65daysofstatic – No Man’s Sky: Music For An Infinite Universe (2016)

65daysofstatic - No Mans Sky

65daysofstatic – No Man’s Sky: Music For An Infinite Universe
Label: Laced Records, 2016
Format: Download
Links: Discogs, Band
Genre: Soundtrack,

Unendliche Weiten, tiefste Dunkelheit, karge Wüsten, gleissende Sonne – das Universum ist nicht nur unendlich gross, sondern auch vielfältig und unerklärlich faszinierend. Wie gerne würden viele Menschen durch diese Nebel- und Sternenfelder fliegen und neue Orte und Lebensformen entdecken. Virtuell wird dies mit „No Man’s Sky“ nun möglich, das Game lässt uns alles bereisen und erforschen. Um diese Momente perfekt zu untermalen, benötigt man Künstler, die sich mit Abwechslungsreichtum auskennen und Experimente wagen – wieso also nicht die avantgardistischen Post-Rocker 65daysofstatic?

„No Man’s Sky: Music For An Infinite Universe“ könnte Kenner der wuchtigen Auswüchse von 65daysofstatic aber nun auf dem falschen Fuss erwischen – denn diese Soundtrack-Arbeit verehrt den träumerischen Flügen durch das Weltall an. Sanft und gemächlich entwickeln sich die Stücke, Ambient und Electronica beherrschen den Datendisplay. Nur in wenigen Momenten übernehmen Rhythmus und Beats das Steuer und lassen die Schutzschilde herunter. Solche Massnahmen werden meist eh nicht gebraucht, denn egal wie verstörend die elektronischen Geräusche zuerst klingen – hier ist einem alles friedlich gesinnt. Im Gegensatz zu früheren Alben der Band wird man hier nicht von hinten angegriffen und an den Füssen aufgehängt.

Sicherlich sind Soundtracks ohne begleitende Bilder oder Taten eine zweischneidige Angelegenheit – dank der sechs langen Soundscapes, welche die einzelnen Tracks zu langen Epen erweitern, bieten 65daysofstatic aber echten Mehrwert. „No Man’s Sky: Music For An Infinite Universe“ ist zwar eher eine Scheibe für Effekttüftler und Klangwellenträumer, schliesslich beherrschen die ruhigen Momente das Geschehen – sie versprüht aber eine eigene Art von Aufregung und Spannung. Und man muss bei Erstkontakten ja nicht immer gleich die Laserkanonen abschiessen.

Anspieltipps:
Asimov, End Of The World Sun, NMS_exteriorAtmos1 / False Suns

Dieser Text erschien zuerst bei Artnoir.

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