Ellie Goulding

Live: Ellie Goulding, Hallenstadion Zürich, 16-02-28

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Ellie Goulding
Support: Sara Hartman
Sonntag 28. Februar 2016
Hallenstadion, Zürich Oerlikon
Bilder: Miriam Ritler

Jeder grosse Popstar definiert sich auf eine spezielle Weise, hat ein bestimmtes Merkmal. Ellie Goulding war schon immer die Frau, die voller Vitalität nach vorne prescht. Nicht nur in ihrem Privatleben mit Ausdauersport und hartem Training, sondern auch als Musikerin. Ihre Konzerte sind geprägt von Ausdauer und Bewegungsfreude, auch im Hallenstadion in Zürich kam die Sängerin selten zur Ruhe. Eine Eigenschaft, die ihre Lieder aus der Masse der Popwelt hervorheben, auch wenn gewisse Stücke scheinbar über sich selber zu stolpern scheinen. Doch genau darum ist die Musik von Frau Goulding so reizvoll und behauptet sich gegen viele andere.‎

Mit der Welttour zu ihrem neusten Album „Delirium“ hat die Frau nun endlich eines ihrer Ziele wahr gemacht: die Konzerte finden in ganz Europa in grossen Hallen statt, tausende von Menschen feiern mit und auf der Bühne bewegen sich nebst der Band auch Tänzer und viele Lichtpunkte auf überlebensgrossen Screens. Ellie hatte schon immer den Anspruch, ihre Musik an grosse Menschenmengen zur überreichen. Wundervoll ist dabei, dass bei ihren Konzerten immer noch Intimität und Ehrlichkeit vorhanden sind. So wandte Ellie sich zwischen den Liedern immer vor Freude sprühend an die Fans, kleidete sich in einer Schweizer Flagge, hüpfte hin und her und tanzte verführerisch. Allgemein weiss sich die Frau perfekt zu präsentieren. In engen und knappen Outfits sang sie alte und neue Hits, Kostümwechsel inklusive. Die Künstlerin wechselte zwischen Hotpants, hautengen Spandexanzügen und einem Hochzeitskleid.

Dabei passte sich auch immer die Atmosphäre der Show an, mal in wild blitzenden Neonfarben und zerrissenen Animationen, dann wieder ganz introvertiert mit Akustikgitarre und einzelnen Scheinwerfern. Egal ob die rollenden Beats zu „Something The Way You Move“ über die Köpfe polterten oder „Outside“ mit seinen Synths das Hallenstadion in einen Club verwandelte – man fühlte sich ernst genommen, willkommen und verstanden. Ellie Goulding freute sich ehrlich über das begeisterte Publikum und liess ihre gesangliche Leistung vom Standard der Studioversionen abweichen. In bester Verfassung betörte mit ihrer sehr eigenen Stimme, egal ob hoch oder tief.

Erstaunlich war, wie gewaltig die Show daher kam. Mit vielen Spielereien, Glitzernebel, Choreographien, sich bewegenden Podesten und Flaggen. Was gegenüber den Auftritten vor ein paar Jahren etwas überhand genommen hat, ist aber nur eine logische Fortsetzung. Ellie landete in der Schweiz schliesslich Hit um Hit und holt sich nun die verdienten Lorbeeren ab. Denn obwohl ihr Synth- und Dance-Pop die Welt nicht neu erfindet, haben ihre Lieder Ecken und Kanten und das zwingende Element. So jubelte man zu „Figure 8“, jauchzte bei „Don’t Panic“ mit oder schwang die Hüften zu „Keep On Dancin'“. Und als sie dann mit dem Zuschauerwunsch „Lights“ überraschte, waren die Leute noch fast euphorischer als beim Abschluss mit „Love Me Like You Do“. Was während dem Konzert aber zu jedem Zeitpunkt klar war: Ellie Goulding ist einfach umwerfend, nicht nur wegen ihrem Aussehen. Die Frau ist real, gibt sich nahe und zeigt ihre Liebe zur Musik und den Menschen. „Army“ zeigte dies perfekt und berührte mit Bildern des Publikums, von Ellies Freunden und dem mitreissenden Schluss. Perfekter Pop? Nein, aber genau darum so grossartig und voller Energie. Wir sind eins.

‎Schön war auch, dass sich diese Verbundenheit und Freude bereits bei Sara Hartman zeigte. Die 20-jährige Amerikanerin lebt in Berlin und durfte den Abend einläuten. Mit sanften Liedern voller Gitarre, toller Stimme und intimen Texten gefiel sie. Und wer ein Lied von Jamie XX mit so viel Klasse covert, der verdient es, auf einer solch grossen Bühne zu stehen. ‎‎

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Media Monday #244

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Da schummelt uns der Februar noch einen weiteren Montag ins Haus. Wie frech, aber da müssen wir uns wohl beugen. Sagt zumindest der Medienjournal.

1. Es ist/war wieder Zeit für die Oscars. Meine Meinung: Ehrlich gesagt gehen die Oscars immer an mir vorbei. Sicherlich, ich werde die Gewinner im Internet nachlesen und mich bestimmt über gewisse Vergaben freuen, doch das wäre es dann auch schon wieder. Ein Film wird schliesslich nicht besser, nur weil er eine goldene Statue gewonnen hat. Schön aber sind die Bilder von den hübschen Schauspielerinnen, verführerisch auf dem roten Teppich.

