Liebster Award #2 – Das Franzi schlägt zurück

Franzi war so lieb und hat mich mal wieder für den Award nominiert. Meine letzte Teilnahme ist schon einige Zeit her, da kommt mir dies gerade recht. Auch wenn die Fragen nicht immer einfach zu beantworten sind, aber das gehört schliesslich zu dieser wunderbaren Beitragsreihe. Fantasie an und los gehts!

1. Deine Lieblingsteesorte?
Tee trinke ich erstaunlich selten, aber wenn es eine Tasse gibt mag ich am liebsten Schwarztee. Ohne Zucker. Mein Vater macht immer selber wunderbaren Tee aus eigens gesammelten Kräutern und Blumen – da sage ich bei einem Besuch im alten Zuhause selten nein. Und wenn es süss sein soll, dann bitte den originalen Kult-Ice-Tea aus der Migros.

2. Gibt es einen Film/eine Serie/ein Buch bei dem du als einziger eine andere Meinung hast bzw. dich so fühlst?
Mein Geschmack ist sehr breit gefächert, da kommt es oft vor, dass ich mediale Erzeugnisse mag und viele damit zum Kopfschütteln animiere. Bei „Tree Of Life“ stiess ich nur auf fragende Gesichter als ich offebarte, dass es für mich einer der schönsten Filme aller Zeiten sei. Bei „Iron Sky“ konnte ich im Kino kein einziges Mal lachen (echt wahr jetzt), und musste dafür einige Sprüche kassieren.
Und von der Musik reden wir lieber gar nicht, da gibt es einiges, was gerne belächelt wird. Aber so wird das Leben doch interessant.

3. Aus was ziehst du deine Kraft für das tägliche Leben?
Bestimmt nicht aus viel Schlaf oder regelmässigem Frühstück, denn diese Elemente scheinen zur Zeit immer mehr zu fehlen. Umso wertvoller sind dafür die Stunden mit Freundin, guten Freunden, wunderschönen Alben, mitreissenden Konzerten, neuen Bekanntschaften, bequemen Sofa, Bier und Gelächter, an Zugfenstern vorbeirauschenden Landschaften, wirkungsvoll aneinandergereihten Buchstaben und farbig leuchtenden Bildern.
Ohne Musik jedoch würde auch all dies auseinanderfallen, und ich zerbrechen.

4. Was war das letzte wirklich deliziöse, was du gekocht hast?
Da muss ich jetzt etwas beschämt zugeben, dass ich meist koche, weil ich essen muss. Da werden nicht unbedingt grossartige Mehrgänger gezaubert, sondern leckere, vegane Speisen aus viel Gemüse. Zufrieden bin ich eigentlich immer, wenn dann Besuch mitisst wird es auch gerne etwas aufwändiger. Für mich alleine ist es mir dann aber zu schade um die Zeit. Falscher Denkansatz ich weiss.

5. Gibt es eine Filmszene, die dir tatsächlich einmal passiert ist?
So direkt wohl nicht, aber schon oft geschah das Gegenteil – oder man hatte zumindest diese Vermutung. Denn wie oft war man mit Freunden unterwegs, erlebte grossartige Momente oder Gegebenheiten die sich perfekt für einen Film oder eher eine Sitcom eignen würden? Nein, an dem durch Drogen verzerrten Weltbild kann es nicht liegen. Wir sind Helden, wir sind Anti, wir sind das Jetzt.
Hat hier ja auch gereicht:

6. Welche Sendungen lassen dich die Rundfunkgebühren verschmerzen?
Keine, denn ich habe noch nie in meinem Leben in einem Haushalt mit Fernsehempfang gelebt. Echt wahr. Damals im Elternhaus hatten wir keinen Anschluss, in den WGs war es nie ein Thema und in meiner eigenen Bude liess ich die Anschlüsse gleich blombieren. Wenn etwas wirklich mein Interesse streifen würde, dann gibt es immer noch das Internet. Und für alles andere existiert Netflix.

