Great Collapse – Holy War (2015)

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Great Collapse – Holy War
Label: End Hit Records, 2015
Format: CD
Links: Discogs, Band
Genre: Punk, Hardcore

Ach, eigentlich ist es doch schon enttäuschend/erfreulich, dass man bei „Holy War“ genau das kriegt, was man erhofft/befürchtet hatte. Denn wenn schon harte Typen aus Bands wie Rise Against, Strike Anywhere oder Comeback Kid zusammenkommen und Wut und Klang erneut zu einer schwitzenden Symbiose vermengen, dann wird das Rad nicht neu erfunden. Genau dies ist aber wiederum ein perfekter Grund, um sich in wilde Moshpits zu begeben und die fiesen Machenschaften an den Pranger zu stellen. Hardcore-Punk wie er sein will, wie er aufblüht.

Somit sollten eigentlich nur noch die mitlesen, die immer erfreut die Faust in den Himmel recken, wenn es um solche Musik geht. Aber was wollen wir auch mit den Weicheiern und Mitläufern, ist doch sowas von egal, dass diese Supergroup ihren Wurzeln treu bleibt. Great Collapse bieten nämlich wunderbar melodischen und wütenden Gesang, schnittige Gitarren und ein Schlagzeug, dass jeden Kürbis einschlägt. Ja Mann, damit ist dein Schädel gemeint. Denn warum sollen wir auch jede Ungerechtigkeit still schlucken und uns der Masse fügen? Krieg, Unterdrückung, Ungleichheit – Great Collapse nutzen die laute und wilde Musik, um sich zu wehren und mit uns die Welt besser zu gestalten. Das funktioniert schliesslich nur mit viel Energie, und daran mangelt es „Holy War“ nicht. Mit Liedern wie „The World Between“ wagt sich die Truppe auch an Klänge neben den Normen, formt ihre Musik immer wieder etwas um oder wird sogar ganz still.

Nein, einfach nur mehr vom Gleichen ist „Holy War“ natürlich nicht – hinter Great Collapse stecken schliesslich fünf talentierte und versierte Musiker. Somit werden Punk, Rock und Hardcore spannend gemischt und die Platte bewegt sich zwischen extremen Ausbrüchen und eingängigen Lektionen. Liebhaber des Stils und der genannten Bands können somit ohne Angst zugreifen – obwohl, dieses Gefühl kennen wir ja sowieso nicht, wenn wir gemeinsam unterwegs sind. Auf die Strasse!

Anspieltipps:
Break In Case Of Emergency, The World Between, The Ones Who Last

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