Thousand Below

Thousand Below – The Love You Let Too Close (2017)

Band: Thousand Below
Album: The Love You Let Too Close
Genre: Post-Hardcore / Emo

Label/Vertrieb: Rise
VÖ: 6. Oktober 2017
Webseite: Thousand Below auf FB

Manchmal muss es einfach raus, ungefiltert und mit voller Wucht. Und genau so klingt das Debütalbum von Thousand Below, einer frischen Band aus San Diego, die sich dem melodischen Post-Hardcore verschrieben hat. Nach einem Jahr voller Arbeit sind die Mannen bereit, ihre Lieder auf die Welt loszulassen und bereits nach wenigen Minuten von „The Love You Let Too Close“ ist klar: Hier hat sich jede Mühe gelohnt.

James Deberg macht einem den Einstieg auch leicht. Mit seinem ausdrucksstarken Gesang, den verzweifelten Schreien und emotionalen Ausbrüchen wird man sofort mit Haut und Haar in die Lieder gezogen. Geschickt werden somit zwischen treibenden Passagen voller dynamischem Alternative Rock (so erinnert „Vein“ gar an die frühen Muse) und den harten Standpunkten des Punk und Hardcore gewechselt. Thousand Below schämen sich nicht vor leichten Passagen mit Keyboard wie Thursday damals, lassen aber auch komplette Welten kollabieren wie im Titelsong.

Inhaltlich werden keine kleinen Brötchen gebacken, Thousand Below lassen auf „The Love You Let Too Close“ ihren Frust ab und behandeln Themen wie Depression, Suizidgedanken und daraus resultierende Beziehungsbrüche. Somit ist dieses Album extrem abwechslungsreich, immer ins Herz treffend und sowohl für den Tag wie auch die Nacht perfekt geeignet. Eine Platte, die sich als passenden Begleiter für die schweren Tage herausstellt und so manche dunklen Gedankengänge wieder zerstäuben kann.

Anspieltipps:
Tradition, The Love You Let Too Close, Vein

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.