The Brian Jonestown Massacre – Third World Pyramid (2016)

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The Brian Jonestown Massacre – Third World Pyramid
Label: Cargo Records, 2016
Format: Download
Links: Discogs, Band
Genre: Psychedelic-Rock

Beim 15. Studioalbum darf man sich auch etwas zurücklehnen und das bereits Getane bewundern. Selten ist eine Band so fleissig wie The Brian Jonestown Massacre – die kunterbunte Psychedelic-Folk-Rock Truppe rund um Anton Newcombe veröffentlicht pflichtbewusst in jeden Jahr neue Musik. „Third World Pyramid“ stellt ein Novum dar, wurde die Scheibe doch komplett in Newcombes neuem Cobra Studio in Berlin aufgenommen und produziert. Dabei klingt die Musik aber nicht wahrnehmbar anders als zuvor, weiterhin setzt die Truppe auf eine bunte Instrumenten- und Stilmischung in ihrem eigenen Rockkosmos.

Was aber schnell auffällt ist die Tatsache, dass sich The Brian Jonestown Massacre hier erstaunlich konventionell geben. Sicherlich, man findet mitternächtliche und morbide Meditationen mit Surfgitarren, spanisches Flair zwischen Drone und Sechziger-Drogen, oder sanfte Psychedelica mit süssem Beigeschmack. Doch „Third World Pyramid“ wagt keine Experimente im Klangbild und führt die Traditionen der letzten Veröffentlichungen schon fast stur weiter. Der unberechenbare Wahnsinn ist irgendwo schlafen gegangen und lässt die Band ausnahmsweise alleine. Somit driftet man hier nicht in einen Drogenrausch, sondern landet eher im bekannten Freundeskreis.

Business as usual? Auf eine Art gewiss, aber The Brian Jonestown Massacre sind eine dieser Gruppen, die immer Freude machen. „Third World Pyramid“ wird zwar in keiner Liste als bestes Werk der Band geführt werden, aber einen Moment zum Innehalten hat doch jeder einmal verdient. Schade ist nur, dass auch hier die Texte erneut sehr mittelmässig sind und man diese besser überhört. Aber bei einer solch farbigen Truppe wie dieser klappt das schon, das nächste Mal aber bitte wieder mehr Verrücktheit.

Anspieltipps:
Good Mourning, Assignment Song, Like Describing Colors To A Blind Man On Acid

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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