Oxytronix – Night Shift (2017)

Die Befreiung findet statt, das merkt jeder, der sich auch nur für kurze Zeit mit seinem Inneren befasst und endlich alle Grenzen aufsprengt. Für denn Künstler oxytronix aus der Schweiz folgte dieser Schritt vor nicht so langer Zeit und er holte gleich zum grossen Rundumschlag aus: Drei Alben, innerhalb weniger Wochen aufgenommen und produziert und dann gleich noch auf seinem eigenen Label Kanakland veröffentlicht – wer kann da schon mithalten?

Besonders interessant zu beobachten ist aber, dass in dieser kurzen Zeit Steigerungen vorhanden sind, die sich in ihrer Art und Dichte unterscheiden. Wir haben auf unserer Seite darüber berichtet, dass „Darkness“ ein Album der elektronischen Künste ist, das sich Einflüsse aus aller Welt holte – beim direkten Nachfolger „Night Shift“ verschwinden aber diese konkreten Zitate bereits. Oxytronix hat sich ein Album geschrieben, das kohärent und düster dasteht und sich von niemandem etwas vorschreiben lässt. Die Musik verschiebt sich von Electronica und Downtempo immer weiter Richtung Ambient und gewinnt dabei.

Weiterhin regieren die kurzen Ideen und Skizzen, viele Tracks lassen sich nicht länger als zwei bis drei Minuten Wirkungszeit auf den Hörer ein, danach ist alles weitere die eigene Wahrnehmung. Aber trotzdem, diese kleine Spannweite reicht aus, um aus Stücken wie „Ego Trip“ wirkungsvolle Nachtwanderungen und Gedankengänge wachsen zu lassen. Dabei ist merkbar, dass sich „Night Shift“ geschlossener gibt als seine kleinen Geschwister und mit seinem eigenen Bewusstsein extremen Bestand hat. Für alle Liebhaber des Dark Ambient und der schwarzen Electronica („Novatronix“ knall wunderbare rein) ist es auf jeden Fall eine Reise wert.

Anspieltipps:
Alone, Aquanox, Novatronix

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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