Amanda Mair – To The Moon (2017)

Gute Popmusik kommt aus dem Norden, dieser Leitsatz gilt bereit seit vielen Jahrzehnten. Auch Amanda Mair ist eine korrekte Fortsetzung dieser Serie, wenn auch das erste Lied „Stay You And I“ auf ihrer neusten EP „To The Moon“ etwas schematisch wirkt. Einfache Sätze, Wiederholungen eingängiger Stellen und moderne Produktionsmittel auf Stimme und Musik – so klingt der Mainstream. Aber die junge Musikerin weiss von diesen Fallen und greift darum im Verlauf dieser Veröffentlichung tiefer in die Trickkiste.

Bereits bei „Rush“ pochen die Beats, die Synthies werden dunkler und alles zieht in Richtung Betontanzfläche. Amanda Mair hat verstanden, wie wichtig eine Spannungskurve ist, dies konnte sie bereits vor einigen Jahren mit ihrem Debütalbum beweisen und legt darum mit diesen fünf neuen Tracks eine gefühlsvolle Fahrt durch Höhen und Tiefen vor. „Hopes“ gehört auch zu diesen Wilden, „Wednesday“ und das abschliessende „Empty Blockings“ lassen auch Feinde sich gegenseitig in die schützenden Arme fallen.

Viel Zeit ist seit den ersten Ideen zu „To The Moon“ vergangen, verstaubt wirken diese Stücke aber nie. Viel eher lässt man diese neuen Freunde von Amanda Mair – welche erst zarte 23 Jahre alt ist – gerne ins Haus und freut sich an den Facetten. In Zukunft wird man an dieser Veröffentlichung zwar keine Revolutionen aufbinden, in der Geschichte der Hässlichkeit wird es aber auch bei Weitem nicht verschwinden. Für das nächste Mal wünsche ich mir aber etwas mehr Wagemut.

Anspieltipps:
Rush, Wednesday, Empty Blockings

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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