Star Wars

Media Monday #251

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Hoffen wir jetzt bereits auf die 500? Wie auch immer, nach den Festlichkeiten geht es beim Medienjournal gewohnt weiter. Von meiner Seite mit kleiner Verspätung, weilte ich doch für ein paar Tage in Berlin.

1. Enttäuschung drückt nicht annähernd aus, was ich empfand, als ich in Berlin im Lego Store stand und all diese wunderschönen „Star Wars“-Sets betrachtete – und dann doch mit leeren Händen den Laden verliess. Was man nicht alles für die Vernunft macht.

2. Wenn andere so über Vinyl reden, dann höre ich meist gespannt zu. Auch bei diesem netten Kurzbericht über den Record Store Day von RBB sieht man liebe Menschen und das freudige Glänzen in den Augen. Man sieht mich übrigens ganz kurz beim furchtlosen Suchen nach Schätzen.

3. Manchmal fragt man sich ja, was die Verantwortlichen sich bei der Auswahl der Filmtitel denken, wie etwa bei „Miss You Already“, der in Deutschland wunderschön und prägnant mit „Im Himmel trägt man hohe Schuhe“ übersetzt wurde. Ja klar, weil ein Film der eher weibliches Publikum anspricht, muss ja mit Mode in Verbindung gebracht werden. Auch wenn dies dem eigentlich Inhalt komplett vorbei zielt und nun nach einem doofen Groschenroman klingt.

4. Bei historischen Stoffen werde ich meist nicht sehr aufgeregt. Doch zu erfahren, was die Muster und Farben auf den handgeknüpften Teppichen des Berber-Volkes in Marokko bedeuten, das war schon sehr spannend. Der Museumsführer machte daraus dann auch gleich ein kleines Quiz, meine Freundin und ich schlugen uns nicht einmal so schlecht.

5. Vom Set-Design her sind die klassischen James Bond Filme ja immer noch grossartig und wegweisend. Ken Adam war ein Visionär und schuf architektonische Meisterleistungen.

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6. Eines der wohl meistbemühten Klischees ist es ja wohl, dass man als Tourist immer nur den bekannten Markenketten und Fast Food Restaurants hinterher rennt. So war es ein wunderbar schlimmes Bild, am Alexanderplatz Leute mit Primark-Taschen aus dem Vapiano kommen zu sehen. Da gehe ich lieber in kleine Geschäfte und tolle Restaurants in Nebenstrassen.

7. Zuletzt habe ich vor der Reise nach Berlin „Snowpiercer“ geschaut und das war genau so wie ich es mir erhofft hatte, weil der Film sich nicht nur neben den Genrekonventionen bewegt, sondern aufzeigt, dass Comicverfilmungen anders aussehen können. Und gewisse Schauspielerinnen laufen echt zu Höchstform auf.

Media Monday #236

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Etwas spät erscheint nun diese Folge des Media Monday, den korrekten Tag hab ich wegen meines Aufenthaltes in Marrakech verpasst. Weitere Teilnahmen findet ihr beim Medienjournal.

1. Um euphorisch und gutgelaunt ins neue Jahr zu starten, kann ich euch den Soundtrack zu dem Tagestreiben auf dem Platz Jemaa El-Fnaa in Marrakech nur empfehlen, denn die Mischung aus angeregten Gesprächen, Trommel und Tröten, Schlangengezische und Pferdegewieher, Musikgruppen und Marktschreier verbreitet nicht nur sommerliche Stimmung, sondern laden fröhlich ins 2016 ein.

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2. Neujahrsvorsätze schön und gut, aber hinsichtlich Filmen/Büchern/etc. habe ich mir vorgenommen weiterhin alles interessante oder hoffentlich ansprechende aufzusaugen. Zu „Rogue One“ wird jetzt schon hin gefiebert, „Batman V. Superman“ und „Captain America – Civil War“ sollen sofort erscheinen.
Bücher habe ich mir noch keine fünf spezifische Titel vorgenommen, dies folgt aber noch. Auf Goodreads liegt die Messlatte dieses Jahr bei 80 Bücher, ebenso nehme ich an der „The Dark Tower„-Challenge teil.
Musikalisch seht ihr ja dann, was alles so konsumiert wurde.

3. Obwohl die Filme von Adam Sandler als Komödie vermarktet werden, muss ich ja sagen, dass ich seine „Kunst“ als Müll und nicht Witz betrachte. Auch dieser Pseudo-Western auf Netflix scheint unter aller Sau zu sein und wird von mir weder angeklickt, noch auf eine Liste gestellt.

