Mixtaped Monk

Mixtaped Monk – Tales From A Distant Galaxy (2017)

Band: Mixtaped Monk
Album: Tales From A Distant Galaxy
Genre: Electronica / Experimental

Label/Vertrieb: Eigenveröffentlichung
VÖ: 21. September 2017
Webseite: Mixtaped Monk auf FB

Als wir den weltallbereisenden Mönch zum letzten Mal antrafen, da war er mit Cousin Silas auf Wanderschaft, liess uns alle in elektronische Wohlklängen baden und lieferte den „Soundtrack To Your Own Fantasy„. Für das vierte, wieder instrumentale Album „Tales From A Distant Galaxy“ von Mixtaped Monk darf man nun in die Geschichte einer Figur eintauchen, die sich Lichtjahre von uns entfernt so abgespielt haben könnte oder noch abspielen wird. Erneut werden diverse Stilrichtungen zu einem gelungenen Album zusammengefügt, bereit, um von unseren Gedanken belebt zu werden.

Mixtaped Monk weiss genau, wie man die Reize der menschlichen Fantasie auslöst und wie dazu Keyboardflächen und sanfte Gitarren der Geschichte ihre Dienste erweisen. Ob sich das Album in Richtung Ambient mit Synthiereizen ausdehnt – wie beim passend betitelten „Before Genesis“ – oder sich doch eher auf experimentellen und leichten Post-Rock stützt: „Tales From A Distant Galaxy“ wirkt immer organisch und in allen Kulturen unserer Welt verankert. Selber aus Indien stammend, lässt der Multiinstrumentalist wie bei „A New Dawn“ gerne fernöstliche Harmonien in die Lieder einfliessen und macht die Musik für Europäer somit schnell exotisch-interessant.

Sanfte Beats treiben Stücke wie „Quest For Nebula“ voran und lassen das Album immer wieder in die gute Art von Chillout kippen. Mixtaped Monk fällt bei seiner Musik nie in die Falle der mühsamen Klischees und vermengt leichte Melodien mit Anspruch. Ob man zu diesen Liedern nun träumen, reisen oder verweilen möchte, „Tales From A Distant Galaxy“ passt zu allen Aktivitäten und beweist, dass es auch ein sinnvolles Leben nach der plätschernden Zeit von Mike Oldfield gibt.

Anspieltipps:
Quest For Nebula, Warped Reality, A New Dawn

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

Mixtaped Monk & Cousin Silas – Soundtrack To Your Own Fantasy (2017)

Mixtaped Monk & Cousin Silas – Soundtrack To Your Own Fantasy
Label: Studio 4632, 2017
Format: Download
Links: Mixtaped Monk, Cousin Silas
Genre: Ambient, Electronica

Nein, „Soundtrack To Your Own Fantasy“ ist keine Medidations-Platte – obwohl man bei diesem Titel und dem Cover schon denken könnte. Und sanft beginnt die Musik dann auch, mit schwebenden Synthie-Klängen und sanft eingebundenen Samples von Kinderstimmen. Mit dem zusätzlichen, fernöstlichen Element des Melodienspiels vermögen es Mixtaped Monk & Cousin Silas dann auch, dass man als Hörer ziemlich schnell die Augen schliesst und träumt. Zu genau diesen Bildern will dieses Ambient-Projekt dann auch die Musik liefern – und das funktioniert.

Der indische Produzent und Journalist Arka Sengupta – hier unter dem Namen Mixtaped Monk hantierend – hat sich mit dem englischen Musiker Cousin Silas (David Hughes) zusammengetan, um seine klanglichen Gedanken endlich auszuformulieren. Hughes grosse Erfahrungen im Bereich des Ambient waren die perfekte Grundlage, um diese gleitenden und cineastischen Welten mit Instrumenten nachzubauen. So dürfen nicht nur die Computer und Tasten ran, auch ätherische Gitarren besingen die Momente und die Musik gleitet in Stücken wie „Awakening“ gemächlich in Richtung experimentellen Post-Rock.

Diese Sensibilität zwischen Mixtaped Monk und Cousin Silas ermöglicht es, dass „Soundtrack To Your Own Fantasy“ diverse Stile und Stimmungen anspricht, ohne in eine kitschige Gefühlsduselei abzudriften. Das Album kann somit ein intensiver Begleiter der Gedanken, oder eine zurückhaltende Ergänzung sein. Und mit wunderbaren Tracks wie „Remembering Days“ oder „Wandering“ wähnt man sich sehr schnell in einer hell leuchtenden Zwischenwelt – voller Wärme und Zusammengehörigkeit.

Anspieltipps:
Remembering Days , Wanderer, Twilight Wishes

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.