2. Eine Werkschau der Produktionen von/mit den Coen Brothers wäre doch mal ganz was tolles, besonders da mit „Hail Caesar!“ nun der neuste Film von ihnen in den Kinos gezeigt wird. Dieser reicht leider nicht an die Genialität ihrer älteren Streifen heran, hat mich aber dank den herrlich überzeichneten Figuren und Kostümen sehr unterhalten. Erstaunlich auch, welche grosse Namen sich für sehr kurze Auftritte engagieren liessen.

3. Filme und Serien haben vieles gemein, unterscheiden sich aber auch in mindestens ebenso vielen Punkten. Tendenziell bevorzuge ich momentan moderne Serien. Meist bieten diese genau so viele Schauwerte wie Hollywoodstreifen, verfügen aber über mehr Wagemut und Entwicklung. Besonders dank den Streaming-Anbietern, hat sich die Landschaft im TV stark verändert. Schliesslich ist sogar Marvel bei Netflix mitreissender, als mit ihren eigenen Filmen.

4. Der März steht vor der Tür und da freue ich mich am meisten auf die Vorpremiere von „Batman V Superman“, das wird ein grosser Kinomoment. Und dann geht meine Jobsuche in eine weitere Runde mit dem ersten Vorstellungsgespräch. Läuft.

5. Wenn ich es nicht besser wüsste hätte ich „Close Encounters Of The Third Kind“ niemals so alt eingeschätzt, wie der Film wirklich ist. Die Effekte und Bilder sind bis heute beeindruckend, der Umgang mit dem Thema Aliens und Kommunikation toll gelöst. Und endlich bricht mal kein Krieg zwischen den Welten aus. Damals war Spielberg halt noch gut.

6. Der Sonntag 28.02.16 wird mir immer für den Sieg der Menschlichkeit über den Rassismus im Gedächtnis bleiben, schließlich hat das Stimmvolk den rechten Idioten in der Schweiz endlich gezeigt, dass es langsam reicht mit der Hetze. Die Durchsetzungsinitiative wurde abgelehnt, Faschismus abgewendet. Danke!

7. Zuletzt habe ich Ellie Goulding zum vierten Mal in meinem Leben live gesehen und das war grossartig, weil das Publikum in Zürich unglaublich freudig mitfeierte. Die Stimmung und das Konzert waren besser als der Auftritt der Sängerin in Barcelona. Unglaublich aber wahr! Mehr dazu bald auf ArtNoir und später hier in diesem Theater.

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Media Monday #243

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Hier erfahrt ihr alles! Schonungslos! Na wenigstens zu meinen Sehgewohnheiten, dank dem Medienjournal.

1. Von den zahlreichen Streaming-Anbietern nutze ich „nur“ Netflix, da die meisten in der Schweiz noch nicht Fuss gefasst haben. Allerdings bin ich da ganz glücklich darüber, verbraucht dies schon genügend Zeit. Und weisst grossartige Eigenproduktionen auf.

2. Die zweite Staffel von „Bloodline“ erwarte ich ja sehnsüchtig, denn der Thriller aus dem Hause Netflix überzeugt nicht nur mit grossartiger Produktion, wunderbaren Aufnahmen, einer verwobenen Geschichte, sondern durch die genialen Schauspieler. Allen voran Ben Mendelsohn.

3. Das Beste für einen verregneten Sonntagnachmittag ist Zeit mit meiner Freundin zu verbringen. Ob wir dazu einen Ausflug unternehmen, ins Kino gehen, Musik hören oder mit tollen Menschen den Tag verbringen, alles ist besser als alleine zu sein. So, genügend Kitsch für heute.

4. Die zweite Staffel von „Der Tatortreiniger“ begann nicht gerade vielversprechend, aber wusste immerhin zu unterhalten. Mit der dritten ist die Serie aber wieder zu ihrer wahren Grösse auferstanden bietet mit der Folge über den Veganismus ein Highlight.

5. Der Februar beginnt sich dem Ende zu neigen, doch vorher gibt es noch einmal ein Date mit Ellie Goulding. Wenn man den Monat schon mit einem Konzert von ihr beginnt, dann kann man den auch so abschliessen. Dieses Mal beehrt sie die Schweiz und tanzt und singt im Hallenstadion in Zürich. Kommt doch auch.

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6. Am liebsten lese ich Bücher, die mich überraschen können und mich zum nachdenken anregen. Das muss kein Sachbuch sein, sondern ein Roman mit Anspruch. Dieses Jahr hat mich zum Beispiel „Steppenwolf“ von Hermann Hesse stark beeindruckt, im Bereich des Sachbuches verdrehte mir zuletzt „Gibt es alles oder nichts?“ von Jim Holt den Kopf. Solche Bücher sind wundervoll.

7. Zuletzt habe ich „The Hitchhiker’s Guide To The Galaxy“ (Neuverfilmung) angeschaut und das war erstaunlich durchschnittlich und unlustig, weil die Verrücktheit der Bücher nicht wirklich in eine Hochglanzproduktion einfügen lassen. Die Schauspieler wirkten in ihren Rollen eher unwohl, ausser Bill Nighy der wie immer nur perfekt ist – und der depressive Roboter Marvin. Am besten waren die Animationssequenzen aus dem Ratgeber, gerne hätte der Film rein daraus bestehen können.

Live: Ellie Goulding, San Jordi Club Barcelona, 16-02-05

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Ellie Goulding
Support: Sara Hartman
Freitag 05. Februar 2016
San Jordi Club, Barcelona

Eine Warnung gleich vorneweg: Regelmässige Leser und Leserinnen von 17408sound wissen, bei Ellie Goulding kann ich nicht objektiv bleiben. Die Dame hat es mir ein wenig angetan, nicht nur dank ihrer Musik. Somit war auch der Konzertbesuch in Barcelona eine Angelegenheit voller Glück und Zufriedenheit. Erstaunlicherweise war das Konzert aber ziemlich das Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte. Dies lag aber nicht an dem Goldkehlchen, sondern eher am Publikum.

