Aemera – Arcturius (2017)

Nicht immer muss es Jahre dauern, bis eine Band ihr erstes Album auf die Beine gestellt hat. Aemera haben sich zu Beginn des Jahres 2017 gegründet und legen nun, wenige Monate später, bereits ihre erste Scheibe vor. Wenn es passt, dann funktioniert es halt. Wobei auf „Arcturius“ keinesfalls Neulinge zugange gehen – besteht die Truppe doch aus Musikern, die zuvor bei Buried Undead aus Mulhouse und Reding Street aus Basel spielten. Und mit geballter Kraft wird hier nun der Djent neu akzentuiert.

Vom ersten Takt an legen Aemera mit Wucht und kanalisierter Energie los, pendeln zwischen hartem Shredding, brutalen Riffs und elegischen Flächen. „Nova“ zeigt dies instrumental und mit vielen Breakdowns, „Lvthn“ holt sich Rap dazu und „Waves“ zelebriert den melodiösen Gesang vor wilden Gitarrenwellen. Es ist wunderbar anzuhören, wie vielseitig und abwechslungsreich die Band hier aufspielt und sich somit vor Grössen wie Tesseract nicht verstecken muss.

Spannend finde ich an „Arcturius“ vor allem, dass die hochkomplexe Technik schlussendlich gar nicht die Hauptrolle tragen muss. Aemera gönnen sich eingängige Passagen, Farbtupfer wie die Sitar („Foresight“) und harte Blasts und Wechsel, die eher beim Metalcore als Progressive Rock gängig sind. Das Album ist somit eine freudige Angelegenheit für viele Freunde der härteren Gangart und bevorzugt weder Mathematiker noch extreme Querdenker – auch dank der wunderbar gelungenen Produktion.

Anspieltipps:
Nostromo, Waves, Foresight

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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