzt niemandem erklären. Wer Nine Inch Nails nicht kennt verpasst sowieso was, wer das Lied kennt noch mehr. Und nein, der Song ist nicht von Johnny Cash und wurde auch nicht für ihn geschrieben.
NIN so zerbrechlich wie nie, Trent du bist einfach ein Gott.

11. Bass Communion – Indicates Void IV (Piano / Soprano Sax)
(Vajrayana / Indicates Void, 2014)

Nach all den eher laut schreienden Songs noch ein sanfter Ambient-Drone Ausklang. Steven Wilson fabriziert unter dem Namen Bass Communion perfekte Musik für die Untermalung von allem oder nichts. Ich mag es solche Musik auf dem Arbeitsweg beim lesen zu hören und dadurch mich total in einem Buch zu vergessen. Oder mit geschlossenen Augen auf dem Bett liegend sich ohne Gedanken den Klangbausteinen zu widmen.

But we can’t choose how we’re made – Playlist 5//14

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Part 5//14 – But we can’t choose how we’re made
Mai 2014

01 Jonathan Wilson – Fanfare
(Fanfare, 2013)

Als Album-Eröffnungslied perfekt funktionierend muss es auch hier auf dem Platz Nummer Eins stehen. Der sanfte Beginn lässt dich näher heran rücken, dann erklingt das Piano, kumuliert sich schnell mit Schlagzeug, Streicher und Effekten. Kurz bevor der Kitsch überhand nimmt gesellt sich Jonathan mit seiner sanften, etwas brüchigen Stimme dazu und vollendet das Lied „uuh let me love you“. Und noch so gerne gibt man all seine ganze Liebe den restlichen vier Minuten, denn das so leise gestartete Lied wird zu einem Orkan der Gefühle und Hippiemusik inklusive Saxophon. Grossartig.

02 Southerner – Kingdom Come
(A Song For Old Songs, 2014)

Kennen gelernt durch Noisetrade überzeugte mich die EP von Southerner auf Anhieb. Ganz sanfter Post-Rock mit viel Melancholie der gegen Ende mit wunderbaren Gitarren aufwartet. Nicht unbedingt die Musik für einen WM-Sommer (trotz Chorgesang), aber wenn es wieder mal regnet oder die Lieblingsmannschaft ausscheidet findet man hier Trost.

03 Starkus Meiner – Father And Son
(Time For Little Pieces And Catchy Melodies, 2014)

Mundart-Musik aus Zofingen, hier auf dem Blog auch schon vorgestellt, ist eine Seltenheit. Starkus Meiner hat mit seinem Debüt und für mich besonders mit diesem Song wunderbare Kleinode aus dem alltäglichen Leben von Familie, Freundschaft und Kultur geschaffen. Dieses Lied zeigt das zerbrechliche Gerüst das Vater und Sohn verbindet oder ebenso schnell trennt. Geniesst die gemeinsame Zeit.

04 David Bowie – The Stars (Are Out Tonight)
(The Next Day, 2013)

Lange habe ich das neue Album unangetastet gelassen, trotz den allgemeinen Lobhudeleien. Dank der Medienabteilung in der städtischen Bibliothek fand Herr Bowie doch noch den Weg zu mir ins Wohnzimmer. Und siehe da: Das Album ist wirklich super, besonders spassig unter Anderen der Song „The Stars (Are Out Tonight)“ das ganz klar mit dem Charme der „Heathen“-Ära spielt und klassischen Bowie-Gesang mit schrägen Gitarren-Akkorden und Keyboard-Geplinker verbinden. Funktioniert.

05 Lily Allen – Hard Out Here
(Sheezus, 2014)

Aaaaah Stilbruch, aber I don’t care denn Lily hatte schon immer ein Teil meines Herzens gewonnen. Ihre fröhliche Musik mit den angriffigen Texten ist intelligent und macht Spass. Hard Out Here war der Vorbote des neuen Albums und funktioniert gewohnt wie ihre alten Hits. Eingängige Melodien mit geschlagenen Piano-Akkorden, steriler Beat und ihre hüpfende Stimme. Schade hat sie schon einen Mann. 😉

06 The Intersphere – Out Of Phase
(Relations In The Unseen, 2014)

Ihr Album hat mich nach einigen Durchläufen total umgehauen, sehr schnell blieb aber Out Of Phase hängen. Das Lied ist nicht nur ein spannend geschriebenes Stück Alternative Rock mit grossen Gesten, sondern weiss genau das Mehr nie Genug ist. Schichtet doch noch ein paar Spuren mehr darüber. Gitarren gibt es nie genug, dann brauchen wir noch Streicher und Effekte und tiefe Synthiebässe und und und. Ein Monster der Studiotechnik, trotz allem aber immer noch grossartiges Songwriting.

