Labasheeda – Changing Lights (2015)

labasheeda_Changing lights

Labasheeda – Changing Lights
Label: Presto Chango Records, 2015
Format: Download
Links: Bandcamp, Band
Genre: Post-Punk

German Below.

Labasheeda from the Netherlands are still very unknown outside of their country, but already publish with „Changing Lights“ along with several EPs their fourth album. Since the beginning of their career the trio refers back to the unpolished and honest post-punk mixed with different influences. On the latest record various guest styles like art rock, Indie or Noise can be heard. But before embarking on this interesting mix you should be aware: Labasheeda do not want to be perfect.

When is music audible when is it annoying? In genres such as the post-punk euphony is not always the best mean to transmit emotion and effect on to the listener. The music may rattle, stutter and sound wrong. Perfectionism or highly polished songs are not welcome, it may scratch your ear and seem a bit off-putting at first. „Spiral Song“ starts the album very crooked: The singing of Saskia van der Giessen does not seem to meet the tunes, her violin game aims past the band. With each song however, the individual elements are fitting stronger together. At the climax „Tightrope“ then the sound degenerates into heavy riffs, thunderous drums and spectacular Groove. One might now wish „Changing Lights“ would sound like this from the start but this continuous increase and change in the music makes much of the stimulus that you experience. Production and recording remain reduced until the end the music has an almost lo-fi claim were it not for the noise. This use Arne Wolfswinkel and Bas Snabilie for an fascinating effect and achieve greatness. The pieces reminded me often of other groups as SORK or the Swiss Moscow Mule. Whereby Labasheeda have a strong recognition feature with the use of the violin. With this the album is nicely transported toward folk-rock as heard in „leave of absence“.

„Changing Lights“ makes it not always easy for the listener especially in the first phase of getting to know each other. But after a few dates you feel very close to and a deep connection and honesty. Post-punk is not everyone’s thing the Dutch do so correctly if they let all their music appear bulky. A wonderfully strange album, but not always a perfect fit.


Labasheeda aus den Niederlanden sind hier noch sehr unbekannt, veröffentlichen mit „Changing Lights“ aber bereits ihr viertes Album, nebst diversen EPs. Das Trio beruft sich dabei seit Beginn ihrer Karriere auf den unpolierten und ehrlichen Post-Punk, durchmischt die Musik aber mit diversen Einflüssen. So finden sich auf der neusten Platte diverse Gaststile wie Art-Rock, Indie oder Noise. Bevor man sich aber in diese interessante Mischung stürzt, sollte man sich eines bewusst machen: Labasheeda wollen nicht perfekt sein.

Wann ist Musik hörbar, wann ist es nervig? Bei Genres wie dem Post-Punk ist der Wohlklang nicht immer das perfekte Mittel, um Emotion und Wirkung auf die Hörer zu übertragen. Die Musik darf rattern, stottern und schief klingen. Perfektionismus oder blank polierte Lieder will man hier nicht, gerne darf es im Ohr kratzen und zuerst etwas abstossend erscheinen. „Spiral Song“ beginnt das Album auch gleich sehr krumm: Der Gesang von Saskia van der Giessen scheint die Melodien nicht zu treffen, ihr Violinenspiel zielt an der Band vorbei. Mit jedem weiteren Lied aber finden sich die einzelnen Elemente stärker zusammen. Beim Höhepunkt „Tightrope“ artet dies dann in harten Riffs, tosendem Schlagzeug und tollem Groove aus. Man könnte sich nun wünschen, „Changing Lights“ klänge von Anfang an so, doch gerade diese kontinuierliche Steigerung und Veränderung der Musik macht viel des Reizes aus. Produktion und Aufnahme bleiben aber bis am Schluss reduziert, die Musik hat schon fast einen Lo-Fi-Anspruch, wäre da nicht der Krach. Diesen setzen Arne Wolfswinkel und Bas Snabilie aber gezielt ein und erreichen damit faszinierende Wirkungen. So erinnerten mich die Stücke oft an Verwandte im Geiste wie SORK oder die Schweizer Moscow Mule. Wobei Labasheeda mit ihrer Violine ein starkes Erkennungsmerkmal vorzuweisen haben, das vielen Bands fehlt. Das Album wird somit auch gerne in Richtung Folk-Rock transportiert, wie bei „Leave Of Absence“.

„Changing Lights“ macht es dem Hörer nicht immer einfach, gerade in der Phase des Kennenlernens stellt es sich gerne quer. Doch bereits nach wenigen Dates kommt man sich sehr nahe und spürt eine tiefe Verbundenheit und Ehrlichkeit. Post-Punk soll auch nicht jedermanns Sache sein, die Niederländer machen somit alles korrekt, wenn sie ihre Musik sperrig auftreten lassen. Ein wunderbar merkwürdiges Album, wenn auch nicht immer passend.

Anspieltipps:
My Instincts, Tightrope, Into the Wide

 

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s