Denn die Sängerin aus England hat es sich nicht nur in ihrem neuen Status als Popstar und angehendem Sexsymbol bequem gemacht, sondern aus ihren Liedern live das Beste herausgeholt. Die Tour zum neusten Album „Delirium“ klotzt nicht nur mit grosser Lichtshow und riesigen Screens, Ellie lässt sich auch von einer Band und vier Tänzern unterstützen. Diese wirbelten während vieler Lieder über die Bühne und liessen die Sängerin in ihrer Mitte den Kontakt geniessen. Dass Ellie tanzen kann, hatte sie schon mehrmals bewiesen und zeigte auch in Barcelona wieder nette Figuren. Wie es sich gehört, trug sie dabei enge und knappe Kleider und Kostümwechsel gab es auch drei Mal während des Konzerts.

Sicherlich lässt sich darüber streiten, wie hübsch ein Spandexanzug in Neonfarben denn nun ist, viel merkwürdiger fand ich aber den Moment, in dem sich Ellie in ein Hochzeitskleid gehüllt hatte. Wurden hier Fantasien ausgelebt, oder sollten die Botschaften in den Liedern über Liebe unterstrichen werden? Wie auch immer, am besten ist die Sängerin immer dann, wenn sie in Hotpants über die Bühne hüpft und ihre Stimme mehrere Oktaven durchgleiten lässt. Zwar hörte man bei ihr immer noch die Nachwehen einer Erkältung, gewisse Stellen in den Liedern wurden von ihren drei Chorsängerinnen übernommen. Trotzdem, der Stimmung tat dies keinen Abbruch, strahlte Frau Goulding doch über beide Stunden viel Freude und positive Energie aus – plauderte gerne mit den Leuten und lachte konstant.

Eher mittelmässige neue Lieder wie „Keep On Dancin“ oder „Aftertaste“ störten darum überhaupt nicht, schwelgte man sogleich in „Figure 8“, „Codes“ oder „Goodness Gracious“. Und obwohl sich die Band auf vorwiegend neue Tracks beschränkte, feuerte die Gruppe Hit auf Hit ab. Ellie Goulding hat nach drei Alben bereits so viele tolle Stücke, dass ihre Konzerte auch drei Stunden dauern könnten. Und darum fehlten mir auch einige Gassenhauer wie „Lights“ oder „Stay Awake“ – man kann aber nicht immer alles haben. Denn auch die Publikumsreaktionen waren erstaunlich gemässigt. Ich hatte mir von den spanischen Besuchern einiges mehr an Elan erhofft, der Applaus fiel oft kurz und knapp aus – auch wenn die Leute umso textsicherer waren. Ebenso tanzten nur wenige in meinem Umkreis – vielleicht war das Publikum auch einfach etwas zu jung.

Umso erfreulicher war es dagegen, dass bereits Sara Hartman vor dem Konzert von Ellie viel Jubel einfahren konnte. Die 20-jährige Amerikanerin spielte nette Pop-Rock-Songs und coverte dabei auch Jamie XX. Sie zeigte dabei viel Talent und wenig Scheue, für mich war es aber etwas zu lieblich. Die Vorfreude und Aufregung auf Ellie war wohl zu gross – und somit war nach dem Konzert der Gang zum Merchandise-Stand wie auf Wolken. Das Konzert in Zürich kann kommen!

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Media Monday #241

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Nach den wunderbaren Tagen in Barcelona hier wieder ein paar multimediale Gedanken, vorbereitet durch den Medienjournal.

1. Wenn es mal ein Film zu reinen Unterhaltungszwecken sein darf, greife ich ja sehr gerne zu Komödien. Da muss man meist nichts überlegen, wird zum lachen angeregt und darf sich doch oft über ungeahnte Tiefen freuen. Zuletzt habe ich mir aus diesen Gründen „Clerks II“ zu Gemüte geführt, und fand den ganz ansprechend. Zwar sind die Figuren und Geschichten etwas zahmer als bei dem ersten Teil, dafür darf Rosario Dawson alle verzaubern.

2. Neben Karneval gibt es ja noch viele andere Gründe sich zu verkleiden und bei keinem dieser Szenarien hat mir das auch richtig gut gefallen, denn irgendwie verspüre ich seit meiner Kindheit eine Abneigung zur eigenen Verhüllung. Vor allem macht es noch viel weniger Sinn, wenn es alle gleichzeitig tun. Wo bleibt da der Reiz? Spannender wäre es doch, sich zu verkleiden, wenn es niemand sonst macht. Das fällt auf.

3. Mein nächster Zivildiensteinsatz hat nicht mehr viel mit der ursprünglichen Ausrichtung zu tun, schließlich startete ich vor Jahren mit Jobs im Bereich der Umwelt, und geriet via Gärtner- und Schreineraufgaben nun zur Logistik im Spital. Na wenn das keine Karriere ist. Trotzdem freue ich mich über den Einsatz, der heute begonnen hat, und geniesse die zwei Monate Auszeit vom beruflichen Alltag. Und noch besser: Danach sind endlich all meine Tage abgeleistet. Freiheit!

