The Dark Tower

Der dunkle Turm – Abschluss Stephen King Projekt 2016

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Erstaunlich schnell ging dies nun! Für den Vorsatz, alle acht Bände des „The Dark Tower“ Zyklus von Stephen King zu lesen, benötigte nur vier Monate. Diese Tage und Wochen zogen sich leider manchmal schier unendlich in die Länge, denn diese Romane stellten sich als mühsam und widerspenstig heraus. Was zuerst nach einem lockeren Lesevergnügen aussah, endete in einer mittleren Katastrophe. Schade, ich hatte mir mehr erhofft. Doch Fantasy scheint auch als Genremix und von King geschrieben nicht mein Ding zu sein. Doch genaueres lest ihr unten.

Gesamtkritik
„The Dark Tower“ ist als Zahlenspiel mehr als beeindruckend: Acht – teils überlange – Romane, geschrieben zwischen 1977 und 2011. Somit eine Jahrzehnte und Generationen überspannende Saga, alles aus dem Kopf des Horror-Meisters Stephen King. Von allen Seiten her liest man lobende Worte, Hollywood versucht sich 2017 an einer Verfilmung. Lange schon wollte ich diese Bücher selber austesten und mir das Epos zu Gemüte führen. Doch hoppla, so genial ist alles ja gar nicht.

Obwohl King besonders am Anfang überzeugende Arbeit leistet und eine faszinierende Welt erschafft, zerfällt diese jedoch schnell wieder. Der Stilmix zwischen Fantasy, Western, Horror und Sci-Fi ist zuerst frisch, dann verzettelt. Positiv ist wieder einmal anzumerken, dass King seine Charaktere perfekt beschreiben und zum Leben erwecken kann. Viele dürfen auch eine spannende Entwicklung durchmachen, so wird Roland vom Helden zur verzweifelten Nebenfigur und der Junkie Eddie wird zu einem waschechten Heroen. Lieder gibt es auch hier immer wieder Ausfälle, besonders die Figur von Susannah fand ich oft nervig. Und dieses Gefühl zieht sich durch alle Aspekte von „The Dark Tower“. King wollte zu viel, verlor sich in all seinen Einfällen und Geschichten und versuchte am Ende verkrampft alles in die geplanten Bahnen zu lenken. Somit wirken die Geschichten zu forciert, zu steif – und der Kniff, die Figur des Stephen King einzuführen ist einfach nur peinlich. Sicherlich, das Auftreten des Autors in seinem eigenen Werk ist kein neuer Trick, doch selten wurde es so schlecht ausgeführt wie hier.

Als Gesamtwerk gesehen ist „The Dark Tower“ somit von Unstimmigkeiten, Leerläufe, langweiligen Nebenschauplätzen und Löcher durchzogen. Was zuerst flott und spass zu lesen ist, wird mühsam und arbeitsintensiv. Freunde der Fantasy und ausschweifenden Erzählweise finden bestimmt viel Freude an dieser Saga, für mich war es doch zu ziellos.

Durchschnittliche Bewertung: 2.63 von 5 Punkte.


Einzelkritiken

Band 1: The Gunslinger
(2013) Der erste Band des Epos von Stephen King, eine faszinierende Mischung aus Horror, Fantasy und Sci-Fi. Sprachlich an gewissen Stellen noch nicht so gewandt wie bei seinen späteren Büchern, die Geschichte aber packt und stellt dem Leser viele Fragen. Die Antworten liefert der Band nicht, dafür Lust bald mit dem zweiten Teil weiter zu machen.
(2016) Auch beim zweiten Mal lesen macht der erste Teil der „The Dark Tower“-Saga immer noch Spass. Erstaunlich wie einfach und kurz King hier eine gesamte Welt und viele Figuren zeichnet, ohne hunderte von Seiten zu füllen. Diese Fähigkeit scheint er später etwas verloren zu haben. Auch macht die Mischung aus Horror, Western, Fantasy und Sci-Fi sehr viel Spass. Natürlich ist man am Ende ratlos, aber man weiss ja, dass noch viele Seiten folgen werden.
4 von 5

