Live: Wanda, Volkshaus Zürich, 16-02-17

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Wanda
Support: Kent Coda
Mittwoch 17. Februar 2016
Volkshaus, Zürich

Ausverkauft, vollgepfercht und in ausgelassener Stimmung – wenn Wien nach Zürich kommt, dann kennt man keine Grenzen mehr. Das Leben schränkt schliesslich zur Genüge ein, immer diese Regeln und Umgangsformen die man einhalten muss. Dabei leidet man doch oft unter der Liebe, dem Tag danach und all den Vorstellungen anderer Menschen. Sind doch alle gleich verrückt und verloren. Teil einer Jugendbewegung? Nein danke, wir feiern Amore und unsere Melancholie in der Flasche. Wir tanzen auf den zerbrochenen Träumen und stürzen uns in das nächste Abenteuer.

Und wie gefeiert wurde. Wanda, die Indie-Rock Sensation aus Österreich hat auch bei uns eingeschlagen und landet Erfolg um Erfolg. Die Tour zum neusten Album „Bussi“ machte bereits 2015 in Zürich Halt, für alle Glücklosen folgte nun ein zweiter Auftritt im grösseren Volkshaus – selbstverständlich wieder ausverkauft. Bereits ab der ersten gespielten Note war im Publikum ein Tumult, es wurde getanzt, gesungen und gelacht. Kein Wunder, denn die Lieder von Wanda sind eingängig, schelmisch und schmuddelig. Dank den wunderbaren Texten auf Wienerisch kann man lauthals mitgröhlen und fühlt sich direkt angesprochen. Ob man nun Schnaps trinkt, auf den Gassen wankt oder fremde Städte mit Liebe besucht – hier sind wir alle im gleichen Boot und geben bestimmt nicht auf.

Auch musikalisch versprühen Wanda eine unwiderstehliche Mischung aus Rock, vergangen Tugenden und modernen Weltsichten. Es wurde oft geschrieben, dass dies wohl eine der letzten, definitiven Rock-Bands sein wird. Eine Aussage, die man auch nach dem schweisstreibenden Auftritt in Zürich nur unterstreichen kann. Sänger Michael Marco Fitzthum kam in weissem Anzug auf die Bühne, nur um sich bald immer mehr zu entkleiden und dann ein Bad in der Menge zu wagen. Eine Rampensau die gerne Mal Feuer im Publikum holt, und dann im Saal eine Zigarette anzündet. Dies veranlasste auch das Publikum die Regeln zu brechen, der Nebel von der Bühne mischte sich mit Rauch. Ein Unterton, wie die Orgel zwischen den Gitarren, wie der Schmutz zwischen den Küssen. Ein Erfolgserlebnis vom ersten bis zum letzten Klang, Wanda sind grossartig.

Erstaunlich gut waren auch Kent Coda, die den Abend im türkischen Stil einleiteten. Aus Köln stammend, brachte das Trio hitzige Rhythmen und gesangliche Abenteuer in das Volkshaus. Für einmal war das Gebäude nicht in der Schweiz, sondern in der Türkei angesiedelt. Und als die Band dann noch „Bologna“ vom Hauptact coverte, liessen alle Zuschauer die Hände in die Luft gleiten und waren bereits jetzt in der Glückseeligkeit angekommen.

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4 Kommentare

  1. Und ich habe leider verpasst, mir die Karten fürs Konzert in Berlin zu holen… Naja, gibt ja sicherlich noch weitere Gelegenheiten, diese großartige Band zu sehen 🙂

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