4. Glaubt man den Gerüchten werde ich in wenigen Jahren einen reichen und berühmten Autor von Büchern. Wobei diese Gerüchte wohl von mir gestreut werden, wie auch, dass sich Ellie Goulding nach ihren Konzert in Barcelona nun doch in mich verliebt hat.

5. „Der Tatortreiniger“ hat mich jüngst zum Binge-Watching verleitet, denn diese Deutsche Comedy-Serie ist nicht nur lustig, sondern behandelt auch in jeder Folge interessante Themen. Sei es den eigenen Geltungsdrang, Umgang mit Rassismus, „normale“ Tätigkeiten im Alltag oder unsere Vorurteile gegenüber anderen Menschen – alles eingebettet in schwarzem Humor. Und Bjarne Mädel ist einfach super.

6. Dass derzeit die Jecken die Straßen bevölkern war mir neu, schliesslich weiss ich nicht einmal, was „Jecken“ sind. Hat wohl mit dieser schrecklichen Fasnacht (so der Karneval bei uns) zu tun. Da widme ich mich lieber wieder stärker der spanischen Sprache. Mit diesen Neukäufen aus der Hafenstadt:

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7. Zuletzt habe ich Frau Goulding in Barcelona live erlebt und das war nicht nur bezaubernd und überraschen, weil das Publikum… Aber nein, dazu schreibe ich dann in einem nächsten Eintrag noch mehr. Etwas Geduld bitte, hier schon mal ein Bild eines Carnaval-Umzuges durch Barcelona. Ganz allem konnten wir auch nicht ausweichen.

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Liebster Award #3 – Immer dieses Franzi

Wieder einmal will Franzi wissen, was ich so zu sagen habe. Da ich mich selber gerne reden höre, und auch selber gerne mein Geschreibsel im weiten Netz verbreite, trifft sich dies ganz gut. Der dritte Liebster Award steht an, allerdings muss ich hier gleich sagen: Ich verzichte auf Nominationen. Wer selber Fragen von mir beantworten will, der soll sich einfach die Liste unten kopieren und eigenständig ein Blogeintrag veröffentlichen. Funktioniert doch auch so oder?

1. Da ja Domhnall Gleeson seit 2012 mir gehört, wer ist dein Lieblingsgleeson? Brian, Fergus oder Rory? Oder doch der gute alte Brendan?
Der Domhnall ist wundervoll und ich war erst gerade wieder überrascht, wie viele Filme ich mit ihm schon gesehen habe. Die tolle Seite in Empire half mir zu einigen Überraschungsmomenten. Trotzdem, der Brendan gewinnt für mich das Rennen. Er spielt nicht nur Charakterköpfe, er sieht auch so aus. Und seine schauspielerischen Fähigkeiten sind immer wieder umwerfend.

2. Wann und warum bist du das letzte Mal ausgerastet?
Leider war dies im Dezember 2015, somit noch nicht einmal einen Monat her. Warum möchte ihr hier nicht sagen, solche Dinge gehören nicht in diesen Blog. Was aber zu schreiben ist: Die Situation hat sich dann geklärt, auch wenn nicht mit gewünschten Resultaten. Trotzdem ist es eine Lösung die für mich nun stimmt und mein 2016 bestimmt interessant gestalten wird.

3. Was für Musik hörst du, wenn du wütend bist?
Entweder laute und heftige, wie The Dillinger Escape Plan, Thrice oder La Dispute (um einige zufällige Beispiele aus diversen Genres zu nennen), oder dann halt Lieblingsmusik die mich runter bringt und mir die schöne Seite am Dasein neu aufzeigt. Es wird dabei meist stark melodisch und verspielt, wie Marillion, U2, Ellie Goulding oder Simple Minds. Düstere und elektronische Varianten gibt es aber auch, so sind Underworld auch bei einem Wutanfall passend, oder Andy Stott dröhnt umher.

4. Gibt es Filme, die du nur auf VHS schauen magst/kannst?
Nein, allerdings habe ich zu VHS auch keinen nostalgischen Bezug. Ich wuchs in einem Haushalt ohne TV und Video auf, somit kenne ich diese Kassetten nur von Freunden und Verwandten. Mit dem Siegeszug der DVD wurden bei uns die Filme dann zuerst am Computer geschaut, bis dann einmal ein kleiner TV mit Spieler gekauft wurde.
Allerdings muss ich heute sagen, dass mir HD und super Auflösung lieber ist als ein Retrobezug. Her mit kristallklaren Streamingbildern und Bluray-Leistungen. VHS könnt ihr gerne für immer im Schrank verstecken.

5. Salziges oder süßes Popcorn? Oder gemischt, wie ich es präferiere?
Keine Sekunde muss ich da überlegen, süsses Popcorn ist schrecklich! Wenn schon dieser gepoppte Mais, dann auch bitte mit Salz. Wer sich Schokolade, Caramel oder sonst irgendwas reinschmeisst, der kann alles selber essen. Mir egal. Igitt.

6. Welches Verhalten, was eigentlich nicht nett ist, hast du durchaus perfektioniert?
Sturheit. Besonders wenn ich mich im Recht emfpinde, was ich ja auch immer bin. Dann ändere ich meine Meinung selten, oder beharre auf gewisse Handlungen. Somit bin ich auch ein Mensch, der mit mehr Macht schnell unangenehm werden kann. Wobei, jeder will doch Diktator sein oder?
Ebenso bin ich gerne sehr Sarkastisch, lache über fast alles und versuche trotzdem die Welt zu retten. Also, habt mich lieb.