4. „Clerks“ hatte ich beinahe schon vergessen, bis ich gestern meine Netflix-Liste durchstöberte und auf diesen Kultstreifen stiess. In Schwarzweiss, mit wenig Geld und dafür umso mehr Herz erzählt der Film eigentlich nichts, und doch das einfach Leben. Kevin Smith trifft die Emotionen wunderbar – und die Nebenfiguren sind herrlich doof.

5. Für „Star Wars“ schlägt mein Fan-Herz, seit ich etwa 8 oder 9 Jahre alt war. Dank dem neuen Kinofilm ist diese Liebe wieder erstarkt, dank einem wundervollen Streaming-Anbieter wagte ich mich nun auch an „The Clone Wars“. Die Animationsserie ist allerdings etwas zu stark auf das junge Publikum zugeschnitten und verfügt für mich über zu wenig Tiefe. Doch endlich das Bindeglied zwischen Episode II und III anschauen zu können, macht auf jeden Fall Laune.

6. Nicht nur aus nostalgischen Gründen würde ich gerne mal wieder auf einem dieser Schaukelautomaten fahren. Ein Franken / Euro einwerfen, den wilden Ritt geniessen. Doch ob diese Autos, Flugzeuge oder Metallpferde mein Gewicht noch aushalten? In Marokko hab ich mich nicht getraut.

7. Zuletzt habe ich „Beasts Of No Nation“ angeschaut und das war extrem hart und berührend, weil die schonungslose Darstellung der Kindersoldaten in den Konflikten in Westafrika realitätsnah war. Der erste Originalfilm von Netflix ist grossartig produziert und gedreht, die Geschichte reisst mit, doch irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Will der Film nun die globalen Punkte mit einbeziehen, oder will er sich auf die menschliche Seite und Individuen beschränken? Ein wichtiges Stück bewegte Bilder ist der Film aber auf jeden Fall.

Media Monday #235

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Zum letzten Mal in diesem Jahr, ein gefüllter Medienrückblick. Hier findet ihr alle Mitmachende beim Medienjournal.

1. Mein schönstes Weihnachtsgeschenk dieses Jahr wie immer: Die freien Tage, die Zeit mit lieben Menschen, die tausenden von Franken die sie mir bezahlen müssen. Muahahaha.. Nicht? Och..

2. Von Peter Gabriel würde ich in 2016 ja gerne mehr hören, denn seit unendlich langen Jahren ist sein nächstes Album angekündigt. Doch wie immer bei diesem Künstler dauert alles etwas länger. Die ersten Ideen wurden nach viel Aufwand und Energie scheinbar komplett über den Haufen geworfen. Was jetzt genau kommt, weiss nur der Meister selber. Infos zu „I/O“ gibt es bei Wikipedia.

3. Für die letzten Tage des Jahres habe ich mir vorgenommen, meine Netflix-Liste etwas abzuarbeiten. Wobei meine ersten Griffe in die Kiste älterer Filme eher unglücklich waren. „Demolition Man“ hat seinen Reiz und den Anspruch über die Jahre komplett verloren. Vieles an diesem Actioner ist heutzutage einfach nur noch lächerlich.

„Doberman“ ist, wie man es sich von solchen Französischen Produktionen gewohnt ist, total überzeichnet und aufgeregt. Die Geschichte ist doof, die Schauspieler nervös und die Kameraführung extrem verspielt. Aber irgendwie geht es am Schluss dann doch auf, der Film ist amüsant.

4. Mein persönliches Highlight (in medialer Hinsicht) war 2015 „Mad Max Fury Road“ mit seinem handgemachten Wahnsinn und Steven Wilson mit seiner wunderschönen Buch-Edition von „Hand. Cannot. Erase“. Denn bei diesem edlen Set wird nicht nur das Artwork des Albums erweitert, die Geschichte hinter den Songs erhält eine viel grössere Tiefe. Zusätzlich liegen dem Buch noch Karten und Briefe bei.

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5. Wohingegen ich 2015 auf lieblose Präsentation gewisser Alben getrost hätte verzichten können, denn für mich sind Cover, Gestaltung und Verpackung ein wichtiger Bestandteil von neuen Platten. Gerade im Bereich des Vinyl ist es schade, wenn sich Labels zu Billigvarianten ohne Download oder Einleger hinreissen lassen. Besonders, da diese Platten meist nicht weniger kosten als aufwändige Pressungen von Indie-Labels.

