The Low Frequency In Stereo – s/t & Travelling Ants Who Got Eaten By Moskus (2003, 2004)

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The Low Frequency In Stereo – s/t
The Low Frequency In Stereo – Travelling Ants Who Got Eaten By Moskus
Label: Rec90, 2003 / 2004 – Kapitän Platte, 2016 (Repress)
Format: Vinyl im Gatefold, mit Download
Links: Discogs (1), Discogs (2), Band
Genre: Post-Rock, Indie, Lo-Fi

Zu Beginn der Nullerjahre war es im Gebiet des instrumentalen Rock noch etwas einfacher, klare Akzente zu setzen. The Low Frequency In Stereo aus Norwegen wagten aber schon damals den Ansatz der Eigenbrötler und Querdenker – und erschufen mit dieser Einstellung zwei Alben, die auch 13 Jahre später immer noch genau so frisch und überzeugend wirken. Dank dem Vinyl-Label Kapitän Platte aus Bielefeld erhält man endlich die Gelegenheit, das Debüt und den Zweitling „Travelling Ants Who Got Eaten By Moskus“ als wundervoll gemachte Schallplatte zu hören.

Wer sich gerne in die schwelgerischen Welten des Post-Rock begibt, wird von The Low Frequency In Stereo überrascht sein. Die Gruppe hatte ihre Musik auf das Wesentliche reduziert und bewegt sich mit ihren Kompositionen im Bereich des Lo-Fi. Einzelne Gitarrenspuren, ein Schlagzeug, das auch mal scheppert, Staubkörner auf den Bändern – die Imperfektion darf walten und die Band klingt, als würde sie in deinem Wohnzimmer Ideen ausprobieren. Gerne erinnert die Gruppe dabei an Fugazi und ähnliches. Das lässt beide Alben locker und erfrischend erscheinen, die Formatzwänge typischer Post-Rock-Scheiben existieren hier nicht. Dank dieser Stimmung erklingen plötzlich Momente, die so Pate für viele andere Bands gestanden haben könnten. Man hört Amplifier oder sogar Leech heraus; besser gesagt suchten diese Bands wohl hier Inspiration.

„Travelling Ants Who Got Eaten By Moskus“ erweitert das Spektrum mit einzelnen Gesangseinlagen und lässt die Gitarren wie beim Surf-Rock schwingen. The Low Frequency In Stereo ändern die Formel aber nicht gewaltig, immer noch beschränken sie sich auf akzentuierte Melodien und Einfälle, die sich in wenigen Minuten prägnant entfalten dürfen. Ihre ersten beiden Alben sind somit nicht nur erfrischend, sondern auch kurz und immer wieder hörbar. Eine Eigenschaft, die man leider nicht vielen instrumental gehaltenen Rockplatten zuschreiben kann. „The Low Frequency In Stereo“ und „Travelling Ants …“ sind somit zwei Scheiben, die auch Feinschmeckern des handgemachten Indie und des reduzierten Weltenbaus gefallen werden.

Anspieltipps:
All In All, Atreides, Low Frequency
Man Don’t Walk, Element, Hazelwood

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