7. Glaubst du, es gibt Menschen, die der Magie der Beatles nicht erliegen? Wenn ja, wie können wir die Welt denn nur retten?
Ja die gibt es leider, und ich kenne sogar einige davon. Für mich ist es unverständlich, schliesslich sind die Beatles so unantastbar wie kaum eine andere Band. Bis heute zieht sich ihr Vermächtnis durch die Musikwelt, bis heute sind ihre Alben und Lieder meisterlich gut und werden nie alt. Und da sich die Welt schon selber retten wird – sehr wahrscheinlich ohne uns Menschen – müssen wir wohl nicht Hand anlegen.

8. Was ist der Sinn von Homeparties und wo trifft man dich dort meist an?
Der Sinn einer Party besteht darin, eine Nacht lang die Welt zu vergessen. Man trifft Freunde und Fremde, plaudert, trinkt und tanzt. Das Verhalten liesse niemanden darauf schliessen, dass die teilnehmenden Menschen in wenigen Stunden wieder aufstehen oder gar arbeiten müssen. So war auch meine letzte WG ein gern gsehener Ort für solche ausufernden Partys. Wie ein Festival kann es bestenfalls zu einer Zwischenwelt werden. Meist sind solche Abende und Nächte toll und wunderbare Erinnerungen, bis man nüchtern die Bilder des Abends betrachtet.
Mich trifft man gerne überall. In der Küche – da entstehen meist die interessantesten Gespräche und Gruppierungen, auf dem Balkon – weil ich schliesslich viel rauchen muss wenn ich Alkohol trinke, bei der Musikanlage oder auf dem Sofa. Hauptsache tolle Leute und eine gute Zeit.

9. Deine Top 5 für eine legendäre Karaokesession.
Du weisst ja, ich habe noch nie Karaoke gesungen, somit kann ich hier keine Lieder auflisten. Wobei ich vielleicht jetzt sagen soll, alle Songs kenne ich schon auswendig und will es nie mehr machen? Dann muss ich im Sommer nicht ran. 😉

10. Gibt es Filme, die du durchaus als ein Teil von dir bezeichnen würdest?
Wohl weniger einen Teil von mir, als einfach für immer die wichtigsten Werke für mich. Dabei waren es vor allem immer die düsteren und geerdeten Filme, die mich tief beeindruckt haben. Und obwohl ich Gefahr laufe mich hier zu wiederholen, diese müssen einfach erwähnt werden:

Mystic River / 2003 / Regie: Clint Eastwood
Aufwühlend, schockierend und die menschliche Natur gnadenlos aufzeigend. Das Meisterwerk von Eastwood ist nicht nur eine der besten Buchverfilmungen aller Zeiten, sondern ein grossartiges und hartes Stück über Familie, Freundschaft und Angst. Aber vorsicht: Nach dem Film wollt ihr nur noch weinend im Bett bleiben.

25th Hour / 2002 / Regie: Spike Lee
Wann ging eigentlich alles schief? Wer hat Recht, wer verhält sich falsch, und wieso müssen wir immer gemäss den Regeln weiter machen? Spike Lee zeigt mit „25th Hour“, dass auch er Bücher grossartig verfilmen kann. Und fängt NYC und die Angst der Amerikaner nach 9/11 perfekt ein. Ein wunderschöner und tieftrauriger Film über Verlust, Bestimmung und Entscheidung.

11. Wann sehen wir uns (mal wieder)?
Am Samstag. 😉
Entweder zwischen dem 16.-18. April 2016, oder dem 16.-20. Juli 2016 in Berlin. Oder an beiden Wochenenden, oder dazwischen noch in der Schweiz.. Du siehst, die Auswahl ist gross.


Fragen über Fragen:

  1. Ist es korrekt, sich immer neue Bücher / Filme / Alben zu kaufen, wenn noch viele unangetastet zu Hause rumliegen?
  2. Warum gibt es von diesen tollen Lego-Minifigures keine Reihe zu „Star Wars“? Und wer sammelt die sonst noch ausser mir?
  3. Wird man an einem Punkt zu intelligent für unsere Gesellschaft? Wer mehr nachdenkt, steht trauriger da.
  4. Wie lang ist deine Aufmerksamkeitsspanne? Schliesslich werden Filme oft immer länger.
  5. Ist es verwerflich, sich gewissen Abenden nur Netflix (darf durch anderen Anbieter / DVD / TV ersetzt werden) zu widmen und einfach faul zu sein?
  6. Warum wurde es nie Mode, die Unterhosen aussen zu tragen? Superhelden machen dies schliesslich seit Jahrzehnten.
  7. Würdest du ein Heft / Booklet mit gesammelten Plattenkritiken (Beispielsweise meine) lesen oder sogar kaufen?
  8. Warum glauben immer noch alle, dass der Kapitalismus gesund und gut für den Menschen ist?
  9. Ab wann sind wir zu alt für Übernamen?
  10. Netflix investiert sechs Milliarden US-Dollar pro Jahr in Eigenproduktionen und ihren Katalog. Könnte man damit nicht ein wenig die Armut bekämpfen?
  11. Hier stehen elf Fragen, ein Mixtape muss immer eine ungerade Zahl von Songs beinhalten. Sind gerade Zahlen für dich auch so unattraktiv?

Falls ich übrigens eine Nomitation eurerseits übersehen habe tut es mir leid. Schreibt mir dies doch als Kommentar mit Link unten hin.

Media Monday #237

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Schon ist das Jahr wieder zwei Lückentexte vom Medienjournal alt.

