Ghostmaker – Aloha From The Dark Shores (2017)

Direkt aus dem Herzen von Berlin, mit Vollgas und viel Lust zum Lärm kommen uns Ghostmaker mit ihrer neuen EP „Aloha From The Dark Shores“ entgegen. „Modern Termination“ groovt und rast schneller dahin als es Queens Of The Stone Age heute jemals könnten, die Gruppe um Frontmann Chris W. Jany bringt den Spass zurück in den noisigen Rock. Dass es sich hier um ihre erste Veröffentlichung und nur um den Vorboten zum im Februar kommenden Album handelt, kann man fast nicht glauben.

Denn mit bluesig angehauchten Tracks wie „Fork Man“ bringen die Mannen Momente auf das Parkett, die nach jahrelanger Erfahrung klingen. „Tiger Hates Pi“ schlittert mit Druck und Power um die Ecke, wie es bei Spidergawd immer passiert und Ghostmaker zelebrieren die Liebe zum kräftig aufgebauten und dargebotenen Heavy Rock. Weit weg von den dreckigen Punk-Strassen der Deutschen Hauptstadt ist „Aloha From The Dark Shores“ eher in den nördlichen Legendengebieten des Rock zuhause.

Schön auch, dass sich Ghostmaker mit dieser EP getraut haben, dreckige Stücke wie „Violence“ auch genauso rau klingen zu lassen. Weder die Produktion noch die Riffs sind glatt, alles wirbelt Staub auf und suhlt sich auch gleich darin. Kleine Samples und viel Verzerrung sorgen für einen krachenden Sound und zeigen, dass auch Lärmorgien ohne klare Melodie perfekt aufgehen können („Foreign Admiral“). Ich würde sagen: Wir sind bereit für die Langspielplatte.

Anspieltipps:
Modern Termination, Fork Man, Violence

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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