Ray Wilson – Time & Distance (2017)

Ray Wilson – Time & Distance
Label: Jaggy D, 2017
Format: Download
Links: Discogs, Künstler
Genre: Progressive Rock, Rock

Genesis – manchmal mutet diese Koryphäe des Progressive Rock ja wie ein Fluch an, denn selten löst sich ein Musiker komplett davon. Allerdings macht es auch mehr als Sinn, bei einer karriereübergreifenden Veröffentlichung diese Phase im Wirken zu berücksichtigen. Ray Wilson war nämlich nicht nur Frontmann beim letzten Genesis-Album, sondern auch heute noch grosser Fan dieser Truppe und deren Gründer. Bei seiner langen Europatour 2016 nutzte er also die Gelegenheit, seine eigene Musik mit Klassikern von Peter Gabriel, Phil Collins, Mike + The Mechanics und deren gemeinsamen Kompositionen zu durchmischen.

„Time & Distance“ ist nun das Endprodukt dieses gross angelegten Projektes und wurde an drei Konzertabenden in Hamburg, Zoetermeer und Heerlen aufgezeichnet. Ray Wilson und seine Band stürzen sich dabei in ein ausdruckstarkes Set, dass energiereich und voller Spielfreude dargeboten wird. Wenn man bei der ersten CD gleich mit „The Dividing Line“, „Carpet Crawlers“ und „Ripples“ umgarnt wird, dann wird hier alles richtig gemacht. Wilson präsentiert sich als wandelbaren Sänger, seine Mitmusiker verfügen über eine Dynamik und Tiefe, die solche Lieder brauchen. „Mama“ wird gar wuchtiger als im Original, „In Your Eyes“ von Gabriel schwingt perfekt.

Wenn sich „Time & Distance“ auf dem zweiten Silberling auf die persönlichen Lieder von Ray Wilson konzentriert fällt auf, wie starke Rocksongs dieser Mann schreiben kann. Emotional, perfekt ausbalanciert und auch gerne lange ausufernd wie bei „Makes Me Think Of Home“ – hier versammelt sich langjährige Erfahrung. Dieses Livealbum ist somit eine tolle Entdeckungsreise durch viele Jahre und Stationen, erweitert mit tollen Ansagen und einer gut aufgelegten Band. Da fuchst es einem gleich, wenn man Wilson 2016 selber nicht gesehen hatte.

Anspieltipps:
The Dividing Line, Mama, Take It Slow, Makes Me Think Of Home

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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