6. Dinner for One habe ich in meinem Leben einmal geschaut, und das hat dann auch gereicht. Ich fand dieses Kultfilmchen weder sonderlich unterhaltsam noch mitreissend. Und wieso sollte ich immer in der Neujahrsnacht vor einem Bildschirm sitzen? Da gibt es bessere Möglicheiten die letzten Stunden im Jahr zu verbringen.

7. Zuletzt habe ich „Star Wars Episode 7“ ein zweites Mal im Kino angeschaut und das war wunderbar, weil der Film in 2D noch viel angenehmer und hübscher aussieht. Die Geschichte blieb spannend, die Machart immer noch extrem beeindruckend. Abrams ist es wahrlich gelungen, die Sternensaga für eine neue Generation wiederzubeleben. Hach, so toll, Episode 8 kann gar nicht schnell genug ankommen.

Media Monday #234

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Nicht nur im Adventskalender lassen sich sachen entdecken und aufmachen, auch beim Lückentext vom Medienjournal.

1. Das Beste an Star Wars Episode VII war, dass alle Kinobesucher den Saal mit einem Lachen im Gesicht verliessen. Der Film ist nur unglaublich gut gemacht, hat eine nette Geschichte und super Charaktere, sondern sprüht vor Witz und Spannung. Wenn man alte Bekannte wieder trifft, mit ihnen neue Abenteuer erlebt und in Erinnerungen schwelgt, dann kann dies nur toll sein. Wundervoll auch, wenn man seinen realen Freunden nach dem Film dann schreibt und von ihnen die gleiche Begeisterung zurück kommt. So muss es sein. Und Kylo Ren ist super Bösewicht.

2. Das beste Weihnachtsgeschenk sind wie immer die freien Tage, das Entspannen und Treffen mit Freunden. Das Fest an und für sich spielt bei uns keine grosse Rolle mehr, materielle Geschenke sowieso nicht. Sollte es ja auch nicht, oder?

3. Für die zahlreichen freien Tage nächste Woche habe ich mir fest vorgenommen meine Jahres-CD endlich komplett fertig zu stellen. Immer am Ende des Jahres gibt es eine Bohli-Best-Of mit allen Songs, die mich 2015 am meisten berührt und fasziniert haben. Das herzustellen braucht nicht nur Zeit, sondern auch Geduld und kreative Einfälle. Aber wenn man endlich wieder ein paar Tage frei hat, sollte dieses Ziel erreicht werden.

4. Weihnachtsspecials zu Serien sind meist doof, erzwungen und uninteressant. Ich will keine gestellten Folgen mit Feierlichtkeiten, Moralhammer und mühsamer Atmosphäre. Darum widme ich mich lieber „The X-Files“, ist doch letzte Woche bereits die komplette Serie als Bluray bei mir eingetrudelt. Direkt hab ich meine Sichtung der vierten Staffel wieder aufgenommen und bin begeistert, wie grossartig das Bild nun ausschaut. Ein echter Gewinn!

5. Bevor das Jahr endet werde ich wohl noch viele Hirnzellen ermorden, dank dem super Trash namens „Trailer Park Boys“. Auch die zweite Staffel ist genau so herrlich doof und schwachsinnig wie die erste. Hurra Kanada.

6. 2015 habe ich ja Jovanotti voll für mich entdeckt, denn dank dem Konzert im Hallenstadion hat mich seine Musik auf einer weiteren Ebene berührt und ich bin ihm total verfallen. Da lohnte es sich doppelt, die grosse Best-Of Kiste „Backup“ von ihm in Italien zu bestellen. Nebst 7 CDs und 2 DVDs findet sich darin ein Buch und ein USB-Stick. Und auf dem Datenspeicher die komplette Discografie mit über 600 Lieder. Was für ein Mehrwert!
Wer sich von seiner Magie überzeugen möchte, hier ein Konzert.

7. Zuletzt habe ich „Master Of None“ komplett geschaut und das war unerwartet witzig, weil die Serie es schafft, einen intelligenten und gefühlvollen Humor für erwachsene zu zeigen. Die Figuren sind super gezeichnet, die Folgen kurzweilig. Danke Netflix und her mit Staffel 2.

