sittingthesummerout – Brick and Mortar (2017)

Diese zweite EP zu gebären war keine einfach Aufgabe für die italienische Post-Hardcore-Band sittingthesummerout – viel eher ist es ein Mahnmal der widrigen Umstände und Blockaden im Musikgeschäft. Aber nach zwei Jahren voller Zaudern und Pausen ist es nun soweit: „Brick And Mortar“ erblickt das Licht der Welt, verzieht sich aber sehr schnell in den Schatten. Denn nicht nur Frontmann Samir Batista hat seine Probleme mit der warmen Jahreszeit, auch diese fünf Songs lieben Düsteres.

Gemäss den Merkmalen neueren Bands des emotionalen und sanften Hardcore mischen sittingthesummerout Sprechgesang, leise Passagen und melancholische Melodien mit Geschrei, harten Riffs und wuchtigen Wechsel. Lieder wie „Permanence“ erinnern darum gerne und oft an La Dispute, erreichen aber deren Genialität nicht ganz. Die Italiener machen eigentlich nichts falsch auf „Brick And Mortar“, finden aber das zwingende und wirklich emotional treffende Element zu selten.

Mit Texten über schwierige Freundschaften, Probleme mit der eigenen Position im Leben und Zukunftsängste singen sittingthesummerout wohl einigen aus der Seele, finden in ihren Kompositionen aber zu wenig Katharsis oder Absolution. Trotzdem, diese Band zeigt sich immer interessant und könnte in Zukunft noch einige Überraschungen für uns alle bereit halten. Atmosphärisch und treibend sind ihre Lieder nämlich jetzt schon sehr.

Anspieltipps:
Nothing Changes In Baltimore, Permanence, To Those Concerned

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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