Radiohead – A Moon Shaped Pool (2016)

radiohead-a-moon-shaped-pool

Radiohead – A Moon Shaped Pool
Label: XL Recordings, 2016
Format: Download
Links: Discogs, Band
Genre: Art-Rock, Electronica

Alles ist immer überraschend, anders, plötzlich und revolutionär. Oder man möchte dies zumindest Radiohead bei jedem neuen Album zuschreiben. Doch auch wenn sie „A Moon Shaped Pool“ ohne Vorwarnung einfach so erscheinen lassen, dabei musikalisch aber die Welt schon lange nicht mehr aus ihrer Umlaufbahn werfen, sind diese Adjektive natürlich nicht immer einfach anzubringen. Solange wir aber von der grossartigen Band aus England sprechen spielt all dies keine Rolle, denn die Mannen verstehen es weiterhin, intelligente und perfekt geschriebene Musik zu veröffentlichen.

„A Moon Shaped Pool“ muss dazu keine neue Stilrichtung erfinden und keine Pfade einschlagen, die man auch mit hellstem Sonnenlicht nicht verfolgen kann. Der Vorbote „Burn The Witch“ zeigte der Menschheit bereits auf, dass Radiohead vor allem für sich selber stehen – und dies ist eine Form und Figur, die in den letzten Jahrzehnten definiert wurde. Man findet nun Rückgriffe auf Klassiker wie „OK Computer“ oder „Kid A“, mischt all dies aber mit neuen Strömungen und dem Ansatz von „The Bends“. Denn hier finden Radiohead wieder ein Element, dessen Absenz viele Leute von der Band weggetrieben hat – Eingängigkeit. „A Moon Shaped Pool“ lässt nicht nur Thom Yorke singen statt unsäglich jammern, sondern ist ein Sack voller wunderschöner und greifbarer Lieder. Man fühlt sich in der Musik voller Streicher, Klavier und Gitarren zwar nicht immer sicher, kann aber auf die fesselnde Schönheit zählen.

Wie sich das Album im Gesamtwerk von Radiohead einordnen lässt, kann man jetzt nur schwer beurteilen. Denn auch diese Platte will über Monate genossen und verzehrt werden – doch bereits jetzt ist klar, „A Moon Shaped Pool“ ist traumhaft faszinierend, facettenreich und einfach nur gross. Somit machen genau diese Aspekte aus den Liedern dann doch wieder eine Revolution – auf menschlicher und kreativer Ebene und in Bezug auf die Grenzen der Musiker. „Daydreaming“ fasst es perfekt zusammen und dringt geborgen in neue Atmosphären ein. War ja zu erwarten, oder?

Anspieltipps:
Burn The Witch, Desert Island Disc, Ful Stop

Advertisements

3 Kommentare

  1. Ich habe ja erst in Tokio zu Radiohead gefunden, war auch von „Burn The Witch“ hin und weg. Ich hoffe, ich kriege noch das Geld zusammen fürs Lollapallooza. Dann kann ich sie gleich dieses Jahr noch live mitnehmen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s