Wilco – Star Wars (2015)

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Wilco – Star Wars
Label: Anti-, 2015
Format: Vinyl im Gatefold, mit Download, Inlay
Links: Discogs, Band
Genre: Folk-Rock, Americana

Ist dies noch neu, oder bereits ein alter Witz? Wie auch immer, das plötzliche und kostenfreie Veröffentlichen von Alben im Internet hat nun auch Wilco erreicht. Die Americana-Hoheit aus den USA stellte dieses Jahr ihre Fans mit der neunten Platte und ihrer ersten neue Veröffentlichung seit 2011 zufrieden. „Star Wars“ hat zwar nichts mit der Filmsaga zu tun, ist aber wie der neue Streifen eine angenehme und sättigende Fortsetzung der Bandgeschichte. Zwar halten sich die Mannen sehr reduziert, verlieren aber nichts von ihrem Talent.

„EKG“ eröffnet die Scheibe mit dem wunderbar nerdigen Katzencover lärmend und instrumental, Chaos und Dissonanz halten Einzug. Im Gegensatz zum Vorgänger „The Whole Love“ setzt die Band weniger auf offensichtlichen Wohlklang, sondern tapeziert ihre Melodien mit Krach. Die Lieder bleiben immer unbefangen und frisch, die Musiker halten sich in der Lauerstellung. Man hat das Gefühl, in jedem Takt und jeder Sekunde brechen die Gitarren oder das Schlagzeug aus und sabotieren die Arbeit ihrer Kollegen. Wilco verhalten sich also wie ein gezähmtes Raubtier, eines das auch Ehrfurcht durch stille Präsenz ausstrahlt. Obwohl manchmal die Knochen durchscheinen, die abgespeckte Präsentation steht der Gruppe. Ohne unnötigen Ballast wird munter musiziert, Noise und Verzerrung dringen durch. Dass dabei die Balladen und lockeren Liedchen nicht vergessen werden ist Ehrensache, aber trotzdem ist es teilweise irgendwie unbefriedigend. Man hat das Gefühl, die Stücke bleiben zum Teil etwas hinter ihren Möglichkeiten und erreichen nie den berührenden Status eines „One Sunday Morning“.

Trotzdem, „Star Wars“ macht Spass und man spürt die Sicherheit der Bandmitglieder in dieser aktuellen Besetzung. Sie haben ihre Mischung aus Folk-Rock, Lärm und amerikanischem Fernweh gefunden und versprühen dies mit Leichtigkeit. Dieses Geschenk war somit kein Schnellschuss, sondern eine überlegte Weiterführung. Jeder Wilco-Liebhaber wird auch hier seine Freude haben, Einsteiger werden vielleicht etwas die Virtuosität vermissen. Doch bei einer solchen Band ist dies Jammern auf hohem Niveau.

Anspieltipps:
Random Name Generator, Taste The Ceiling, Magnetized

Media Monday #233

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Fast wäre es eine Schnappszahl, doch man sieht auch so keine Lücken mehr. Die bietet nur der Medienjournal.

1. Mit eines der schönsten Dinge, das mir durch mein Blog widerfahren ist das finden neuer Freunde. Egal ob es weitere Blogger sind, Menschen die Musik machen oder Leute, die ich auf Konzerten kennen lernen durfte. Meine Absicht ist ja immer, Musik und Emotion mit Beiträgen zu teilen und die Leser an meinem Erlebnis teilnehmen zu lassen. Wenn sich dies auf eine persönliche Ebene ausweitet wird es nicht nur intensiver, sondern auch schöner.

2. So authentisch, wie die „Darsteller“ in „Trailer Park Boys“ eine kaputte Gemeinschaft aus Nichtstuer und Idioten dargestellt haben, bringt mich nicht nur zum lachen, sondern auch Kopfschütteln. Ich bin noch nicht sicher, ob diese billig produzierte Serie grossartig oder ultraschlecht ist. Gewisse Situationen, Handlungen und Diskussionen sind aber unglaublich witzig. So sieht man beispielsweise Julian immer mit einem Glas Rum-Cola in der Hand, immer.

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3. Während man sich die Fortsetzung(en) zu den meisten Filmen getrost hätte schenken können, hätte ich viel lieber mal einen Nachfolger zu nichts gesehen, schließlich sind die kreativen Neuideen immer interessanter als die tausenste Auflage gleicher Geschichten.

