The Tangent – The Slow Rust Of Forgotten Machinery (2017)

The Tangent – The Slow Rust Of Forgotten Machinery
Label: Inside Out, 2017
Format: Download
Links: Discogs, Band
Genre: Progressive Rock, Canterbury

Wenden wir uns doch wieder einmal einem sicheren Wert zu – die Progressive Rock Gruppe The Tangent aus England veröffentlicht nämlich erneut ein Album auf dem Inside Out Label. Diese Zusammenarbeit hat uns in der Vergangenheit die wunderbaren Alben „The Music That Died Alone“ oder zuletzte „A Spark in the Aether “ gebracht und war immer ein sicherer Wert für geschmacksvolle Musik zwischen klassischem Prog, Canterbury und Fusion. Und genau dies wird auch auf „The Slow Rust Of Forgotten Machinery“ in fünf langen bis sehr langen Liedern wieder geboten – durchmischt mit gewisser wilden Passagen und Elektronik.

Diese Frische zeigt sich auch im eigentlichen Thema der Musik – denn textlich werden The Tangent nun sehr politisch. Bekleidet von Zeichnungen des Marvel-Künstlers Mark Buckingham zeigen sich Andi Tilison und seine Mannen hier nämlich progressiv im Gedankengut. Binäre Entscheidungen, Schwarz-Weiss-Denken, Grenzen und egozentrisches Verhalten wird verurteilt – dazu singen die Gitarren und die Rhythmik gibt sich gerne wandelbar. „Slow Rust“ ist der grösste Brocken und gibt sich als zentraler Punkt kämpferisch und positioniert die Band klar. Gut so, denn Politik und Musik werden immer zusammengehören.

Wenn The Tangent am Ende mit „A Few Steps Down The Wrong Road“ klar in Richtung Brexit, Trump und ähnlich nationalistisch gehaltene Entwicklungen schiessen, dann tut dies nicht nur dem Hörer gut, es gibt auch der Musik neue Wucht. Oft war das Prog-Kollektiv nämlich etwas in seinen eigenen Bahnen gefangen, mit „The Slow Rust Of Forgotten Machinery“ wagt sich die Band aber wieder an neue Verschmelzungen von Jazz, Folk oder hartem Rock. Somit überschreitet die Platte die thematisierte Spaltung und lässt uns als Einheit weiterziehen.

Anspieltipps:
Two Rope Swings, Slow Rust, A Few Steps Down The Wrong Road

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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