Das Pirmin Baumgartner Orchester – Schwere Knochen (2016)

Pirmin Baumgartner Orchester_Schwere Knochen_MBohli

Das Pirmin Baumgartner Orchester – Schwere Knochen
Label: Lauter Musik, 2016
Format: CD
Links: Facebook, Band
Genre: Rock, Rap

Direkt und nicht selten brutal in seiner Wortwahl lässt uns Sänger Till Ostendarp mit seine Texten auf die Wahrheit prallen – die Musik hinter diesen Worten bleibt dabei immer aufwühlend und heftig. Es scheint nicht der Fall zu sein, dass das Pirmin Baumgartner Orchester auf seinem Debüt die Welt zaghaft in seinen Besitz nehmen will. Aber dieser Umstand passt auch ganz gut zu dem Wandel, den Herr Baumgartner mit dieser neuen Inkarnation durchgemacht hat. Was früher eine ausgefallene Elektro-Rock-Formation war, ist nun ein Orchester.

Natürlich, für alle die sich jetzt verwundert die Augen reiben – die Musik klingt ziemlich anders mit einer Gesamtanzahl von 18 Personen im Studio und auf der Bühne. Wer sich wie das Pirmin Baumgartner Orchester plötzlich eine grosse Bläserfraktion zu den rockenden Musiker hinstellt, der will mehr. Und so ist auch „Schwere Knochen“ ein Album voller Bonus und Zusatz. Was zuerst noch scheinbar nachdenklich und etwas zurückhaltend auf den Platz tritt, nimmt bald mit Emotionen und lauten Ausbrüchen gefangen. Man denkt nicht nur wegen dem Gesang an die Deutsche Math-Core-Helden The Hirsch Effekt. Hier geht es um alles.

Je weiter man auf „Schwere Knochen“ voranschreitet, desto mehr Schichten der Musik öffnen sich. Bläser und Schlagzeuger zeigen sich filigran und wandelbar, die Texte werden immer härter und schneidender. Plötzlich ist man zusammen mit dem Pirmin Baumgartner Orchester in Gebieten gelandet, in die sich momentan sonst nur Casper traut. Direkte Wahrheiten mit wuchtigen Melodien und Arrangements – das geht unter die Haut bis auf die..? Genau, die Kalzium-Träger werden auf beste Weise beansprucht und stecken gemeinsam mit dem Gehirn vieles ein. Doch dieses Stück Musik belohnt immer, auch wenn man zuerst blutet.

Anspieltipps:
Sieh mich an, Fremd, Blau wie das Meer

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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