4. Ja, irgendwie weihnachtet es ja doch so langsam. Wenn ich mir dann doch mal einen Weihnachtsfilm anschauen müsste, fiele meine Wahl wohl auf „Die Hard“. Der bietet immerhin klassische Action, coole Charaktere und tolle Sprüche. Da mich Weihnachtsfilme nie interessieren und eher nerven, meide ich solche Streifen jedes Jahr. So fand ich auch „A Very Murray Christmas“ von Netflix langweilig und uninspiriert, das Christmas-Special von „BoJack Horseman“ eher durchschnitt und unter dem Niveau der eigentlichen Serie.

5. Bewusst vor dem Kinostart von Star Wars VII gestellt: Mein persönliches Kino-/Film-Highlight 2015 ist „Mad Max: Fury Road“. Kein anderer Film bewies 2015, dass man auch in einem Genre wie der Action mit handgemachten Bildern und einer hauchdünnen Geschichte blendend unterhalten kann. Und nicht nur traute sich der Film beim Zuschauer das eigenständige Denken zu fordern, sondern umgeht viele Klischeefallen und Deus Ex Machina Situationen. Der Film ist einfach nur geil!!

6. Bei der Kürze der Tage und der ständigen Dunkelheit könnte man ja beinahe missmutig werden. Weniges heitert mich zuverlässig jedes Mal auf, denn gewisse Umstände im Alltag sind gerade etwas hart. Dass ich dazu „50 Vorschläge für eine gerechtere Welt“ von Christian Felber gelesen habe, machte mich auch nicht wirklich fröhlicher. Unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem ist so schrecklich und zerstört unsere Welt schneller als gedacht. Viele Zusammenhänge haben sich mir erst durch diese Lektüre ergeben, und dadurch schwand meine Hoffnung an eine gemeinsame und faire Zukunft noch etwas mehr. Das Buch ist aber grossartig.

7. Zuletzt habe ich „Ferris Bueller’s Day Off“ angeschaut und das war unglaublich humorvoll und menschlich, weil in dem Film nicht nur der Rhythmus stimmt, sondern die Charaktere und Schauspieler alle zum in die Arme schliessen toll sind. Dazu das perfekte 80er Jahre flair, tolle Musik und eine beschwingte Geschichte.

Da konnten Episode 2 und 3 von „Star Wars“ nur abstinken. Was sind das für schlechte Filme, hölzern, billig und doof. Zum Glück haben meine Freundin und ich die Filme in der Machete-Reihenfolge angeschaut, und uns somit den Abschluss mit dem tollen „Return Of The Jedi“ unterhaltsam gestaltet.

Media Monday #232

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Hier ist er wieder, der wöchentliche Lückentext vom Medienjournal.

1. Mein Wochenende war zu einem grossen Teil im Zeichen von Star Wars. Nebst dem Lego Star Wars Adventskalender, der mir jeden Tag galaktische Spielfreude bereitet, haben meine Freundin und ich unseren Film-Countdown zu Episode 7 begonnen. „A New Hope“ und „The Empire Strikes Back“ machten am Sonntag den Anfang und ich war überrascht, wie lange ich diese Filme nicht mehr gesehen habe. Und wie genial „Empire“ doch ist, und wie viele tolle Sprüche in diesen Streifen abgefeuert werden. Schade, dass die Qualität der weiteren Filme nun nur noch abnimmt.

2.Obwohl „w/ Bob & David“ ja noch relativ neu ist, habe ich ihn im besten Sinne als altmodisch empfunden, denn in dieser Sketch-Show werden nicht nur die moralischen Werte über Bord geworfen und der Sarkasmus ausgepackt, dass es oft an Monty Python erinnert, auch wurde die Serie vor eine Live-Publikum aufgezeichnet und beginnt immer mit der Begrüssung von Bob Odenkirk und David Cross. Zwar hat Netflix nur vier Folgen produziert, doch jede Minute lohnt sich. Ich fühlte mich wunderbar unterhalten.

3. Adrianne Palicki ist auch eine dieser Schauspielerinnen, wo ich mir jedes Mal denke: Ist die jetzt nur bekannt wegen ihrem Aussehen? Denn auch als Bobbi Morse bei SHIELD trumpft sie vor allem damit auf, in engen Klamotten zu glänzen. Aber irgendwie hat sie es dann doch geschaft, mir ans Herz zu wachsen. Gerade wohl auch, weil das Ensemble super funktioniert.

4. Weihnachten rückt langsam näher, am Sonntag war Nikolaus. Ich persönlich habe keine grosse Verbindung mit dieser Zeit, habe die Chance aber doch genutzt, in Zofingen den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Der überzeugt damit, dass es viele Ess- und Glühweinstände gibt und man an jeder Ecke Freunde trifft. Natürlich fehlt auch der Kitsch nicht, doch dieser liess sich umgehen. Wie auch der Mittelaltermarkt, voller echter Felle und Leder. Yuck!

