Pain Of Salvation – Remedy Lane Re:visited (Re:mixed & Re:lived) (2016)

Pain Of Salvation - Remedy Lane

Pain Of Salvation – Remedy Lane Re:visited (Re:mixed & Re:lived)
Label: Inside Out, 2016
Format: Download
Links: Discogs, Band
Genre: Progressive Metal

Fans sind schon mühsam, da wollen sie von ihrer liebsten Band immer neues Material, in welchem sich eine Weiterentwicklung spiegelt, zugleich möchten sie aber immer wieder die besten Momente neu verpackt bekommen. Auch Pain Of Salvation spüren diese merkwürdige Einstellung gegenüber der Musik immer wieder und machen allen einen Strich durch die Rechnung: Sie veröffentlichen dieses Jahr endlich wieder ein Album gefüllt mit Progressive Metal, das genau klingt wie „Remedy Lane“ – nämlich „Remedy Lane Re:visited“.

Vor 14 Jahren war der Prog-Metal noch einfacher und nicht von tausend Genres unterwandert, und Pain Of Salvation aus Schweden erreichten mit dem halb autobiografischen Werk „Remedy Lane“ ihren Durchbruch. Scharfe Riffs, wild wechselnde Takte, klangliche Angriffe, plötzlich einbrechende Ruhe und über allem die grossartig wandelbare Stimme von Daniel Gildenlöw – auch als neu abgemischte Version verliert „Remedy Lane“ nichts von seiner Faszination. Was die Band hier auf über 60 Minuten zeigt ist ein Wechselbad der Gefühle, man leidet, jubelt und wütet mit den Musikern. Die Lieder sind eingängig und doch wunderbar versponnen.

Pain Of Salvation waren immer bekannt dafür, ihre harte und kunstvolle Musik mit einem starken erzählerischen Hintergrund zu verdichten. Auch bei „Remedy Lane“ fühlt man sich sofort in einer spannenden Geschichte, Gildenlöw singt, schreit, spricht, flüstert und leitete die Band zu neuer Perfektion. Noch bevor sich die Schweden dem sanften Blues-Rock zuwandten, erhielt man hochmelodische Prügel, brutale Schönheit und ein unvergleichliches Klangbild im düsteren Spektrum.

Und wem dies nicht ausreicht, der darf sich mit „Re:lived“ das gesamte Album als Konzert aus dem Jahre 2014 anhören. Hier zeigt sich die wahre Grösse der Band und der Mehrwert: So perfekt und mitreissend wird Progressive Metal live selten geboten. Ein super Paket, um endlich wieder einmal in die Glanzzeiten des Genres zurückzureisen.

Anspieltipps:
This Heart Of Mine (I Pledge), Remedy Land, Beyond The Pale

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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