Improvisation

The Shattered Mind Machine – Trilog (2017)

Zweimal Simon und einmal Kaya, 20 Minuten Improvisation und ein Ritt durch unzählige Unterarten des Rock. Mit „Trilog“ zeigen The Shattered Mind Machine aus Kloten, dass auch die Jugend immer noch gerne im Untergrund verweilt und sich von den legendären Rocknamen nicht die Allüren, sondern die musikalische Furchtlosigkeit abgeschaut hat. Live aufgenommen und mit eher primitiven Methoden festgehalten, ist dieser Track ein wahrer Trip.

Man muss sich zuerst schon etwas an den dumpfen Klang gewöhnen, allerdings beweisen The Shattered Mind Machine schnell, dass auch eine solche Aufnahme ohne grosse Dynamik der Musik nicht abträgig sein muss. „Trilog“ wandert von der ersten Minute an über lange Riffs, wuchernde Perkussionsfelder, mysteriös gemurmelte Strophen und kosmisch anmutende Arrangements. Die Band, welche seit 2015 herumexperimentiert, hat sich hier eine hübsche Portion Acid-, Stoner- und Psychedelic-Rock gebacken.

Ein Jam muss nicht ziellos sein, das zeigt „Trilog“ auf tolle Weise. Denn obwohl hier alles ohne grosse Absprachen vonstatten ging, wirkt der Longtrack schlüssig und wie eine geschickt ausgewählte Einführung in die eher kaputten Stilrichtungen der Gitarrenmusik. The Shattered Mind Machine mögen noch nicht so weit um bekannt sein, klanglich fliegen sie aber bereits wie grosse Stahlvögel um die Erde.

Anspieltipps:
Trilog

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.