5. Sollte es jemals ein Remake zu einem der vielen Filme die ich kenne geben, werde ich wie jetzt schon darüber fluchen und Hollywood anschnautzen. Remakes sind doof, funktionieren meist überhaupt nicht und wissen dem Original nichts neues hinzuzufügen. Also, lieber neues Material und Kreativität. Schliesslich schau ich mir eh wenige Filme zwei Mal an.

6. Aus dem Stegreif drei Filme empfehlen, ob ungewöhnlich oder Mainstream, alt oder neu? Nun, da fielen mir spontan „Steve Jobs“, „Tree Of Life“ und „Stories We Tell“ ein. Weil alle drei mit den Konventionen ihrer Genres zum Teil brechen, und dabei intelligent den Zuschauer unterhalten und zum denken anregen.

7. Zuletzt habe ich die zweite Staffel von „Marvel’s Agents Of SHIELD“ gesehen und das war wunderbar flott, weil die Macher mit der Geschichte um die Inhumans nicht nur weitere tolle Aspekte des MCU hinzugefügt haben, sondern auch endlich einen passenden Ton in der Serie gfunden haben. Dass die ersten zehn Folgen noch den Kampf gegen Hydra aufzeigen ist auch ganz cool, erschien mir aber doch etwas zu repetitiv. Dafür ist Skye einfach saucool.

Media Monday #230

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Eine Abwechslung in meinen Musikkonsum bietet euch weiterhin der Media Monday. Bei Unklarheiten, bitte an den Medienjournal wenden.

1. Einer der Zeichentrickfilme meiner Kindheit/Jugend ist „The Lion King“. Damals im Kino gesehen, überwältigt. VHS gekauft, immer wieder geschaut. Von meiner Grossmutter die Filmmusik als überspielte MC erhalten, tausend Mal angehört. Mit Spielfiguren und Lego den Film zusammen mit meiner Schwester nachgespielt, erweitert. Als Erwachsener den Film zum ersten Mal im englischen Original und in 3D im Kino, immer noch berührt. Dieses Jahr die Musicalversion in Basel erlebt, total mitgerissen. Wie schön, kann sich eine Verbindung und Faszination so lange halten. Was kommt als nächstes?

2. Der neue Bond und/oder das Bond-Franchise an sich verliert sich wieder einmal in einem Strudel aus Erwartungshaltung, Erfolgsgier und Weltmacht. Man wollte so viel mit „Spectre“, erreicht aber nur eine Müdigkeitserscheinung in Hochglanzoptik. Sicherlich nett, versucht man den Geist der alten Zeiten wieder aufzuerstehen, doch mit einem gelangweilten Daniel Craig und einer Möchtegern komplizierten Geschichte um Nichts klappt dies nicht.

3. Überall das „Star Wars“ Logo darauf zu pappen wirkt auf mich wie ein recht plumper Kunstgriff, um mit dem neuen Film möglichst viele Milliarden zu scheffeln. Und ja, es funktioniert. Auch bei mir. Und es war bei dieser Saga ja schon immer so. Aber was freue ich mich darauf, die Türchen von meinen Lego Star Wars Adventskalender zu öffnen. Fast wäre ich auch in die Falle getappt und hätte die PS4 im Darth Vader Look gekauft, inklusive „Battlefront“. Doch dann kam mir wieder in den Sinn, dass ich nie spiele und 400.- CHF doch nicht sehr wenig ist.

4. Von der anfänglichen Faszination für „The Hunger Games“ ist bei mir nicht mehr viel übrig geblieben. Waren Film eins und zwei noch unterhaltsam, gut gemacht und spannend, vermieste mir das Zweiteilen des dritten Bandes ein wenig die Stimmung. Nach den durchwachsenen Kritiken zu „Mockingjay Part 1“ hab ich mir den Kinobesuch gespart. Und den zweiten Teil zieht wohl genau so schnell an mir vorbei. Schade um Jennifer Lawrence, und Philip Seymour Hoffman.