Band 2: The Drawing Of The Three
Im zweiten Teil von „The Dark Tower“ leitet King seine Geschichte ein Stück weit vom Fantasy-Horror weg und entspinnt mit „The Drawing Of The Three“ ein harter Krimi. Roland versucht verletzt und krank seine drei Helfer aus verschiedenen Zeitzonen unserer Welt zu ziehen. Mehr passiert eigentlich nicht, aber es ist dem Talent des Autors zu verdanken, dass dieser Inhalt ausreicht um 450 spannende Seiten zu füllen.
Dank den wunderbar beschriebenen Charakteren, den geschickten Zusammenhängen und vielen neuen Fragen macht auch der zweite Teil viel Spass. Das Buch ist zwar weniger mystisch, wirkt aber runder. Auch wenn es nur wie eine Überleitung zu den wichtigen Teilen wirkt.
4 von 5

Band 3: The Waste Lands
„The Waste Lands“, seines Zeichens der dritte Band in der The Dark Tower Saga von Stephen King, ist ein Meilenstein. Gunslinger Roland hat seine Helfer beisammen, die Gruppe reist durch die wilde Landschaften und landet in der zerstörten Stadt Lud. Natürlich lauern an jeder Ecke Gefahren.
Sprachlich wunderbar und im Aufbau bis zum letzten Wort durchdacht, hat King hiermit eines seiner besten Bücher geschrieben. Es treibt nicht nur die Saga vorwärts, sondern präsentiert tolle Charaktere und eine überbordende Fantasie. Sicherlich funktioniert der Roman nur wirklich in der Reihe, strahlt da aber über alle hinaus.
5 von 5

Band 4: Wizard And Glass
Stephen King war leider noch selten ein Meister der Kürze, somit gerät auch die Reihe um den dunklen Turm im vierten Band endgültig in den Strudel der hunderten von Seiten. „Wizard And Glass“ taucht dabei tief in die Vergangenheit von Roland ab und erzählt eine Abenteuergeschichte um Raub, Liebe und Hexerei.
King lässt das Buch leider stark zu einem Western verkommen und verliert etwas von der spannenden Stilrichtung. Somit hatte ich Mühe den Roman als fesselnd zu empfinden, weder Genre noch Geschichte faszinieren mich. Viel lieber hätte ich erfahren, was das Ka-Tet nun alles erlebt. Die Herkunft und Kindheit von Roland wäre auch als Schatten und Mysterium passend gewesen. Das Buch ist für mich der bisherige Tiefpunkt in der Saga, kann am Ende mit der Oz-Parabel aber wieder punkten.
3 von 5

Band 5: Wolves Of The Calla
So langsam nervt mich King mit seinem dunklen Turm endgültig. Anstatt die interessante und vielschichtige Hauptgeschichte voran zu treiben, verliert er sich im fünften Band der Reihe in langweiligen und zähen Nebenfiguren und Randereignissen. Das bisher längste Buch der Saga ist nicht nur schwach erzählt, sondern auch sprachlich oft nervig. So werden Phrasen und Kunstwörter bis zum Erbrechen wiederholt. Ebenfalls ist es nicht faszinierend sondern stümperhaft, scheinbar wichtige Details wie die Zahl 19 auf fast jeder Seite zu erwähnen und in das Buch einzubringen. Natürlich ist es faszinierend, dass er nun „Salem’s Lot“ und somit seine sonstige Romanwelten in die Geschichte einflechtet und dazu unsere Realität plötzlich im Buch erscheinen lässt. Doch diese wenigen positiven Aspekte gehen unter der Last der tausenden von Wörtern über doofe Bewohner von Calla und ihren hirnrissigen Dialekt unter. Es ist immer ein sehr schlechtes Zeichen, wenn man fast ein komplettes Buch überspringen könnte und trotzdem von der Geschichte nichts wichtiges verpasst.
2 von 5