7. Welchen Song assoziierst du spontan mit mir?

Ok, das war jetzt etwas zu offensichtlich oder?

8. Was wolltest du mich schon immer mal fragen?
An welchem Datum hast du jetzt den Flug gebucht?
Begleitest du mich mal an ein Konzert von Peter Gabriel? Selber erfahren geht über von mir erklärt kriegen.
Lässt uns das Leben von unseren Liebsten wegdriften, oder bringt es uns immer näher zusammen?

9. Was passiert bei deinem letzten unangenehmen, schlechten oder peinlichen Erlebnis und wie bist du damit umgegangen?
Da will mir beim besten Willen nichts einfallen. Entweder war es so traumatisch, dass ich sogleich verdrängt habe, oder ich fand es nicht schlimm genug um mich jetzt noch daran zu erinnern. Und wer gibt solche Dinge schon gerne zu. 😉

10. Was hat dein letztes perfektes, wunderschönes Erlebnis so schön perfekt gemacht?
Teilen. Was nützten Emotionen, Vorfälle und Geschichten wenn man sie für sich alleine behalten muss und niemanden davon erzählen kann, oder sogar miteinander dasselbe erlebt? So waren die Konzerte von U2 in Berlin ein übermenschliches Erlebnis, weil ich mit neu gewonnenen Freunden tanzen, jubeln und singen konnte. So waren die letzten Kinobesuche eine besondere Erfahrung, da ich die Filme gleich mit meiner Freundin diskutieren konnte. So war der Aufbau der Solaranlage bei meinem Vater zwei Tage voller verbindender Handgriffe und witzigen Gesprächen. Einsamkeit ist mein Erzfeind.

PV_Solar-MBohli

11. Denkst du bei Musikern und Schauspielern über deren Sexualleben nach? Wenn ja, welche Erkenntnisse hattest du?
Natürlich, nur habe ich meist die Vermutung, dass man sich die erotischen Eskapaden dieser Leinwandgötter dann doch viel zu wild und abenteuerlich vorstellt. Und die grösste Frage: Wieso haben mich diverse hübsche Damen aus der Film- und Musikwelt noch nie besucht? Denken die etwa nicht über das Sexualleben von unberühmten Menschen nach? Vielleicht lässt sich Frau Goulding im Februar an einem, der von mir besuchten Konzerte dann doch überreden. *hust*


Nominationen:

Callmeappetite

Don’t Burry Your Thoughts

Filmexe

Kinomensch

Passion Of Arts

Stepnwolf

Alle die ohne Nomination mitmachen wollen, dürfen natürlich jederzeit.


Fragen:

1. Hast du die Freundschaftsbücher von damals noch?

2. Freust du dich auf das älter werden? Was daran negativ / positiv?

3. Darf man jungen Künstlern eine ehrliche (und harte) Kritik geben oder gibt es Grenzen?

4. Wenn man bei Wahlen nicht wählen geht, wählt man dann die richtigen oder falschen Volksvertreter?

5. Sollte man sein Geld für das Alter aufsparen oder bis zum letzten Cent im Jetzt leben?

6. Haben wir unsere Sehgewohnheiten zu stark an Amerikanische Filme angepasst?

7. Werden wir auch im Altenheim noch die Musik von heute hören? Und dazu mit Rollator tanzen?

8. Ist Selbstversorger ein Thema für dich?

9. Die vereinten Nationen haben die Global Goals erlassen. Was machst du dafür und damit?

10. Gibt es Filme die du nur noch aus sentimentalem Wert behalten hast, aber nicht mehr schauen kannst? Sie sind halt doch schlecht.

11. Beinhaltet mein Blog zu wenig schöne Frauen mit goldenen Stimmen und zu viele alte Männer hinter abgewetzten Instrumenten?