07 Against Me! – Talking Transgender Dysphoria Blues
(Transgender Dysphoria Blues, 2014)

In der Albumkritik bin ich schon auf das Thema Transgender eingegangen, verständlicherweise handelt auch der Titelsong des Album davon. Mit intelligenten Textzeilen wie „You want them to notice, / The ragged ends of your summer dress. / You want them to see you /Like they see every other girl. / They just see a faggot. / They’ll hold their breath not to catch the sick.“ wird die Problematik gut angesprochen und musikalisch in der typischen Alternative-Punk-Rock Mischung von Against Me!

08 Die! Die! Die! – Changeman
(Harmony, 2012)

Wild zappelndes Lied, wie ein frisch gefangener Fisch im Netz, die Instrumente wollen zeitgleich in alle Richtungen ausbrechen und wegfliegen. Doch der Gesang pack alle am Hals und hält sie zusammen. Besonders der Refrain wird zum Fixpunkt und bellt lauter „Changeman“ durch die Gegend. Typisches Lied von Die! Die! Die!, typisch gut.

09 EMA – Cthulu
(The Future’s Void, 2014)

Bleiben wir düster in der Grundstimmung, werfen neu aber eine verzweifelte Frauenstimme in den Topf. EMA malt auf ihrem neuen Album mit den Songs wie „Cthulu“ ein pessimistisches Bild der aktuellen Lage auf unserem Planeten. Es handelt sich hier um eine Frau die sich nicht zurecht findet, sich verbessern möchte und das Leben neu gestalten will. Einfacher gesagt als gemacht, besonders wenn die Umgebung von kratzenden Beats und Gitarren bestimmt wird, Industrial-Electro-Punk könnte man wohl sagen.

10 Paris XY – Panic Attack
(EP002, 2013)

Die düsteren Beats übertragen wir nun in das nächste Lied, hier aber klarer produziert und eher drückend im Club. Paris XY haben einen bösen Stampfer mit passendem Namen „Panic Attack“ erschaffen der Spass macht. Elektronische Musik mag ich am liebsten wenn es in Richtung Verzweiflung und Bosheit abdriftet. Unterstützt wird das hier noch mit der tollen Stimme von Alice Smith, erstaunlich wie jung die Dame noch ist.

11 IQ – The Road Of Bones
(The Road Of Bones, 2014)

Immer dieser kitschige und überschwängliche Neoprog, aber hey ich mag das wenn es ein wenig aus den Boxen trieft. Synthies und Keyboard werden gestapelt bis alles zusammenfällt, einem drüber mit Schlagzeug und Gitarre und schon ist alles wieder sauber, oder schwarz wenn man die Grundstimmung des Lieds betrachtet. Nach dem stillen Intro macht ein treibender Schlagzeugbeat den Weg frei für das Knochen-Xylophon, den grossartigen Synthieflächen und starken Leadgesang. So müssen längere Lieder aufgebaut sein, stark.

12 Coldplay – Midnight
(Ghost Stories, 2014)

Erholen wir uns kurz und lehnen zurück, Coldplay präsentieren auf ihrem neuen Album nicht nur bekannten Herzschmerz und Kitsch, sondern das – in meinen Augen – erfrischende Midnight. Ein kleines Lied im Ambient-Electronica Gewand, voller verzerrter Stimmen, schwebenden Melodien und sanften Beats. Sicherlich keine Neuerfindung genannter Genres, aber für mich funktioniert der Songs super und verbreitet eine angenehme Stimmung.

13 LCD Soundsystem – Get Innocuous!
(The Long Goodbye – Live At Madison Square Garden, 2014)

LCD Soundsystem sagen Tschüss und hauen so schnell ein über drei Stunden langes Konzert auf die Bretter. Hits, nur Hits! „Get Innocuous“ ist ein klarer Gewinner, mit typischen Zitter-Beat, hyperaktivem Schlagzeug und mehrstimmigen Gesang. Natürlich ist das Lied über sechs Minuten lang, natürlich drehen sich die Klänge wie eine Spirale in die Luft. Harmlos?

14 Eno * Hyde – When I Built This World
(Someday World, 2014)
Leider habe ich dazu kein Video oder Link gefunden, das schräge Stück Electronica steht aber wie ein windschiefes Bretterhaus in der Landschaft und schiebt dir zuerst ein Dorn ins Trommelfell. Kaum hast du dich an die Disharmonien gewöhnt fallen tausend Klänge wie ein Regenschauer auf dich nieder und begraben dich unter dem Song der sich immerzu wandelt. Was für ein Spass!