Band 6: Song Of Susannah
You write true. I say f*ck ya.
Dieses Buch ist so schlecht, dass eine Veröffentlichung wohl nur geschah, weil der Autor Stephen King heisst. „The Dark Tower“ verkommt langsam zu einer mühsamen Pflichtübung, die Geschichte verläuft wackelig auf Bahnen, die vor Jahrzehnten zu Recht gelegt wurden und nun ohne Kompromisse begangen werden. So ist es einfach nur billig und zum Fremdschämen, wenn King sich als handelnde Figur ins Geschehen einbringt, mit Mina plötzlich aus dem Nichts eine neue Persönlichkeit von Susannah herbeizaubert, den verdammten Dialekt seitenweise ausschlachtet und konstant von der Nummer 19 schreibt. Ja, ich habe es begriffen: Die Nummer ist wichtig, Ka und Ka-Tet sind zentrale Elemente. Aber dies muss nicht alle fünf Seiten wiederholt werden, und man darf eine Geschichte auch mal anpassen oder umschreiben. Diese Saga wird immer verwirrender, sinnloser und zäher – ein Buch, das nur ermüdet – auch weil King scheinbar seine eigenen Rätsel nicht beantworten kann oder gar wieder vergessen hat.
2 von 5

Band 7: The Dark Tower
Da sind wir nun also, am Ende der Reise und vor dem dunklen Turm. Und was bleibt? Ein bitteres Gefühl, ein entnervter Zustand und die typischen Stephen King Krankheiten. Doch beginnen wir von vorne:
Was bei „The Gunslinger“ als kurzweiliger Genremix begann, der auf wenigen Seiten eine faszinierende Magie entfaltete, verlor sich immer mehr in sinnleeren Nebengeschichten und ewig langen Texten über nichts. King versuchte krampfhaft, mit „The Dark Tower“ ein Epos auf die Beine zu stellen, das alles in den Schatten stellen sollte. Leider zeigt es vor allem seine Schwächen als Autor auf.
Der abschliessende Band „The Dark Tower“ ist somit wiederum viel zu lange geraten, beantwortet entscheidende Fragen nicht, hält sich mit Nebensächlichkeiten und neuen (langweiligen) Figuren auf, versucht erneut, den Autor selber als Charakter hoch zu halten und zerfällt am Ende dann komplett. Gewisse Passagen machen zwar wieder viel Spass, als Ganzes funktioniert das Buch aber nicht wirklich. Die Geschichte nervt, wird – durch verkrampft festgelegte Punkte – unübersichtlich und wirr und schliesst die Saga überschnell und plump ab.
Schade, diese Reise war es für mich nicht wert beschritten zu werden.
3 von 5

Band 8: The Wind Through The Keyhole
Wenn Stephen King noch etwas zu sagen hat, dann macht er es auch richtig – in Buchform und ausgearbeitet. Somit serviert der Autor uns allen mit diesem Roman noch eine letzte Episode aus der Saga des dunklen Turms. Eingepasst zwischen Band 4 und 5 vermochte das Buch meine Aufmerksamkeit nur wenige Seiten zu tragen. Dabei hätte man den Inhalt so viel passender präsentieren können.
Das Hauptproblem besteht darin, dass King in diesem Buch drei Geschichten ineinander verschachtelt, und diese somit minderwertig aufstellt. Der Roman gaukelt uns vor, weitere spannende Abenteuer von Roland und seinem Ka-Tet zu erzählen, dies dient aber auf wenigen Seiten nur dazu, eine Geschichte aus Rolands Kindheit zu präsentieren. Doch auch diese Erzählung wird nach wenigen Seiten unterbrochen und man kämpft sich durch über 160 Seiten, bestehend aus einer komplett irrelevanten und mediokren Sage. Das trägt nichts zur Geschichte des dunklen Turms bei, noch ist dieses Märchen besonders interessant. Die Leselust verging mir somit sehr schnell.
Wieso hat King diese Kurzgeschichten nicht losgelöst gesammelt und dann als „Weitere Geschichten und Sagen aus der Welt des dunklen Turms“ präsentiert? Das wäre ehrlicher gewesen und hätte keine falschen Hoffnungen geweckt. Somit ist dieses Buch eigentlich überflüssig und vergreift sich sogar teilweise in der Charakterisierung gewisser Figuren. Schade lieber Stephen, vielleicht ist Mid-World doch keine Umgebung für dich.
Ein Punkt scheint vielleicht ungerechtfertig für den Inhalt und Schreibstil – doch das Buch hat mich von Anfang bis Ende nur enttäuscht und nie Lesespass generiert. So etwas unter dem Banner „The Dark Tower“ zu publizieren ist eine Frechheit.
1 von 5

