The Jesus And Mary Chain – Damage And Joy (2017)

19 Jahre haben The Jesus And Mary Chain benötigt, um endlich genügend Kraft und Lust für ein siebtes Album anzusammeln. Klar, dass sich die Band 1999 aufgelöst hatte, half diesem Prozess natürlich nicht – aber nichts endet für immer. So darf man den Schotten seit zehn Jahren wieder zujubeln und nun mit „Damage And Joy“ endlich auch neues Material geniessen. Obwohl, ganz frisch sind nicht alle Lieder, wurde einiges bereits zuvor in etwas anderen Versionen veröffentlicht.

Der Qualität von Stücken wie „War On Peace“ oder „Always Sad“ tut dies aber keinen Abbruch. Viel eher ist es herrlich, wie locker und ungezwungen The Jesus And Mary Chain in die Lieder gleiten und ihre Kompositionen fast schon unmerklich im Lärm verschwinden lassen. Ihr Alternative Rock ist nämlich nicht nur bei den Slackers zuhause, sondern liebt den Noise – ohne jemals überladen zu wirken. „All Things Pass“ kombiniert eine unwiderstehliche Melodie mit kratzenden Riffs, zieht schön das Tempo an und findet Lust in der Sehnsucht.

Dies gilt für die gesamte Lauflänge von „Damage And Joy“, und bereits nach einigen Umdrehungen ist man nicht nur zufrieden mit The Jesus And Mary Chain, sondern neu verliebt. „Can’t Stop The Rock“ singen sie am Ende ihrer Platte – und man kann dem nur zustimmen. Wobei ja auch der Indie zugelassen wird, oder erinnert nur mich „Songs For A Secret“ an Stars? Wie auch immer, diese Platte ist ein Hit.

Anspieltipps:
All Things Pass, Presidici (Et Chapaquiditch), Can’t Stop The Rock

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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