Noise – Echoes (2016)

Noise_Echoes

Noise – Echoes
Label: Hljodverk Records, 2016
Format: Download
Links: Bandcamp, Band
Genre: Alternative, Indie

An dieser Band ist eigentlich alles falsch herum. Der Name Noise lässt auf Krawall und Krach hoffen, man erhält aber einfühlsamer Rock, akustisch gespielt. Die Musik lässt an eine Herkunft aus den amerikanischen Staaten denken, die Gruppe stammt aber aus Island. Ist denn nichts mehr heilig und nichts mehr wahr? Doch bar jeder Verwirrung beweist „Echoes“, dass gute Musik von jedem Menschen aus jeder Ecke dieser Welt stammen kann.

Noise zeigen auf ihrem vierten Album, dass alternativer Rock keine lauten Gitarrenriffs und wuchtige Blasts braucht. Emotional und schön zeigen die Herren, dass der Grunge niemals komplett sterben wird. Denn sobald die Bald loslegt und sich reduziert mit Klavier, akustischer Gitarre und kerniger Rhythmussektion schleppend in die Welt begibt, denkt man an Namen wie Alice In Chains oder Mother Love Bone. Wie damals, als wir alle noch Holzfällerhemden trugen, zeigen sich Noise schlank aber sehr gelungen.

Dank dem spannenden Songwriting mit kräftigen Gitarrenspuren, interessanten Schlagzeugmustern und dem Streichquartett von Mark Lanegan, werden Lieder wie „Out Of Line“ oder „Fathead“ mit viel Gefühl und Sorgfalt gefüllt. Sicherlich erfinden Noise auf „Echoes“ weder die Rockmusik noch das Bandgefüge neu, machen mit ihrer ehrlichen und offenen Art viel Freude. Und wenn sich dann plötzlich songdienliche Gitarrensolos über die Lieder legen, sieht man das Glitzern in den Augen der Musiker. Island ist doch nicht immer nur merkwürdig und abgedreht.

Anspieltipps:
Quiet, Out Of Line, Fathead

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