5. Die Bücher zu „A Song Of Fire And Ice“ würden mich ja schon reizen, doch die vielen Figuren, Schauplätze und Hinweise auf vergangene Geschehnisse, machen das Lesen eher zu einer Arbeit. „A Game Of Thrones“ ging einigermassen leicht, da ich das Buch nach der ersten Staffel der TV-Serie durchgemacht habe. Aber für alle weiteren Romane ist mir die Zeit irgendwie zu schade, besonders da ich diese klassische Fantasy eigentlich überhaupt nicht mag.

6. David Tennant hat ja schon in zahlreichen Serien mitgewirkt, jedoch in „Jessica Jones“ als Bösewicht Kilgrave konnte ich ihn mir zum ersten Mal genauer betrachten. Und er macht seinen Job absolut grossartig. Wie alle anderen beteiligten an der Serie. Netflix und Marvel haben es nach „Daredevil“ bereits zum zweiten Mal geschafft, ein frisches und düsteres Kapitel mit intelligenter Geschichte und glaubwürdigen Charakteren zu erschaffen. So machen „Helden“ Spass.

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7. Zuletzt habe ich mein erstes Interview mit einem Musiker in echt geführt und das war unerwartet angenehm, weil sich der Künstler gut gelaunt und redefreudig zeigte. Da wir nicht mit den üblichen Fragen ein kurzes Hin und Her veranstaltet haben sondern ein Gespräch zum losen Thema „First Contact“, war es sehr interessant. Auch toll,  den Typen wenigen Stunden danach auf der Bühne zu erleben. Das Konzert erhielt nun plötzlich eine persönlichere Ebene. Ach ja, es war Chris Corner von IAMX.

Media Monday #226

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Neuer Montag, neues Medienglück. Der Journal-Blog stellt wieder immer die Lücken zur Verfügung.

1. Die Ankunft von Marty McFly am 21. Oktober 2015 war ja eine echt witzige Situation, da man nun direkt Gegenwart und Vergangenheit vergleichen konnte. Wobei, eigentlich Gegenwart und Zukunftsvorstellung, oder doch Retrofuturismus und Zeitgeist? Ach, solche Zeitreisen verwirren auch dann noch, wenn sie abgeschlossen sind. Trotzdem hab ich an dem Tag weder die Filme geschaut, noch einen Event besucht. Aber gefreut hab ich mich natürlich.

2. Schier alle anderen Zeitreisende hingegen brauchen bitte nicht wieder zurückkommen, schließlich sind weder die Geschichten toll wenn sie wiederholt werden (siehe Terminator und all die sinnlosen Wiederbelegungen), noch will ich immer Fortsetzungen sehen. Ausser von Marvel, aber das ist halt blindes Fanverhalten. Und von Star Wars.

3. Und als die Karten für den siebten Star Wars Film vorbestellbar waren hab ich dies auch sogleich getan (eigentlich meine Freundin auf meinen Befehl *hust*). Wir werden nun am 17. Dezember pünktlich im Kinosaal sitzen und den Film in Originalton und (leider) mit 3D-Effekt abfeiern. Ich kann es kaum erwarten, und erlebe hiermit auch eine Premiere: Noch nie zuvor hab ich zwei Monate vor der Vorführung Eintrittskarten für einen Kinofilm gekauft. Aber wieso auch nicht, Star Wars rechtfertigt dies auf jeden Fall.

4. Der Trailer nämlich hat mich restlos begeistert. Auch beim fünften Anschauen, auch als Trailer nur mit der wunderschönen Musik von John Williams. Wunderbar ist auch, dass weder die Handlung noch wichtige Wendungen verraten werden. Sicherlich kann man sich nun einiges zusammenreimen, doch dies wird dann vielleicht im Kinosaal gleich wiederlegt. So muss es sein, so bewirbt man einen Film.

5. Viel mehr freue ich mich allerdings zuerst auf „Spectre“, werd ich mir den neusten Bond doch am Mittwochabend in London auf der IMAX-Leinwand zu gemüte führen. Ja, die grösste Leinwand in Grossbritanien. Ja, eine Woche vor Filmstart in der Schweiz. Ja, London. Hurraaaa!

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6. Und dann wäre ja noch der Horroctober, der sich dem Ende zu neigen beginnt. Für Halloweenhabe ich wie jedes Jahr nichts geplant. Dieser Brauch interessiert mich nicht, ich verkleide mich nicht gerne und gehe auch nicht an diese Partys. Da ich am 31. Oktober sowieso Abends von London zurückfliege, kann ich all diese Gebräuchlichkeiten umgehen.

