Media Monday #222

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Und hier ist sie, die Schnappszahl im Media Monday. Mitmachen kann jeder, einfach hier klicken.

1. Das meiste aus Hollywood hätte noch viel dreckiger und düsterer sein können, schließlich werden die meisten Geschichten mit unnötig positiven Enden ausgestattet, die brutalen Faktoren reduziert (das bezieht sich nicht auf körperliche Gewalt) und das Produkt massentauglich gemacht. Aber es wäre an der Zeit, das Profitdenken herunterzuschrauben und mit weniger Geld bessere Filme zu erschaffen. Und dann gerne auch mal etwas Hoffnungsloses und Tragisches zu produzieren.

2. Musicals kann ich in Filmform nicht ausstehen, echt nicht. Aber die Bühnenstücke versprühen doch immer eine gewisse Magie. So hab ich in frühen Jahren Aufführungen wie „Space Dream“ oder „Jesus Christ Superstar“ erleben dürfen, und besuchte vor ein paar Jahren eine Aufführung von „Spamalot“ in London. Die Musical-Version des grossartigen Filmes „Ritter der Kokosnuss“ von Monty Python war echt urkomisch. In einer Woche gibt’s dann endlich noch „The Lion King“ in Basel. Ach ich freu mich.

3. Schlaf / Arbeiten raubt mir gehörig viel Lebenszeit, wenn ich bedenke wie viele Filme / Alben / Bücher ich in dieser Zeit entdecken und verschlingen könnte, aber schließlich muss man wieder Energie tanken / Geld aufhäufen um die anderen Zeitfresser wie Netflix oder Plattensammlung zu finanzieren. First World Problems All Over The Place.

4. „The Returned“ auf Netflix war eine DER Enttäuschungen für mich, schließlich wurde das französische Original „Les Revenants“ als einstellungsgleiche Kopie für den amerikanischen Markt neu aufgelegt. Irgendwo auf dem Weg zur Veröffentlichung ging leider viel von der Atmosphäre und Spannung verloren, die Musik stammt nicht mehr von Mogwai und die Schauspieler überzeugen nicht wirklich. Wieso werden solche Dinge gedreht? Das ist ja total uninspiriert und sinnlos.

5. Neben den einschlägig lang erwarteten Filmen freue ich mich ganz besonders auf „Jessica Jones“, denn Marvel und Netflix stellt eine grossartige Verbindung dar. Aber ehrlich gesagt: Nebst der gewaltig grossen Vorfreude auf „Star Wars – The Force Awakens“ bleibt fast kein Platz mehr für Unbekanntes, Indielieblinge oder weitere Blockbuster. Ich meine STAR WARS, wie geil!!!

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6. Die neue U2 Tour kann ich ja nur jedem ans Herz legen, denn die Iren haben es geschafft, aus ihren alten und brandneuen Songs eine Konzertinszenierung auf die Beine zu stellen, die ihresgleichen sucht. Nicht nur ist man als Zuschauer total nah dran, nicht nur ist die Technik und Präsentation auf höchstem Niveau, nein, auch die Botschaft ist grossartig. Wie es U2 geschafft haben, ihre Lieder und Texte mit aktuellen Geschehnissen und interessanten Botschaften zu verbinden, ist meisterlich. Und obwohl ich die Show nun bereits drei Mal gesehen habe, wird das Erlebnis immer intensiver und berührender. Köln, wo bleibst du?

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7. Zuletzt habe ich die wundervolle Stadt Berlin besucht und das war wieder einmal nur grossartig, weil Konzerte, dreckige Strassen, spontane Gespräche mit Fremden, lange Partynächte und das festigen von tollen Freundschaften ein perfektes Wochenende ergeben. Natürlich ging alles viel zu schnell vorbei, das Geld immer knapp und erholsam war die Reise nie. Aber schlafen kann man in der Schweiz und zurückkehren werde ich sehr bald. Mehr dazu morgen.

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14 Kommentare

  1. Zu Jessica Jones hatte ich letztens erst einen Artikel geschrieben. ich glaube nicht, dass das Serienuniversum von Marvel so funktionieren kann, wie im Kino. Aber Daredevil war echt gut.

  2. Auf den neuen Star Wars-Film bin ich auch sehr gespannt. Vorfreude will sich noch nicht einstellen, weil doch zu viel schiefgehen kann.

    Warum müssen die Amis immer Neuauflagen drehen? Sind den dortigen Zuschauern keine ausländischen Produktionen zumutbar? Oder lehnen sie die tatsächlich ab? Oder lehnen sie sie ab, weil sie ihnen nicht zugemutet werden? Ein Teufelskreis 😉 .

    1. Nur keine Angst, so wie die Bilder und Trailer bisher aussehen, kann doch Episode 7 nur toll werden. Besonders, wenn man es mit den Prequels vergleicht. 😉

      Diese Anti-Haltung von ausserstaatlichen Produktionen verstehe ich auch nicht. Ob dieser Wunsch allerdings tatsächlich von den Konsumenten stammt, kann ich nicht beurteilen.

      1. Wenn man es mit den Prequels vergleicht, würde auch das Vorlesen eines Telefonbuchs besser abschneiden 😀 . Ich bin immer skeptisch. Wahrscheinlich bis zum Abspann. Aber warum muss es echt noch bis zum 18.12. dauern?!

  3. Was hoffnungsloses und tragisches produzieren… genau mein Reden. Dummerweise sieht die welt das anders und deswegen werden Hollywood und Co weiter die filme produzieren, wo am Ende der Protagonist/in in den Sonnenuntergang fährt, läuft, reitet 😉
    Von The Returned kann man sich nur das franz. Original ansehen. Das hat was.

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