Gregg Kowalsky – L’Orange, L’Orange (2017)

Wer von euch ist schon einmal in der Sonne schwimmen gegangen und kam zurück um es allen zu erzählen? Nein, du da hinten hebst zwar die Hand, aber ich glaube dir nicht. Auch Gregg Kowalsky wird unseren lebenspendenden Stern wohl kaum von ganz nahe betrachtet haben, trotzdem hat der Amerikanische Klangtüftler sein erstes Album in acht Jahren nun dem Klang des Gestirns gewidmet. „L’Orange, L’Orange“ ist schon beim Cover eine warme Angelegenheit und zieht dieses Gefühl auch durch alle Tracks – Ambient der dich umarmt also.

Aufgewachsen in Miami, kennt sich Gregg Kowalsky mit Wärme und Licht aus, perfekt also, dies in eine klangliche Form zu bringen. Sieben Tracks bietet „L’Orange, L’Orange“ und ist dabei vor allem eines: Entspannend. Egal ob die kurze Einstimmung „L’Ambient, L’Orange“ oder das lange und schwebende „Pattern Haze“, hier fühlt man sich immer in Sicherheit und driftet mit geschlossenen Augen zu den Sternen. Ganz leichte Beats dürfen sich immer wieder mal zu den Synthieflächen gesellen und dabei entsteht Musik, die man so vor allem auf dem französischen Label Ultimae kennt. Da überraschen die Melodienfunken bei „Tuned to Monochrome“ fast.

Wer sich für Ambient interessiert, der wird mit „L’Orange, L’Orange“ eine tollen neuen Begleiter finden. Die Musik von Gregg Kowalsky kann ohne Hast und Lautstärke eine packende Wirkung entfalten und scheint, da ist das Albumdesign nicht ganz unschuldig, im Kern orange zu glühen. Es würde somit nicht verwundern, wenn der Musiker diese Lieder bei einem Flug durchs All aufgenommen hätte – die Sonne muss einfach so freundlich klingen.

Anspieltipps:
Maliblue Dream Sequence, Tuned To Monochrome, Pattern Haze

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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