1. Für einen entspannten Filmeabend hab ich mir in letzter Zeit so einige Filme auf Netflix gegönnt, die schon lange in meiner Liste lauerten. Dabei hab ich festgestellt, dass der Streaminganbieter die Wertungen ziemlich passend für mich vorschlägt. Entweder schau ich nun zu viel oder ich bin sehr durchschaubar. Beides klingt irgendwie nicht so super.

2. Das Konzertjahr 2016 fing gar nicht mal so stark an, mittlerweile bin ich aber froh, mir selber eine Pause gegönnt zu haben. Nachdem ich 2015 68 Konzerte besucht habe (Rechungsweise: 1 Festivaltag = 1 Konzert), war diese Pause bestimmt nötig. Spätestens am 19.01.16 geht es dann aber mit frischer Energie wieder weiter. Und einige Highlights sind jetzt schon gebucht: Ellie Goulding in Barcelona, Muse und Schiller in Zürich und Marillion an meinem Geburtstag in Berlin. Yay!

3. Die wohl coolste Gastrolle in einer Serie einem Film hatte David Bowie in „The Prestige“, und sonst bei all seinen Auftritten. Der Mensch war ein scheinender Stern, eine Quelle an unendlicher Kreativität und ein Genie. Und jetzt, wenige Tage nach der Veröffentlichung von „Blackstar“ und seinem 69. Geburtstag schweigt seine Stimme für immer. Bitte nicht, so etwas will ich nicht erleben müssen. 😦

4. „Zombieland“ nimmt das Genre der Zombiethriller so gepflegt aufs Korn, dass man praktisch im Sekundentakt lachen und klatschen muss. Jedes Klischee wird umgangen und entlarvt, die Figuren sind wunderbar atypisch und herrlich durchgedreht. Und dann noch Bill Murray als sich selber? Wundervoll.

5. Es war längst überfällig, dass die Bilder in den Filmen wieder ausdrucksstärker werden. Die Kameraarbeit, Bildkomposition und Ausführung in „The Revenant“ hat mich darum einfach nur umgehauen. Wie da mit rein echten Licht gearbeitet, die Natur eingefangen und zelebriert wurde, erinnerte mich sogar an die Meditationen eines Terence Malick.

6. „A Brief History Of Seven Killings“ konnte ich kaum noch aus der Hand legen, denn das Monsterwerk von Marlon James offenbart unter der Komplexheit eine tiefe und reife Beobachtung von Jamaica. Die Handlung spannt sich mit über 70 Figuren über drei Jahrzehnte und der Autor spielt absolut grandios mit Dialekten und Sprachen. Wuchtig und nicht immer einfach, aber fesselnd und absorbierend. Zu Recht wurde das Buch mehrfach ausgezeichnet, schon jetzt ist es ein Klassiker. Mehr dazu auf Goodreads.

7. Zuletzt habe ich „Mud“ gesehen und das war ein wunderbarer Film, weil die Mischung aus „Coming Of Age“ Drama und Charakterstudie mit Krimi wunderbar rund aufgeht. Die Bilder der heissen Südstaaten-Landschaften sind wunderschön, die Schauspieler saustark. Allen voran natürlich Matthew McConaughey, der hier schon wieder beweisst, dass er zu den Besten gehört.

Ellie Goulding – Delirium (2015)

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Ellie Goulding – Delirium
Label: Polydor, 2015
Format: Download
Links: Discogs, Künstlerin
Genre: Synth-Pop

„Delirium“ ist für Musikerin Ellie Goulding aus England ein Herzensprojekt. Jahrelang hat sie daran geschrieben, gearbeitet und Geschehnisse in ihrem Leben verarbeitet. Als Fan musste man viel Geduld beweisen, denn lange Abstände zwischen Alben ist man sich bei grossen Popstars nicht gewohnt. Nun ist das dritte Werk vom Goldkehlchen aber erschienen und überrascht auf diverse Weisen. 22 Lieder in der Deluxe Variante, Abkehr von der düsteren Vergangenheit und eine grosse Umarmung für ihre Musikerfreundinnen. Ist dies noch die geliebte Ellie?

Fertig und vorbei ist die Phase des folkigen Pop und süssen Mädchens, ebenso sucht man die dunklen Synthwellen am falschen Ort. Was mit „Lights“ und „Halcyon“ begann, zweigt auf „Delirium“ nun ab und parkiert vor dem grossen Gebäude des modernen Pop. Ellie Goulding begrüsst per Kuss und Umarmung Gleichgesinnte und dankt ihnen tausendfach. Denn nicht nur haben Künstlerinnen wie Taylor Swift, Selena Gomez, Sia oder Rihanna ihr Privatleben geteilt, nein – auch die neuen Lieder wuchsen auf diesem Boden. Ohne die eigene Identität zu verlieren, mischt Ellie ihre Musik mit diesen Einflüssen und erreicht dabei den Pophimmel. Dank Hilfe der wichtigsten Produzenten auf dem Gebiet ist „Delirium“ eine topmoderne Platte, die viel Laune macht. Die Lieder halten einen nicht lange hin, dauern oft nur 3.5 Minuten und schmeissen den Refrain bereits nach zehn Sekunden ins Feld. Die Rechnung geht meist auf, Stücke wie „Something In The Way You Move“ oder „Don’t Need Nobody“ zaubern ein Lächeln auf das Gesicht und laden zum Tanzen ein. Ob die Beats nun rollen, Refrains mit Stimmensamples spielen oder die Synths sich zum Himmel hochschrauben, alles ist sehr eingängig und freundlich. In der Masse gehen gewisse Lieder zwar unter oder brechen unter der Kitschlast zusammen, grösstenteils spürt man Gouldings Spass aber heraus. So hört man in „Don’t Panic“ fröhliche Ausrufe, in „Army“ verneigt sie sich vor ihren Fans und Freunden. Endlich darf ihre Stimme da auch die gewohnten Ausbrüche in hohe Lagen vollziehen und Töne lang ziehen. Denn Ellies eigene Art zu Singen tritt auf diesem polierten Album leider etwas in den Hintergrund und wirkt zu gemässigt. Trotzdem ist es einfach nur toll, wieder neue Stücke von der Dame zu hören.