Danke und tschüss. Stephen King wird nun für einige Zeit im Regal liegen gelassen, Fantasy wohl für immer. Autsch. Auf den Film freu ich mich, wegen den Schauspielern, trotzdem.
Und wie erging es euch so?

Media Monday #250

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250, was für eine Zahl! Der Lückentext vom Medienjournal feiert Jubiläum. Gratis Bier für alle!

1. Die Situation, in der sich Daenerys in der fünfte Staffel von „Game Of Thrones“ befindet, ist ja eigentlich dieselbe wie schon immer zuvor. Warum wird diese Geschichte nur so schleppend erzählt? Schliesslich ist Emilia Clarke einer der Hauptgründe um die Sendung zu schauen.

2. Den genaue Verlauf der Geschichte bei der Pilotfolge von „How To Get Away With Murder“ konnte ich nicht erfassen, schließlich musste ich zuerst begreifen, dass immer die Zeitebene gewechselt wird. Doch schon nach wenigen Episoden ist klar: Diese Serie macht Spass und ist toll.

3. Für das Erlernen von Instrumenten, Bandgründung und Welteroberung hätte ich ja gerne die Zeit und Muße, aber meine Gitarre bedeckt sich immer stärker mit Staub. Schreibe ich wohl deswegen über Musik? Schliesslich sind alle Journalisten in diesem Bereich doch verkappte Musiker, oder?

4. Dass es sich bei den meisten Filmen um eine Adaption handelt, ist etwas schade. Wo bleibt da die Originalität von Hollywood? Und nein, immer diese sinnleeren Vergleiche zwischen Buch und Film zu machen nervt.

5. Ich hatte ja keine hohen Erwartungen bei/an den letzten Band von „The Dark Tower“, doch bereits nach 200 Seiten nervt mich das Buch wieder und die Geschichte verliert sich in uninteressanten Nebensächlichkeiten. Aber bald ist diese Tortur ja überstanden.

6. Es macht mich regelrecht nostalgisch, wenn ich Filme sehen, bei denen das Drehbuch von Ben Affleck und Matt Damon geschrieben wurde. Denn diese Streifen atmen immer den Zeitgeist vergangener Jahrzehnte und unterhalten mit der Spielfreude der jungen Herren. So auch „The Good Will Hunting“, ein wahrlich toller Film.

7. Zuletzt habe ich At The Drive-In in Lausanne live erlebt und das war unglaublich mitreissend und emotional, weil das Konzert von der ersten Sekunde an total wild war. Der gesamte Saal im Les Docks wurde ein Pit, die Energie der Band übertrug sich sofort auf die Zuschauer. Welcome back boys!

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Media Monday #246

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Die Mitte des Monats ist erreicht, doch ein Ende bei den Lückentexten vom Medienjournal ist nicht abzusehen. Gut so.

1. Meine größte Passion ist ja zurzeit die Mitarbeit bei ArtNoir, dem Online-Musikmagazin. Dank dieser Plattform erhalte ich nicht nur Zugang zu vielen neuen Alben und tollen Konzerten, sondern lerne immer wieder neue und super Menschen kennen. Die Musik beschränkt sich somit nicht mehr nur auf den eigenen Konsum, sondern viel stärker auf den Austausch und die Weitergabe der Emotionen. Und bald kommt etwas Tolles auf euch zu, seid gespannt.

