Tripnaha – 1A (2017)

Wenn sich ein Duo intensiv mit warmen und vollen Klängen aus den Synthies beschäftigt, dann entstehen schnell Lieder, die in ihrer Form irgendwo zwischen warmer Zuckerwatte und Daunendecke existieren. Tripnaha aus Göteborg sind mit ihrer ersten EP „1A“ aber keinesfalls in einen Topf voller klebriger Masse gefallen, sondern zaubern hier fünf Lieder hervor, die zwischen Dreampop, Electronica und Ambient landen.

Gleich „Apple Pie“ zeigt, dass sanfte Beats und der wundervoll umgarnende Gesang von Elin Johansson ausreichen, um verschlafene Stunden in wahre Träumereien zu verwandeln. Schnell gleitet man mit Tripnaha aus der harschen Realität und fühlt sich gut – was sich mit „If Life“ dann gleich doppelt bestätigt. Als sanfter Pop-Hit getarnt, ist dieses schon fast klassische Synthie-Kleinod perfekt, um zu fliegen und geniessen.

Dass Fredd Jakobsen und seine Partnerin mit ihrer Musik aber nicht in der Masse von gleichartigen Bands verschwinden, das liegt nicht nur am Aufnahmeort Berlin, sondern dem geschickten Umgang mit Field Recordings, elektronischen Grundgerüsten und einem perfekten Gespür für leicht sehnsüchtige, aber immer positive Melodien. Und obwohl man hier im eigentlichen Sinne nichts Neues erfährt, lässt man sich immer wieder gerne in die angenehme Welt von „1A“ entführen.

Anspieltipps:
Apple Pie, If Life, The Mood

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s