„Delirium“ ist wie eine Packung Kartoffelchips: Es macht kurzzeitig süchtig, schmeckt wunderbar und man kann nicht aufhören, bis der gesamte Sack leer ist. Danach fühlt man sich schuldig und überfressen, hat nach wenigen Tagen aber wieder riesige Lust, das Ganze zu wiederholen. Da vermiesen auch mühsame Details wie das billige Gepfeife bei „Keep On Dancin'“ oder der überdrüssige Song von „50 Shades Of Grey“ das Fest nicht. Wenn dann noch Sia, M.I.A. oder Little Boots zitiert werden beweisst Ellie Goulding, dass sie den Pop nicht nur verinnerlicht, sondern auch gemeistert hat. Ich freue mich sehr auf die Konzerte.

Anspieltipps:
Something The Way You Move, Codes, Don’t Need Nobody, Army

Liebster Award #2 – Das Franzi schlägt zurück

Franzi war so lieb und hat mich mal wieder für den Award nominiert. Meine letzte Teilnahme ist schon einige Zeit her, da kommt mir dies gerade recht. Auch wenn die Fragen nicht immer einfach zu beantworten sind, aber das gehört schliesslich zu dieser wunderbaren Beitragsreihe. Fantasie an und los gehts!

1. Deine Lieblingsteesorte?
Tee trinke ich erstaunlich selten, aber wenn es eine Tasse gibt mag ich am liebsten Schwarztee. Ohne Zucker. Mein Vater macht immer selber wunderbaren Tee aus eigens gesammelten Kräutern und Blumen – da sage ich bei einem Besuch im alten Zuhause selten nein. Und wenn es süss sein soll, dann bitte den originalen Kult-Ice-Tea aus der Migros.

2. Gibt es einen Film/eine Serie/ein Buch bei dem du als einziger eine andere Meinung hast bzw. dich so fühlst?
Mein Geschmack ist sehr breit gefächert, da kommt es oft vor, dass ich mediale Erzeugnisse mag und viele damit zum Kopfschütteln animiere. Bei „Tree Of Life“ stiess ich nur auf fragende Gesichter als ich offebarte, dass es für mich einer der schönsten Filme aller Zeiten sei. Bei „Iron Sky“ konnte ich im Kino kein einziges Mal lachen (echt wahr jetzt), und musste dafür einige Sprüche kassieren.
Und von der Musik reden wir lieber gar nicht, da gibt es einiges, was gerne belächelt wird. Aber so wird das Leben doch interessant.

3. Aus was ziehst du deine Kraft für das tägliche Leben?
Bestimmt nicht aus viel Schlaf oder regelmässigem Frühstück, denn diese Elemente scheinen zur Zeit immer mehr zu fehlen. Umso wertvoller sind dafür die Stunden mit Freundin, guten Freunden, wunderschönen Alben, mitreissenden Konzerten, neuen Bekanntschaften, bequemen Sofa, Bier und Gelächter, an Zugfenstern vorbeirauschenden Landschaften, wirkungsvoll aneinandergereihten Buchstaben und farbig leuchtenden Bildern.
Ohne Musik jedoch würde auch all dies auseinanderfallen, und ich zerbrechen.

4. Was war das letzte wirklich deliziöse, was du gekocht hast?
Da muss ich jetzt etwas beschämt zugeben, dass ich meist koche, weil ich essen muss. Da werden nicht unbedingt grossartige Mehrgänger gezaubert, sondern leckere, vegane Speisen aus viel Gemüse. Zufrieden bin ich eigentlich immer, wenn dann Besuch mitisst wird es auch gerne etwas aufwändiger. Für mich alleine ist es mir dann aber zu schade um die Zeit. Falscher Denkansatz ich weiss.

5. Gibt es eine Filmszene, die dir tatsächlich einmal passiert ist?
So direkt wohl nicht, aber schon oft geschah das Gegenteil – oder man hatte zumindest diese Vermutung. Denn wie oft war man mit Freunden unterwegs, erlebte grossartige Momente oder Gegebenheiten die sich perfekt für einen Film oder eher eine Sitcom eignen würden? Nein, an dem durch Drogen verzerrten Weltbild kann es nicht liegen. Wir sind Helden, wir sind Anti, wir sind das Jetzt.
Hat hier ja auch gereicht:

6. Welche Sendungen lassen dich die Rundfunkgebühren verschmerzen?
Keine, denn ich habe noch nie in meinem Leben in einem Haushalt mit Fernsehempfang gelebt. Echt wahr. Damals im Elternhaus hatten wir keinen Anschluss, in den WGs war es nie ein Thema und in meiner eigenen Bude liess ich die Anschlüsse gleich blombieren. Wenn etwas wirklich mein Interesse streifen würde, dann gibt es immer noch das Internet. Und für alles andere existiert Netflix.

7. Welchen Song assoziierst du spontan mit mir?

Ok, das war jetzt etwas zu offensichtlich oder?

