A Liquid Landscape – The Largest Fire Known To Man (2014)

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A Liquid Landscape – The Largest Fire Known To Man
Label: GlassVille Records, 2014
Format: CD
Links: Discogs, Band
Genre: Art-Rock, New-Prog

Die flüssige Landschaft aus Holland ist eine relativ neue Band im Bereich des modernen Art-Prog und stellt mit „The Largest Fire Known To Man“ ihr zweites Album vor. Dank vielen Auftritten als Vorgruppe von bekannten Acts wie Riverside, Anathema oder Karnivool konnten die Musiker viel Erfahrung sammeln und hören sich sehr erfahren an. Das zweite Album wurde nun unter dem führenden Zepter von Bruce Soord (The Pineapple Thief) aufgenommen und garantiert somit einen klaren Klang.

Ein Schelm, wer bereits beim zweiten Song „Open Wounds“ den Ananasdieb heraushört, aber gänzlich von der Hand zu weisen ist dieser Vergleich nicht. Wie bei der Vorbildsband bieten auch „A Liquid Landscape“ klar strukturierte Musik mit viel Emotion. Die Lieder bieten hochmelodiösen Gesang, verspielte Gitarrenläufe und eine druckvolle Rhythmusabteilung. Der Reiz liegt dabei nicht in hochkomplexen Konstruktionen, sondern Harmonien und eingängigen Wechseln. Jeder Song wirkt zerbrechlich und verletzlich, man wagt es zuerst gar nicht, die Lautstärke aufzudrehen. Doch spätestens wenn sich die Band steigert und auch mal einen Ausbruch wagt, versinkt man im Wohlklang und den wunderbaren Figuren, welche die Instrumente zeichnen. Wirklich aggressiv erscheint die Musik von „The Largest Fire…“ aber nie zu sein, somit eignet sich das Album vorzüglich für Leute, die auch ruhigeren Art-Rock bevorzugen. Sogar der toll groovende Bass in „Hurled Into The Sun“ erschreckt niemanden. Aufgepasst aber bei der Phase des Kennenlernens: Mir hat sich die Platte zuerst sperrig gezeigt und wollte nicht in meinen Kopf, erst nach mehrmaligem Hören ergaben die Lieder Sinn. Eine Scheibe, die man sich erarbeiten muss, wobei danach die Belohnung umso grösser ausfällt.

A Liquid Landscape erschaffen zu viert tolle Klangwelten, verziert mit hohem und gefälligem Gesang. Wer viel mit oben erwähnten Bands anfangen kann und sich gerne im Gewässer des neuen Art-Rock rum treibt, der dürfte auch mit „The Largest Fire Known To Man“ viel Freude haben. Vorausgesetzt, komplexe Wohlklänge gehören zu den eigenen Freunden.

Anspieltipps:
Open Wounds, The Largest Fire, Paige

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