7. Zuletzt habe ich für das Kapitän Platte Festival Bielefeld besucht und das war wieder einmal ein Wochenende voller Freude, weil an diesen Konzertabende immer viele neue Freundschaften entstehen, alte gefestigt werden und man einfach ungezwungen Musik mit Leuten geniessen kann. Mehr hierzu natürlich in Kürze auf meinem Blog.

Media Monday #225

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Ja ich weiss, Dienstag ist nicht der neue Montag. Aber dank Bono und seinen Freunden, habe ich erst heute Zeit, die Fragen des Medienjournal zu beantworten.

1. Mit den Filmen von Michael Bay kann man mich ja echt jagen, denn seine Streifen sind seelenlose, intelligenzbeleidigende Blendwerke. Hauptsache Amerikaflaggen und Explosionen, dazwischen viel Werbung für den Konsumswahnsinn und halbnackte Frauen. Wieso aber gerade eine solche schreckliche Filmreihe wie „Transformers“ Milliarden einspielt kann ich mir nicht eklären. Ausser mit dem Satz einer grossen Denkerin: „Menschen. Die haben keine Ahnung.“
Und dann noch diese zwei schrecklichen Schauspieler gemeinsam in einem Film:

2. Der (neue) Trailer zu „Star Wars – The Force Awakens“ ist einfach nur GENIAL!! Mein Gott was für ein unbeschreibliches Gefühl. Der Film wird so ein Traum.

3. „Cargo“ braucht sich nicht vor einschlägigen Genre-Vertretern zu verstecken, schließlich ist der Schweizer Sci-Fi Film echt hübsch anzusehen, unterhaltsam und mit Spannung versehen. Auch wenn die Geschichte keinen Innovationspreis gewinnt, ist es doch schön zu wissen, dass dieses kleine Land auch fähig ist, internationale Filme zu produzieren.

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4. Während mir „X-Men“ sowie „X2“ ja noch richtig gut gefielen, war deren Nachfolger „X-Men: The Last Stand“ eine echte Vergewalting des  erbauten Universums. Brian Singer fehlte leider wegen seinem schlechten Film über Superman und Brett Rattner setzte den Karren in den Sand. Fehlende Charaktere, schlimme Storyentscheidungen und den wohl bösesten Kontinuitätsfehler den mir im Kino je aufgefallen ist: Beim Angriff von Magneto  während eines Szenenschnittes plötzlich Nacht. Zeit ist aber keine vergangen. Ähm ja? Da hilft auch Anna Paquin nicht.

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5. Der Horroctober ist im vollen Gang. Ich für meinen Teil widme mich aber eher ungruseligen Sachen. Für die nötige Portion Spannung sorgt aber unregelmässig „The X-Files“. Mein Fortschritt ist Staffel 4, somit wird es wohl sehr eng, die gesamte Serie bis im Januar durchgeschaut zu haben. Spass macht es trotzdem und die Vorfreude auf das neue Material steigt.

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6. Von der Bildsprache her ist „The Cell“ ein grossartiger Film, denn mit den albtraumhaften Bilder, die das Gedankenleben eines Serienkillers darstellen, hat Tarsem Singh sogar kaschiert, dass die Geschichte eher doof ist, und Jennifer Lopez mitspielt. Und dann diese Szene:

7. Zuletzt habe ich die Ausstellung „Star Wars Identities“ in Köln besucht, und das war echt toll und spannend, weil hier nicht nur das Universum von Star Wars vorgestellt wird, sondern man unzählige Requisiten, Modelle, Kostüme und Zeichnungen der Filme und Serien betrachten kann. Alles original und direkt aus dem Archiv von Lucasfilms, versehen mit Kommentaren und Erklärungen. Da schläft das Fanherz höher.
Begleitet wird die Ausstellung von der Möglichkeit, sich seinen eigenen Charakter für Star Wars zu erstellen. Dazu werden an zehn Terminals Fragen zu Herkunft, Aussehen, Denkensweise, Eigenschaften und moralischen Entscheidungen gestellt. Somit bietet die Ausstellung auch jungen Menschen einen spielerischen Zugang zu psychologischen Fragen und die Bedeutung, was Mensch sein eigentlich heisst. Unterhaltung und Bildung in einem, wunderbar kombiniert. Und wenn man am Ende vor dem originalem Kostüm von Darth Vader steht, macht dies echt total Eindruck!

Bis am 17. November ist die Ausstellung noch in Köln, zwischen 18. Dezember 2015 und 16. April 2016 dann in Wien.

Star-Wars-Identities