Manhigh – Diver (2016)

Manhigh - Diver

Manhigh – Diver
Label: Eigenveröffentlichung, 2016
Format: Download
Links: Band, Facebook
Genre: Rock

Lässt sich in Zürich eine Rebellion anzetteln, brennt die Stadt wieder einmal? Oder gehört der Ort heutzutage doch den Leuten, die im edlen Anzug mit Fantasiezahlen ganze Landstriche erobern? Wie auch immer, Manhigh geben nicht klein bei und beweisen mit „Diver“, dass man auch 2016 noch knallenden und traditionellen Rock auf die Beine stellen kann, der so manchem noch Feuer unter dem Arsch macht. Die Band beugt sich dabei niemandem und legt ihre neuste Scheibe als eigene Veröffentlichung der Welt vor. Handgemachte Musik hat auch nichts anderes verdient.

Manhigh gehen ihre Lieder mit viel Gewichtung der Gitarre an, diese trägt die Lieder nicht nur, sondern gibt oft auch die Richtung vor. Songdienliche Soli sind erlaubt, minutenlanges Herumgezupfe wird aber niemandem zugemutet. Dies ist gut so, denn Rock ist vor allem eine druckvolle Teamarbeit, die in knackigen Songs am meisten Wucht verbreitet. Auch wenn sich Bass und Schlagzeug auf „Diver“ eher zurückhalten, muss das Rampenlicht nicht besucht werden, um die kräftigen Fundamente der Stücke aufzubauen. Aus allem herausstechen kann aber der raue und kräftige Gesang von Michi. Manchmal wie durch eine Knoblauchpresse rausgedrückt, präsentiert er seine Text hochenergisch und passt damit perfekt zum wilden Auftreten der Band. Bei Rock bedeuten diese Elemente immer eines: Stimmung! Und so verhält es sich auch bei Manhigh – ihre neuste Platte macht viel Spass und bietet über die gesamte Laufzeit wunderbare Momente für Lederjackenträger und Biertrinker. Man darf sich gerne mal die Arme um die Schulter legen und bei Songs wie „Falling Apart“ herumschunkeln, die Luftgitarren werden aber nie für lange an die Garderobe gehängt.

Auch ohne Revolte in der Schweiz holen sich Manhigh ihre Inspiration von weit her: Stoner, Sludge und Metal dürfen die Stücke prisenweise würzen, „Diver“ wird somit abwechslungsreich und man hört es gerne in der heimischen Stube – bitte Stiefel vorher ausziehen – oder feiert in seiner Lieblingsbar. Die Musiker verstehen ihr Handwerk und lockern die klassische Stilrichtung mit viel Eigeninitiative auf und katapultieren sich damit zwischen Sex und Alkohol.

Anspieltipps:
Falling Apart, We Once Were Strangers, What You Got

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