8. Was wolltest du mich schon immer mal fragen?
An welchem Datum hast du jetzt den Flug gebucht?
Begleitest du mich mal an ein Konzert von Peter Gabriel? Selber erfahren geht über von mir erklärt kriegen.
Lässt uns das Leben von unseren Liebsten wegdriften, oder bringt es uns immer näher zusammen?

9. Was passiert bei deinem letzten unangenehmen, schlechten oder peinlichen Erlebnis und wie bist du damit umgegangen?
Da will mir beim besten Willen nichts einfallen. Entweder war es so traumatisch, dass ich sogleich verdrängt habe, oder ich fand es nicht schlimm genug um mich jetzt noch daran zu erinnern. Und wer gibt solche Dinge schon gerne zu. 😉

10. Was hat dein letztes perfektes, wunderschönes Erlebnis so schön perfekt gemacht?
Teilen. Was nützten Emotionen, Vorfälle und Geschichten wenn man sie für sich alleine behalten muss und niemanden davon erzählen kann, oder sogar miteinander dasselbe erlebt? So waren die Konzerte von U2 in Berlin ein übermenschliches Erlebnis, weil ich mit neu gewonnenen Freunden tanzen, jubeln und singen konnte. So waren die letzten Kinobesuche eine besondere Erfahrung, da ich die Filme gleich mit meiner Freundin diskutieren konnte. So war der Aufbau der Solaranlage bei meinem Vater zwei Tage voller verbindender Handgriffe und witzigen Gesprächen. Einsamkeit ist mein Erzfeind.

PV_Solar-MBohli

11. Denkst du bei Musikern und Schauspielern über deren Sexualleben nach? Wenn ja, welche Erkenntnisse hattest du?
Natürlich, nur habe ich meist die Vermutung, dass man sich die erotischen Eskapaden dieser Leinwandgötter dann doch viel zu wild und abenteuerlich vorstellt. Und die grösste Frage: Wieso haben mich diverse hübsche Damen aus der Film- und Musikwelt noch nie besucht? Denken die etwa nicht über das Sexualleben von unberühmten Menschen nach? Vielleicht lässt sich Frau Goulding im Februar an einem, der von mir besuchten Konzerte dann doch überreden. *hust*


Nominationen:

Callmeappetite

Don’t Burry Your Thoughts

Filmexe

Kinomensch

Passion Of Arts

Stepnwolf

Alle die ohne Nomination mitmachen wollen, dürfen natürlich jederzeit.


Fragen:

1. Hast du die Freundschaftsbücher von damals noch?

2. Freust du dich auf das älter werden? Was daran negativ / positiv?

3. Darf man jungen Künstlern eine ehrliche (und harte) Kritik geben oder gibt es Grenzen?

4. Wenn man bei Wahlen nicht wählen geht, wählt man dann die richtigen oder falschen Volksvertreter?

5. Sollte man sein Geld für das Alter aufsparen oder bis zum letzten Cent im Jetzt leben?

6. Haben wir unsere Sehgewohnheiten zu stark an Amerikanische Filme angepasst?

7. Werden wir auch im Altenheim noch die Musik von heute hören? Und dazu mit Rollator tanzen?

8. Ist Selbstversorger ein Thema für dich?

9. Die vereinten Nationen haben die Global Goals erlassen. Was machst du dafür und damit?

10. Gibt es Filme die du nur noch aus sentimentalem Wert behalten hast, aber nicht mehr schauen kannst? Sie sind halt doch schlecht.

11. Beinhaltet mein Blog zu wenig schöne Frauen mit goldenen Stimmen und zu viele alte Männer hinter abgewetzten Instrumenten?

30 Day Song Challenge – Woche 3

Und wir sind bereits in der dritten Woche angelangt. Die Vergangenheit liegt hier und hier.

Day 15 – A song people wouldn’t expect you to like
Eminem – No Love (Feat. Lil Wayne)


Sorry, aber Eminem ist nun mal der König im Rap. Und dann noch Haddaway als Sample? Ich bin dabei!

Day 16 – A song that holds a lot of meaning to you
Secret Machines – Lightning Blue Eyes


Dank diesem Lied eröffnete sich eine völlig neue Welt für mich, veränderte mein Leben und ist bis heute tief in meinem Herzen.

Day 17 – Oldest song you love
Wendy Rene – After Laughter


Guter Soul kann so manchen Moment retten oder perfektionieren. Und dieses wunderbare Lied aus dem Jahre 1964 ist einfach nur grossartig.
Ob es das älteste Lied ist? Keine Ahnung.

Day 18 – A song you have as your ringtone/want to be your ringtone
Kraftwerk – Radioaktivität


Nein, ich werde nie einen Klingelton bei meinem Handy einschalten. Und bestimmt nie ein Lied, das ich mag verwenden. Aber trotzdem, dies wäre irgendwie ironisch.

Day 19 – A song you’re currently obsessed with
Wanda – Kairo Downtown


Wanda sind einfach nur grossartig. Und wenn in der Hälfte des Albums dieses Lied erklingt, dann muss ich es gleich drei Mal hintereinander hören. Jeden Tag, immer. Jetzt!

Day 20 – A song from a new album you are waiting for to come out
Ellie Goulding – On My Mind


Weil es Ellie ist. ❤

Day 21 – A Song that you air guitar to every time you hear it
Wolfmother – Dimension


Hard Rock in alt, aber neu. Auf jeden Fall besteht das Lied nur aus obergeilen Riffs.

So, bis nächste Woche.