15 Jonathan Wilson – All The Way Down
(Fanfare, 2013)

Der Kreis schliesst sich, denn auf „Fanfare“ findet man nicht nur den perfekten Album-Opener sondern auf das Schlusslied ist umwerfend. Eine ganz sanft gespielte Melodie auf Gitarre, der leise Gesang und weiches Pianospiel, rührt fast zu Tränen. Die Gefühle übermannen dich spätestens gegen den Schluss wenn der grosse Refrain alles gibt. Nicht lesen, Augen schliessen und anhören. Immer wieder.

I only want to be here when you‘re by my side – Playlist 4//14

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Part 4//14 – I only want to be here when you‘re by my side
April 2014

Kula Shaker – Mystical Machine Gun (Peasants, Pigs & Astronauts, 1999)
Sork – Rewind (Horseflies Flies, 2014)
Crosses – Blk Stallion (Crosses, 2014)
Amatorski – Soldier (TBC, 2011)
Faithless – Take The Long Way Home (Sunday 8pm, 1998)
Underworld – Born Slippy (Nuxx) (Born Slippy, 1996)
Katy B – Next Thing (Little Red, 2014)
Moby – The Perfect Life // Live (Almost Home – Live At The Fonda, 2014)
Marillion – Fantastic Place // Live (Best Life, 2012)
Nick Cave & The Bad Seeds – Jubilee Street (Push The Sky Away, 2013)
Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra – What We Loved Was Not Enough (Fuck Off Get Free We Pour Light On Everything, 2014)

Nicht verwunderlich, dass sich grösstenteils Lieder der rezensierten Platten auf der Monatsliste finden. Schliesslich höre ich diese Alben auch regelmässig um dann eine Kritik zu schreiben. So trifft man im April auf Crosses, Sork, Katy B, Moby und Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra. Spannend ist es hier zu sehen, welche Lieder mir momentan am meisten im Ohr geblieben sind und darum auf der Playlist landen. Es ist immer ein abwägen, denn die Zusammenstellung muss einen fliessenden Ablauf erhalten und die Lieder sollten aufeinander passen. Oft kommt es deshalb auch vor, dass ich Songs wieder streiche oder mehrmals umplatziere bis sie fest stehen. Besonders der Post-Noise mit Thee Silver.. war nicht so einfach reinzukriegen, darum dient er jetzt als krönenden Schluss.

Die Lücken füllen diesen Monat Lieder die im Austausch wichtig waren. Musik wird wirklich gut wenn man sie teilen kann, schliesslich will man seine Gedanken und Gefühle versuchen weiter zu geben, auch ein Grund für diesen Blog. Amatorski und Kula Shaker habe ich auf diesem Weg kennen gelernt, grandioser Post-Rock und Retro-Rock mit indischem Einfluss. Ich bin gespannt was als nächstes auf mich wartet. Wie immer sind auch ein paar Dauerbrenner auf der Liste. Marillion, Faithless und Underworld höre ich eigentlich jeden Monat, manchmal verbinde ich auch ganz spezifische Momente oder Gefühle mit den Songs. Und Jubilee Street von Nick Cave & The Bad Seeds ist einfach nur grandios.

Are You Not Surprised, Are You Good With Lies – Playlist 3//14

Monatliche Zusammenstellung der Songs, welche welche die letzten 30 Tage prägten und das Leben auf ihre eigene Weise beinflussten. Eine Reise durch meine Hörgewohnheiten.

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Part 3 // 14 – Are You Not Surprised, Are You Good With Lies
März 2014

Elbow – The Birds (Build A Rocket Boys!, 2011)
Baby Jail – Jede Tag (Grüsse aus dem Grab, 2014)
Transatlantic – Black As The Sky (Kaleidoscope, 2014)
Subsignal – The Lifespan Of A Glimpse (Touchstones, 2011)
Sound Of Contact – Pale Blue Dot (Dimensionaut, 2013)
Elbow – Charge (The Take Off And Landing Of Everything, 2014)
Mogwai – The Lord Is Out Of Control (Rave Tapes, 2014)
SAND – A Pill To Keep The `Plane From Crashing (Sand, 2013)
The Notwist – Close To The Glass (Close To The Glass, 2014)
New Order – Sugarcane (Lost Sirens, 2013)
cultureculture – Giving It Up (—, 2014)
Kylie Minogue – Sexercize (Kiss Me Once, 2014)
Emika – 3 Hours (Emika, 2011)
I Break Horses – Weigh True Words (Chiaroscuro, 2014)
Paper Lights – I Caught Myself Dreaming (Caverns, 2014)