2. Gerade „Cooked“ finde ich ja ungemein faszinierend, weil Netflix hier nicht einfach eine weitere Dokumentationsserie über das Kochen produziert hat, sondern einen sehr tiefen Blick in Ernährung allgemein bietet. Michael Pollan untersucht Essen und Nahrungsmittel anhand der vier Elemente und scheut dabei auch nicht vor politischer Kritik zurück. Hier lernt man keine neuen Rezepte, sondern was es heisst, sich als Mensch zu ernähren.

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3. Die Saga „The Dark Tower“ hat mich dahingehend enttäuscht, dass Autor Stephen King ab dem vierten Band der Reihe sich völlig in unnötigen Nebengeschichten, langweiligen Wiederholungen und schlechter Sprache verliert. Momentan hadere ich mit „Wolves Of The Calla“ und bin dabei in das Schema des Querlesens abgedriftet. Hoffentlich steigert sich die Qualität bei den übrigen zwei Büchern wieder, auch wenn die Würze wohl nie mehr in der Kürze liegt.

4. Ein erstes Highlight im noch jungen Jahr war für mich aus filmtechnischer Sicht der Besuch des FIFF (Festival International de Films de Fribourg). Obwohl meine Freundin und ich nur einen Tag in der Stadt verweilten und uns zwei Filme zu Gemüte führten, war die Präsentation und das Thema „Frau“ wunderbar. Besonders eindrücklich war der Dokumentarfilm „He Named Me Malala“, über die junge Aktivistin Malala Yousafzai aus Pakistan. Ihr Kampf für Schulbildung für alle Mädchen auf dieser Welt ist faszinierend und mitreissend. Was für eine intelligente und gütige Person.

5. Will Arnett hat bis jetzt eine vielversprechende Karriere hingelegt, schließlich überzeugte er als wunderbar doofer Magier in „Arrested Development“, als Batman in „The Lego Movie“ und jetzt auch als Chip in seiner eigenen Serie „Flaked“. Dabei mischt er die Themen und Stimmung von „Bojack Horseman“ mit der Sonne von Venice Beach. Diesen Humor mag ich sehr. Und Arnetts Stimme sowieso!

6. Wenn Zeit/Geld kein Problem wäre(n), wäre es ja mein Traum, die Welt noch viel mehr zu erkunden. Städte und Länder zu bereisen, über die ich bisher nur gelesen habe, dazu meinen Blog weiterführen und die Musik in diesen Gebieten erforschen. Vielleicht sollte ich mir dazu ein Reisebüro als Sponsor suchen. Oder einfach eine Band auf ihrer Tour begleiten.

7. Zuletzt habe ich „99 Homes“ gesehen und das war überraschend gut, weil der Film das Thema der Immobilienkrise in den USA aus einer interessanten Perspektive zeigt. Und dank Michael Shannon und Andrew Garfield zwei wunderbare Hauptdarsteller auffährt. Ein Film der wohl bei allen unter dem Radar vorbeizog.

Media Monday #236

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Etwas spät erscheint nun diese Folge des Media Monday, den korrekten Tag hab ich wegen meines Aufenthaltes in Marrakech verpasst. Weitere Teilnahmen findet ihr beim Medienjournal.

1. Um euphorisch und gutgelaunt ins neue Jahr zu starten, kann ich euch den Soundtrack zu dem Tagestreiben auf dem Platz Jemaa El-Fnaa in Marrakech nur empfehlen, denn die Mischung aus angeregten Gesprächen, Trommel und Tröten, Schlangengezische und Pferdegewieher, Musikgruppen und Marktschreier verbreitet nicht nur sommerliche Stimmung, sondern laden fröhlich ins 2016 ein.

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2. Neujahrsvorsätze schön und gut, aber hinsichtlich Filmen/Büchern/etc. habe ich mir vorgenommen weiterhin alles interessante oder hoffentlich ansprechende aufzusaugen. Zu „Rogue One“ wird jetzt schon hin gefiebert, „Batman V. Superman“ und „Captain America – Civil War“ sollen sofort erscheinen.
Bücher habe ich mir noch keine fünf spezifische Titel vorgenommen, dies folgt aber noch. Auf Goodreads liegt die Messlatte dieses Jahr bei 80 Bücher, ebenso nehme ich an der „The Dark Tower„-Challenge teil.
Musikalisch seht ihr ja dann, was alles so konsumiert wurde.

