oh girl! – Meloncholy (2015)

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oh girl! – meloncholy
Label: Eigenveröffentlichung, 2015
Format: CD
Links: Künstlerin, Facebook, Fotografie
Genre: Singer-Songwriter, Pop

Ein Musikblog kann Fluch und Segen zugleich sein, das durfte ich vor kurzem selber erleben. Sehr positiv ist ja die Verbreitung von Musik und damit verbunden die Plattform für junge und unbekannte Künstler. Ich freue mich immer sehr über Anfragen zu Interviews, Konzertbesuchen oder Plattenkritiken, egal in welcher Stilrichtung. Da ich aber in der Schweiz wohnhaft bin, ist eine direkte Begegnung oder Anreise nicht immer möglich. So musste ich auch die Konzerte von oh girl! bisher immer ausschlagen, kam aber nun in den Genuss, die erste EP der Künstlerin in meiner Wohnung abzuspielen.

Hinter oh girl! verbirgt sich die Münchner Singer-Songwriterin Neni Panini, welche seit einigen Jahren ihre eigene Musik macht und sich oft in ganz Deutschland auf Konzerttour befindet. Mit „meloncholy“ darf man zum ersten Mal ihre Lieder als Aufnahme geniessen und die EP auf den Konzerten kaufen. Hinter der hübschen und selber gemalten Verpackung stecken drei kleine und feine Lieder im Gitarrengewand. Die Musikerin bleibt im Verlauf der knappen zehn Minuten immer alleine und lässt alleine ihre Stimme und Saiten klingen. Das reicht aber vollends aus, denn die Stücke sind wunderbar komponiert und überzeugen mit ihren Melodien und dem ausdrucksstark gespielten Instrument. Der Gesang war mir bei „Rain“ noch etwas zu süsslich (auch lässt sich ihr Akzent nicht immer so gut verstecken), aber bereits bei „Forget“ verflogen hier alle Zweifel. Neni präsentiert ihre hübschen Texte sicher und mit genügend Zurückhaltung. Wer Party- oder Tanzmusik erwartet, ist hier auf jeden Fall am falschen Ort, für alle aber die gerne auch mal die Augen schliessen, sich zurücklehnen und Musik geniessen ist „meloncholy“ gemacht.

Natürlich dient die CD mehr als Appetithappen denn Mahlzeit, aber hoffentlich erhält man bald Nachschub. oh girl! zeigt sich auf ihrer ersten EP von der besten Seite und macht Laune auf einen direkten Kontakt am Konzert. Grundsympathisch und ehrlich, so muss leichte Popmusik daherkommen. Passt perfekt in den kleinen Kellerclub, in der Hand ein Glas Wein und in hoffnungsvoller Erwartung der tausend Küsse.

Anspieltipps:
Forget, The Way I Feel

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