The Drops – Adios (2015)

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The Drops – Adios
Label: Eigenvertrieb, 2015
Format: Download
Links: Facebook, Band
Genre: Pop, Indie

Die Tropfen vermengen sich gerne zu etwas grösserem, in den Ferien liebt man vor allem ihre Gruppenform als Welle. Ob man hineinspringt, darauf reitet oder einfach nur dem Bruch lauscht, es befreit und macht glücklich. Diese Stimmung versucht nun auch die Schweizer Band The Drops zu erschaffen und beschwört mit ihrer zweiten CD „Adios“ den Abschied in tropische Gefilde. Während den drei Jahren Pause seit ihrer letzten Veröffentlichung hat sich die Band vor allem von der Sonne inspirieren lassen.

Der Pop von The Drops wird von leichten Gitarrenfiguren getragen, sommerlichen Lieder und einer Stimmung, der man auch unter Palmen begegnet. Sehnsucht und Fernweh lassen sich herausspüren, bringen einen aber dazu, die Sorgen zu vergessen. Nur selten drückt die Melancholie durch das Wasser und dringt an die Oberfläche. So ist auch die Instrumentierung luftig und dem klassischen Band-Pop angelehnt. Auf zu viele elektronische Mittel wird verzichtet, die Gitarre bleibt Hauptverantwortliche der Melodien. Bass und Schlagzeug geben sich brav mit dem Gerüstbau zufrieden, das Keyboard hält sich zart im Hintergrund. Auch der Gesang bleibt bei gängigen Melodien die nicht überraschen, wie auch die Songformate allgemein. Oft ertappt man sich dabei, dass man aufgezeigte Melodien mit einem Lala-Gesang untermalen möchte, was nicht gänzlich verkehrt ist. Denn irgendwie fehlen die Abenteuerlust und der Wagemut, die Stücke ähneln sich beim Schema, beginnen mal mit einer Gitarre, dann wieder mit einem Takt voller Rhythmik. Schnell kommen immer Refrain und Strophe um die Ecke. Dass man dem Gesang den Akzent anhört stört hingegen nicht, irgendwie passt dies zur Stilrichtung des nicht all zu ernsten Popspiels.

Somit ist „Adios“ zwar ein nettes Popalbum, doch besteht den Test nicht, wenn man es oft in kurzer Zeit hört. Schnell wird man gewisser Elemente überdrüssig, man hat alles sofort erfasst und entdeckt. Da helfen leider auch die Anleihen an die karibischen und tropischen Klänge nicht immer weiter. Wobei ich auch ein Mensch bin, dem es nach zwei Tagen am Strand langweilig wird.

Anspieltipps:
Koto High, Ko Samui, We Can’t Hide

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