3. Obwohl die Filme von Adam Sandler als Komödie vermarktet werden, muss ich ja sagen, dass ich seine „Kunst“ als Müll und nicht Witz betrachte. Auch dieser Pseudo-Western auf Netflix scheint unter aller Sau zu sein und wird von mir weder angeklickt, noch auf eine Liste gestellt.

4. „Clerks“ hatte ich beinahe schon vergessen, bis ich gestern meine Netflix-Liste durchstöberte und auf diesen Kultstreifen stiess. In Schwarzweiss, mit wenig Geld und dafür umso mehr Herz erzählt der Film eigentlich nichts, und doch das einfach Leben. Kevin Smith trifft die Emotionen wunderbar – und die Nebenfiguren sind herrlich doof.

5. Für „Star Wars“ schlägt mein Fan-Herz, seit ich etwa 8 oder 9 Jahre alt war. Dank dem neuen Kinofilm ist diese Liebe wieder erstarkt, dank einem wundervollen Streaming-Anbieter wagte ich mich nun auch an „The Clone Wars“. Die Animationsserie ist allerdings etwas zu stark auf das junge Publikum zugeschnitten und verfügt für mich über zu wenig Tiefe. Doch endlich das Bindeglied zwischen Episode II und III anschauen zu können, macht auf jeden Fall Laune.

6. Nicht nur aus nostalgischen Gründen würde ich gerne mal wieder auf einem dieser Schaukelautomaten fahren. Ein Franken / Euro einwerfen, den wilden Ritt geniessen. Doch ob diese Autos, Flugzeuge oder Metallpferde mein Gewicht noch aushalten? In Marokko hab ich mich nicht getraut.

7. Zuletzt habe ich „Beasts Of No Nation“ angeschaut und das war extrem hart und berührend, weil die schonungslose Darstellung der Kindersoldaten in den Konflikten in Westafrika realitätsnah war. Der erste Originalfilm von Netflix ist grossartig produziert und gedreht, die Geschichte reisst mit, doch irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Will der Film nun die globalen Punkte mit einbeziehen, oder will er sich auf die menschliche Seite und Individuen beschränken? Ein wichtiges Stück bewegte Bilder ist der Film aber auf jeden Fall.

Der dunkle Turm | Stephen-King-Projekt 2016

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Lesefreunde und Bücherratten,

LeseBlick und Zeit für neue Genres haben ein Projekt für das Jahr 2016 gestartet, welches ich euch ans Herz legen möchte. Inhalt und Aufgabe: Lest die Reihe “Der dunkle Turm” von Stephen King um dann 2017 für die Kinofilme bereit zu sein. Das Projekt dauert vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016, also genügend Zeit um die acht Bücher zu verschlingen.

Vor einiger Zeit habe ich alle Bücher zu einem guten Preis ersteigert und nun die Englischen Ausgaben vorliegend. „The Gunslinger“ hab ich schon gelesen, allerdings werde ich es für dieses Projekt mir noch einmal zu Gemüte führen. Die Details der Handlung sind in meinen Erinnerungen ziemlich wage.

Der Zyklus:
The Gunslinger (Schwarz)
The Drawing Of The Three (Drei)
The Waste Lands (Tot)
Wizard And Glass (Glas)
The Wolfs Of Calla (Wolfsmond)
Songs Of Susannah (Susannah)
The Dark Tower (Der Turm)
The Wind Through The Keyhole (Wind)

Natürlich wird es regelmässig Updates zu diesem Projekt geben und ich werde meinen Lesestand mit euch teilen. Gerne dürft ihr mir auch via Goodreads folgen und da über das Gelesene diskutieren.
Na, wer macht mit?