Steve Hackett – Wuthering Nights: Live in Birmingham (2018)

Gut aufgepasst: Dieses neue Livealbum bietet auf CD, DVD oder Bluray zwar viele klassische Genesis-Songs und ist somit ein Teil des gefeierten Genesis Revisited Projektes, in erster Linie wird mit „Wuthering Nights: Live in Birmingham“ aber das letzte Album der Prog-Grösse mit Steve Hackett gefeiert. Der grossartige Gitarrist taucht hier 40 Jahre in die Vergangenheit ein und zelebriert die Melodien von „Wind & Wuthering“ – nicht ohne seine eigenen Hits und neuste Klänge zu vergessen. So gibt es doch einige markante Unterschiede zum Livealbum aus dem Jahre 2016 und erstaunliche wenige Überlappungen bei der Setlist.

Denn obwohl Steve Hackett und seine (wie immer) famos spielende Band Lieder wie „The Musical Box“ oder „Firth Of Fifth“ kredenzen, die erste Hälfte des Konzertes wird klar dem neuen Album „The Night Siren“ gewidmet. „In The Skeleton Gallery“ lässt Fans von virtuosem Spiel jubeln, „Behind The Smoke“ begeistert mit kräftigem Takt und lauten Riffs, „El Niño“ macht aus Instrumenten Naturgewalten. Das wunderschöne und mehrstimmig gesungene „Serpentine Song“ öffnet danach die Tore zur Vergangenheit und lädt alle dazu ein, in fast vergessenen Zeiten zu schwelgen. Spätestens hier beweisen die Musiker, dass sie unglaublich filigran und präzise agieren können. Die Aufnahmen sind klar, differenziert und auch die Bilder passend ruhig.

Mit „In That Quiet Earth“ oder „Dance On A Volcano“ darf es dann auch etwas hitziger zu und her gehen, meist gilt auf „Wuthering Nights: Live in Birmingham“ aber die Devise: Geniessen und lange daran Laben. Steve Hackett mutet seinen Fans somit nicht nur eine weitere Live-Platte zu, er bietet Blicke auf neue Perspektiven und länger nicht mehr vernommene Kompositionen. Überflüssig ist dieses Paket somit auf keinen Fall, viel eher erweitert es die Konzert-Bibliothek des Prog-Giganten um tolle neue Momente. Und dies wird bestimmt noch lange nicht „Los Endos“ sein.

Anspieltipps:
The Steppes, Serpentine Song, Blood Ond The Rooftops, Firth Of Fifth

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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