M!R!M – Iuvenis (2017)

Band: M!R!M
Album: Iuvenis
Genre: Post Punk / Wave

Label/Vertrieb: Manic Depression
VÖ: 10. Juni 2017
Webseite: M!R!M auf FB

Wenn sich ein Italiener in London verschanzt und alleine Musik aufnimmt, dann passt es ja ziemlich gut, wenn die daraus entstandenen Lieder etwas verrucht, nächtlich schwarz und unscharf daherkommen. Tief im Post-Punk und dem Synthie-Wave der Achtziger verankert, lässt uns Jack Milwaukee mit seinem zweiten Album „Iuvenis“ romantisch verklärte Fahrradfahrten durch die spärlich beleuchteten Strassen unternehmen. M!R!M ist wieder da.

Mithilfe von Drummaschinen, Synthies und tiefen Basslinien gebaute Lieder verzaubern bereits beim ersten Anhören mit ihrer nebligen und verschwommenen Form. Ob helle Melodien, Gesangslinien oder graue Flächen, alles scheint hinter einem halbdurchsichtigen Vorgang versteckt zu sein und wirkt nicht ganz real. Was früher bei New Order oder Killing Joke für Revolutionen sorgte und heute im Barock-Pop Menschen wie John Maus beeinflusst, wird dank M!R!M zu einer neuen Form von erwachsenem Dreampop. Selten fassbar, immer faszinierend.

„Iuvenis“ ist in seiner Form vollendet und wird alle Freunde der angestaubten Drumcomputer, der analogen Knöpfchendrehungen und der nostalgischen Merkwürdigkeiten verzaubern. Lieder wie „Broken Hearts Club“ oder „1955“ laden zum verhaltenen Tanz ein, „Faster Than A Rocket“ gehört auf jedes zeitreisende Mixtape. Also, schwarze Kleidung anziehen, Kajal auftragen und in kleinen Gruppen umherziehen. Mit M!R!M hat man den perfekten Begleiter gefunden und taucht manchmal sogar in eine Art Filmwelt von damals ein.

Anspieltipps:
Broken Hearts Club, Faster Than A Rocket, 1955

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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