Pain of Salvation – In The Passing Light Of Day (2017)

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Pain of Salvation – In The Passing Light Of Day
Label: Inside Out, 2017
Format: Download
Links: Facebook, Band
Genre: Progressive Metal

Lange war es ruhig um die Band und viele sagten, sie sei für immer vom Weg abgekommen. Und als Frontmann und Zeremonienmeister Daniel Gildenlöw dann 2014 wegen einer schweren Krankheit am Rand des Todes stand, schien es für immer aus mit Pain Of Salvation. Doch endlich verlassen die Musiker aus Schweden die Dunkelheit und kehren zwei Jahre nach ihrem Restenalbum, fünf Jahre nach ihrem edrigen Rockwerk und geschlagene neun Jahre seit „Scarsick“ wieder mit progressivem Metal zurück. Wer also die typische Musik der Band vermisst hat, darf aufatmen: Die Truppe bäumt sich noch einmal auf.

Wie man es bei Pain Of Salvation liebt, beginnt auch „In The Passing Light Of Day“ mit heftigen Attacken in Form von fordernden Rhythmen, sägenden Gitarrenriffs und dem wilden Schlagzeug. Sofort stellt sich das Gefühl wieder ein, das man damals bei „BE“ oder „Remedy Lane“ hatte – nur klingt die Band etwas dreckiger und ungepflegter. Dies passt aber perfekt zu den Wandlungen, die Gildenlöw mit seinen Musikern in den letzten Jahren durchgemacht hat, sowie zu den sehr persönlichen und emotionalen Texten. Mit Liedern wie „Tongue Of God“ oder der traurigen Ballade „Silent Gold“ greift der Sänger direkt die Lügen des Lebens an, sucht Halt im Dasein und verarbeitet seine persönlichen Rückschläge. Stakkato und Laute treffen in „Meaningless“ auf dunkle Gedanken, „Full Throttle Tribe“ thematisiert das Bandgefüge mit schrägen Takten und Doublebass.

Über all dem steht natürlich der extrem wandelbare und verspielte Gesang von Gildenlöw selbst, der immer noch perfekt als Aushängeschild von Pain Of Salvation funktioniert. Mit den langen Liedern, den Folk-Einlagen und dem ureigenen Umgang mit Progressive Metal ist die Band wieder voll da. Und somit ist „In The Passing Light Of Day“ genau so, wie es sein sollte: Fordernd, mit intelligenten Aussagen und Ideen zwischen den wilden Angriffen, und voller Gefühl und Sinnierungen. Das Album ist somit eine fulminante Rückkehr, Balsam auf die Prog-Seele und eine Platte, die Zeit fordert – und dafür lange wächst.

Anspieltipps:
Meaningless, Full Throttle Tribe, The Taming Of The Beast

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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