Sect – No Cure For Death (2017)

Alles ist eine Frage der Definition – so behaupten Sect mit ihrem zweiten Album nämlich, 17 Minuten Musik reichen aus, um eine Langspielplatte zu verkaufen. Und sie behalten damit recht! Denn was bei anderen Bands knapp zu einer EP reichen würde, wird hier bei dieser Hardcore-Zusammenkunft bekannter Namen zu einer brutalen Momentaufnahme voller Gewalt, jaulenden Gitarren und Übertritte zum Grindcore. Verbale Angriffe auf die korrupten Systeme inklusive.

Sect ist niemand anderes als Chris Colohan (Cursed), James Chang (Catharsis), Scott Crouse (Earth Crisis), Steve Hart (Day Of Suffering) und Andy Hurley (Racetraitor) – eine geballte Ladung an Talent und Erfahrung also, Wut nicht zu vergessen. In zehn kurzen, aber immerzu heftigen und schier explodierenden Portionen servieren uns die Mannen mit „No Cure For Death“ eine klassische Portion Hardcore, die sich von Breakdown zu extremen Blasts hangelt und immerzu wie ein Krawall in dein Gehirn einzieht. Zurückhaltung oder Pausen kennt die Band nicht, hier wird immerzu geknüppelt.

Dieser gnadenlose und rasante Stil macht die Musik von Sect aber schnell zu einer Droge. Kaum hat man sich an das schwarze Hoch gewohnt ist „No Cure For Death“ vorbei, schnell wieder wieder auf den Startknopf gedrückt. Und bald ist nicht nur die Stereoanlage malträtiert, sondern das halbe Wohnzimmer zerlegt und Pläne gegen die Unterdrücker geschmiedet. Die „Least Resistance“ ist hier.

Anspieltipps:
Day For Night, Stripes, Least Resistance

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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