Brian Fallon – Painkillers (2016)

Brian Fallon_Painkillers

Brian Fallon – Painkillers
Label: Island Records, 2016
Format: CD
Links: Discogs, Künstler
Genre: Rock, Alternative

Wenn die Lampen ausgehen und die Gassen kurzeitig in Dunkelheit getaucht werden, ist das für viele ein Grund, sich missmutiger zu fühlen. Doch keine Angst, einmal um die Ecke und schon wird man wieder von Licht erhellt. Es ist zwar kein Gas, das hier brennt, aber ein Lagerfeuer tut es ja auch – und ist dazu noch einladend. Daneben sitzt Brian Fallon und betrachtet nachdenklich seine Gitarre, spielt ein paar Akkorde und singt dann mit seiner rauen und unverkennbaren Stimme intime Texte.

Was auch stark reduziert seinen Reiz versprühen würde, erhält man auf „Painkillers“ mit kompletter Band. Brian Fallon hat The Gaslight Anthem zwar in den Hiatus geschickt, musiziert aber unter seinen eigenen Namen munter weiter. Das Soloalbum ist kein reiner Neuanfang oder eine Loslösung alter Geschichten, doch aber eine Weiterentwicklung des bekannten Status. Mit dieser Platte ist Fallon noch ein Stück näher an den Pop gerückt und hat seine Lieder noch mehr in das Format Singer-Songwriter eingepasst. Der Künstler versteht es vorzüglich, kleine Perlen in interessanter Liedform darzubieten – an Vorbilder wie Bruce Springsteen ist Fallon nun in Griffnähe herangerückt. Das Gerüst der Songs ist der alternative Rock, er benutzt als Streben aber gerne auch Blues, Country und Folk. Sicherlich ist von den Wurzeln im Punk nur noch wenig übrig geblieben, aber „Painkillers“ will auch gar nicht mehr dazu zählen.

Mit diesem Soloalbum beweist Brian Fallon, dass er warme und schöne Lieder schreiben kann – und dass er zu den wichtigen Songwritern in den USA gehört. „Painkillers“ ist ein menschennahes, verständnisvolles und emotionales Album für alle Menschen, die gerne mit ihrer Musik sprechen. Ab der Hälfte erhält man zwar manchmal das Gefühl der Wiederholung, dies stellt sich aber nicht als grosser Negativpunkt heraus. Die Romantik der amerikanischen Musiktradition trumpft.

Anspieltipps:
Among Other Foolish Things, Steve McQueen, Rosmary

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