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9 Kommentare

  1. Jaja die Frau Goulding. Die könnte noch deine Rettung werden, aber nicht da wo du sie vermutest.
    Ich habs ja nicht so mit den Awards, aber eine deiner Fragen ist in meinem Umfeld tatsächlich in der Diskussion. Es ist die Frage 7. Sicherlich werden wir im Altenheim, wenn es das dann noch gibt, die Musik von heute hören. Aber wieder im Mehrbettzimmer. Und dann hören wir die Musik, die die noch ungeborenen Kinder (bei mir sind sie vermutlich schon auf der Welt 😉 ) meinen, dass es unsere Musik war. Da wird viel deutschsprachiges dabei sein, voran die fromme Helene, da wird Sido und Konsorten dabei sein, viel Casting. Die Auswahl wird begrenzt sein, so wie die Musik der sogenannten 80er Sender auch sehr eingeschränkt ist. Und damit sich der Kreis schließt, wird, wenn du sehr viel Glück hast, die Frau Goulding auch mal dabei sein. Dann darfst du den Rollator kreisen lassen!
    (Ach so: U2, SO liebe ich sie!)

    1. Na, das macht mich jetzt aber neugierig. Was für eine Rettung denn? 😉

      Ach was, ich werde mich abkapseln und meine eigene Musik hören. Mach ich jetzt ja auch, Kinder haben eh keine Ahnung. 😉

  2. Danke für deine Mühe mitzumachen. Da deine Fragen toll sind, sehe ich mich leider gezwungen, diese dann auch zu beackern.^^

    1. Das ist ja mal richtig toll! Ich will auch eigens gemachten Tee.
    2. „Tree of Life“ habe ich immer noch nicht gesehen, aber ein gutes Gespür für Ästhetik hat der gute Terence ja.
    3. Musik 4 life!
    4. Kenne ich aber auch von mir. Heute war ich so faul, dass es wirklich nur Spaghetti mit Pesto wurde, aber sobald sich Besuch ankündigt, wird es fancy.^^
    6. Du hast mich jetzt richtig froh gestimmt bezüglich Weihnachten. Ach, Bill Murray…
    7. Damit kann ich leben.^^
    8.
    Erste Frage: Ahaha, noch nicht, aber du wirst der erste sein, der es erfahren wird. Versprochen.
    Zweite Frage: Da fragst du noch….natürlich komme ich mit.
    Dritte Frage: Schwierig. Das klingt so, als wäre das Leben ein eigenständiges Wesen, was ich dulden muss. Ich denke, man macht sich bei vielen Menschen etwas vor. Da ist zwar Sympathie vorhanden, aber viel Oberflächlichkeit a la „Lass uns doch mal was zusammen machen.“ etc. Ich denke, dass du bei den richtigen Leuten automatisch im Kontakt bleibst, da du wirklich du sein kannst und sie sich nicht davon abschrecken lassen. Von daher würde ich sagen, dass das Leben eher die Plastikbeziehungen aussortiert.
    9. Ja, ja, das sagen se alle.^^
    10. Ich finde es auch ganz wichtig zu teilen, was einem wichtig ist, was einen berührt etc. Das sind dann wirklich die wichtigen Momente.
    11. Echt ey, ich frage mich auch ständig, warum es diesbezüglich nie an meiner Tür klingelt. Eigentlich ist es ihre Pflicht. Püh.^^

    1. Das freut mich aber, und ich bin natürlich sehr gespannt auf die Antworten. 😀

      Ich seh, unsere Ansichten decken sich auch dieses Mal ziemlich gut. Und ich freu mich natürlich sehr, diese Botschaft der Reise zu vernehmen.
      Betreffend Peter Gabriel hoff ich ja, dass der liebe Herr endlich ein neues Album fertig stellt und dann eine Europatour ankündet. Berlin wird sicher drunter sein.
      Ohne Plastikbeziehungen kann ich echt leben. Mach ich auch, immer mehr. Besonders wegen aktuellen politischen und sozialen Themen.

      1. Bombe, halt mich auf dem laufenden.

        Ich hab nutze immer meine depressiven Phasen, um alle, die sich in der Zeit sowieso nicht drum scheren, aus meinem Leben zu kanten. Ist dann immer ein kleiner, erfrischender Neuanfang.

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