Don’t Kill The Beast – Cupid Bite (2017)

Ich will gar nicht zu viele Worte über das Cover verlieren, denn leider kann es mit der Qualität der Musik nicht mithalten – und nein, hinter „Cupid Bite“ verbirgt sich auch kein plattes Werk voller Heavy-Metal-Klischees. Don’t Kill The Beast aus Basel haben sich auf dieser Platte nämlich von einem Soloprojekt des Musikers David Blum zu einer kompletten Band gemausert, die sich zwischen verträumten Pop und sehnsüchtig melancholischem Indie positioniert. Und immer mit viel Gedanken bei der Liebe.

Schliesslich will bereits mit dem Albumtitel der Biss von Amor an eure Körper verteilt werden, eine Aufgabe, die auch gleich Melodien und Kompositionen weiterziehen. Don’t Kill The Beast lassen mit ihren Liedern tolle Gedanken und Gefühle zum schmachtenden Thema aufkommen, ohne jemals platt oder abgenutzt zu klingen. Viel eher verlässt sich die Band auf tolle Gitarren und sattes Thema, „Q/A“ nimmt es mit dem amerikanischen Indie auf, „Loser“ erinnert an My Morning Jacket. Da passt auch der hohe Gesang von Blum perfekt rein.

Nicht alles auf „Cupid Bite“ zieht aber mit schnellem Tempo vorbei, Don’t Kill The Beast lassen sich auch gerne mal verletzt in sehnsüchtigen Popsongs trösten und vergessen die Wut etwas. „All So Sad“ klingt wie es sein Name verheisst, „Magic Wonderland“ nimmt sich die Tugenden der eingängigen Schweizer Rock-Musik und zimmert daraus einen angenehmen Hit. Es ist also klar, dass mehr Musiker hier ganz klar auch mehr Qualität und Dynamik bedeuten. Man sollte sich also nicht vom Monster abschrecken lassen, sondern sich als Zielscheibe für den Pfeil anbieten – ohne Reue.

Anspieltipps:
Magic Wonderland, Cupid Bite, Q/A

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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