Hilary Duff – Breathe In. Breathe Out. (2015)

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Hilary Duff – Breathe In. Breathe Out.
Label: RCA, 2015
Format: Download
Links: Discogs, Künstlerin
Genre: Pop, Dance

Manchmal siegt die Neugier über alles – Vernunft, Vorwissen und auch Vorurteile. Aber dank dem Internet ist es ja möglich, sich über musikalische Grenzen hinwegzusetzen, ohne Verluste zu erleiden. Man darf Alben anhören, beurteilen und genau studieren, ohne viel Geld in die Hand zu nehmen. Somit wagte ich mich an ein Experiment und führte mir „Breathe In. Breathe Out.“ zu Gemüte, das erste Album von Hilary Duff seit acht Jahren. Eine Ewigkeit für einen Popstar, besonders für eine Dame, die ihren Ruhm noch zu Zeiten als Disney-Girl einfuhr.

Doch mit dieser neuen Scheibe könnte für Frau Duff ein neues Zeitalter beginnen, denn die zwölf Lieder zeugen von Zeitgeist und Mut. Sicherlich, das Album bewegt sich weiterhin im überschaubaren und teilweise sehr generischen Feld des Synth-Pop, angereichert mit Folk oder Dance. Und auch die Stimme von Hilary ist nicht wahnsinnig vielfältig, Kapriolen in hohen oder tiefen Tonlagen gibt es praktisch keine. Aber trotzdem, eine gewisse Faszination geht von ihr aus. Während drei Jahren wurde mit vielen Produzenten und Musikern (unter anderem Ed Sheeran) an den Songs herumgeschraubt, in mehreren Studios und Ländern die melodienreiche und oft fröhliche Musik eingespielt. „Breathe In. Breathe Out.“ merkt man diese Verteilung nicht an, das Album wirkt geschlossen und schafft den Spagat zwischen Clubmusik und älteren Popausschweifungen, die Sternchen wie Duff in den 2000er-Jahren berühmt gemacht haben. Dabei gelingt es der Sängerin immer, stilvoll zu bleiben und gar zu überraschen, denn gewisse Lieder hätte man von ihr nicht erwartet. Die Platte macht Spass, unterhält und lässt sich flott anhören.

Sicherlich, Hilary Duff gewinnt mit ihrem neusten Werk keinen Innovationspreis, auch sind die Stücke oft unter sich tauschbar und die Veröffentlichung unterliegt keiner zwingenden Strategie. Über die Texte verliert man besser nicht zu viele Worte, wie oft im Pop bestehen diese nur aus mittelmässigen Phrasen. Aber der Dame ist es gelungen, ihre musikalische Reise seit „Dignity“ kompetent fortzusetzen und ihren Sexappeal auf die Musik zu übertragen. Wunderbar für leicht angetrunkene Nächte im Club voller Glitzer.

Anspieltipps:
Confetti, Breathe In. Breathe Out., Night Like This

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