März, der Monat der neuen Musik. Viele gute Alben kamen heraus und rotierten auf dem Plattenteller und iPod. Mit dem Start des Blogs hat sich diese Übermacht noch stärker in die Playlist ausgebreitet. Aber wer will bei solch unglaublich guten Liedern schon meckern.
Nach dem epischen Einstieg mit Elbow übernimmt Prog und wütet mit drei Bands auf dem Spielfeld, überlassen aber den Schweizer Urgesteine Baby Jail das Vorspiel. Nach dem grandiosen Konzert im Alass Zofingen musste ein Lied der Zürcher drauf. Falls ihr Gelegenheit habt ein Konzert der Band zu besuchen, tut es. Der Progressive Rock bietet danach viel Melodie und Synthies, und falls euch die Stimme bei Sound Of Contact bekannt vorkommt: Es ist der Sohn von Phil Collins, Simon.

Der alternative Block spielt die zweite Halbzeit und versucht die Löcher im Rasen wieder ein wenig zuzuschütten. Sei dies mit wunderbaren Klangwelten wie bei Mogwai und SAND oder mit spannenden Experimenten wie bei Notwist, das Resultat ist beachtlich. Die Spielfläche ist wieder wie neu, die Meute hat sich beruhigt. Perfekt für den Pop nun die Afterparty zu veranstalten. Kylie und cultureculture nehmen dich an den Händen und du tanzt gerne mit, egal ob 80er oder Dubstep. Auch die düsteren Bässe vom Emika bringen dich nicht aus dem Konzept, obwohl sich deine Innereien mitbewegen.
Paper Lights beenden die Übertragung des Spiels und vermitteln ein schönes Gefühl, heute steht jeder auf der Siegerseite.

We, We Should Be Easy – Playlist 2//14

Monatliche Zusammenstellung der Songs, welche welche die letzten 30 Tage prägten und das Leben auf ihre eigene Weise beinflussten. Eine Reise durch meine Hörgewohnheiten.

Bild

Part 2//14 – We, We Should Be Easy
Februar 2014

Bright Eyes – Firewall (The People’s Key, 2011)
Brass Bed – Cold Chicory (The Secret Will Keep You, 2013)
Broken Social Scene – All To All (Forgiveness Rock Record, 2010)
The Wild Feathers – Ceiling (The Wild Feathers, 2013)
Wilco – At Least That‘s What You Said (A Ghost Is Born, 2004)
Bruce Springsteen – American Skin (41 Shots) (High Hopes, 2014)
Peter Gabriel – Courage (So – Deluxe Remaster, 2012)
U2 – Invisible // RED Edit (Invisible Single, 2014)
Ellie Goulding – Anything Could Happen (Halcyon, 2012)
Nordik Fire – Dream Song (Var, 2013)
Ellie Goulding – Hanging On (Halcyon, 2012)
CANT – Believe (Dreams Come True, 2011)
Liars – Proud Evolution (Sisterworld, 2010)
Burial – Pirates (Burial, 2006)
Moderat – Damage Done (II, 2013)

Im Februar wurde meine Hörauswahl von drei Hauptströmungen beeinflusst. So befasste ich mich endlich mit diversen Platten, welche schon lange im Regal stehen jedoch nie bewusst von mir wahr genommen wurden. Glücklicherweise ist Vinyl selten nachtragend, somit konnte ich mich für eine Zeit lang dem Indie hingeben. Bright Eyes, Broken Social Scene oder Liars vermischen genretypische Elemente mit spannenden neue Ideen. Sehr erfreulich war für mich auch, dass ich endlich den Zugang zu Wilco gefunden habe. Endlich ziehen die Meister des Americana-Folk-Indie-Rock nicht mehr an mir vorbei.

Natürlich bestimmen auch immer die Konzertbesuche einen Teil der gespielten Alben und Songs. Im Februar durfte ich unter anderem Ellie Goulding und Moderat in Aktion erleben, was ihnen auch einen Platz in der Liste garantiert. Besonders nach der unfassbaren Leistung der drei Deutschen Klangtüftler im Komplex.

Die letzte Gruppe sind die alten Helden. U2 und der Boss warfen neues Material auf den Markt, Peter Gabriel immerhin unveröffentlichte B-Seiten. Springsteen konnte nicht mit dem kompletten neuen Album überzeugen, Songs wie „American Skin“ haben aber auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung. Ob Invisible den Ton des (hoffentlich 2015) kommenden Albums von U2 angibt bleibt noch offen.

Viel Spass beim durchhören.