Null + Void – Cryosleep (2017)

Band: Null + Void
Album: Cryosleep
Genre: Electro / Dark Wave

Label/Vertrieb: hfn
VÖ: 3. November 2017
Webseite: kurtuenala.com

Es ist erstaunlich, wie schnell man einzelne Stimmen mit gesamten Genres verbindet. In der elektronischen Musik, welche spezifisch aus dem dunklen Wave entstanden ist, bleibt ganz klar Dave Gahan die Anlaufstelle für die passende lyrische Untermalung düsterer Beats und Baselines. Kein Wunder also, wird die Kollaboration „Where I Wait“ schnell zu einem ersten Höhepunkt auf „Cryosleep“ – aber nicht zum einzigen. Denn das erste Album von Musiker Kurt Uenala unter dem Namen Null + Void lebt von seiner Erfahrung und der vielseitigen Stimmung. Das beweist bereits der Einstieg.

Bei „Falling Down“ werden die Synthieflächen nämlich vom Black Rebel Motorcycle Club unterstützt, herrlich kühl und nie wild aufbrausend. Dies bleibt den folgenden, instrumental gehaltenen Tracks vorbehalten, mit welchen uns Null + Void immer weiter in die verlassenen Kellerräume der Industriegebiete führt. Ob herrlich klare Melodien, wild verzerrte Effekte oder sanft eingesetzte Bässe, „Come To Me“ oder „Asphalt Kiss“ umgarnen und bleiben trotzdem in Bewegung. Man spürt, dass der Schweizer Produzent hinter diesem neuen Pseudonym nicht nur seit vielen Jahren im Geschäft tätig ist, sondern auch für grosse Namen wie Moby, Depeche Mode oder The Kills kreativ war.

Null + Void vermag es aber sogar, in dieser diversen Gestalt und trotz vielen Gästen eine eigene Identität zu etablieren und sich schwarz gekleidet zwischen Dance, Techno und Synthie-Pop zu bewegen. „Cryosleep“ ist somit niemals langwierige Musik für den Hintergrund, sondern immer wieder überraschend, abwechslungsreich und ein grosser Genuss. Ob schwelgerisch mit „Take It Easy“ oder hart pulsierend wie „Paragon“, Kurt Uenala weiss, was er will. Und das gefällt sehr.

Anspieltipps:
Into The Void, Where I Wait, Paragon

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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