The Insektlife Cycle – Purple Gaze (2015)

a1504147317_16

The Insektlife Cycle – Purple Gaze
Label: Eigenveröffentlichung, 2015
Format: Download
Links: Bandcamp, Facebook
Genre: Instrumental, Post-Rock, Psychedelic

German version below.

There are countless bands that play instrumental rock and you will quickly lose the overview or pleasure to continue searching for new music in that style. It’s a shame because often a pearl appears behind many copies of known bands and equal sounding clones. And to own music from the Philippines and to put it on the shelf is cool. Although, with „Purple Gaze“ you have to put into your digital archive. The EP by The Insect Life Cycle is currently on Bandcamp as download only.

The pleasure of listening to the band is not ruined by this circumstance; the four men really know what they are doing. Neither of them is new in the music business and all had quite a career. They usually played in groups in the field of metal, although nothing can be heard of that on “Purple Gaze”. The three songs are drifting merrily back and forth between instrumental post-rock, Space and Psychedelic without getting loud. Those who expect big outbursts and tough breaks are in the wrong club. The Insect Life Cycle shows their strengths in the rather delicate interplay of melodies, with guitars swirling around and a soft carpet of synths. The drums accompany the melodies and the clear and accented mix helps too. Instead of blur the listener is welcomed by the clear separation of all layers and instruments. From the start the music buzzes through the head and glides smoothly through the ear canals. The opener „Purple Drank“ settles heavily in Post-Rock, with the likes of repetition and change of pace. Towards the end the guitar build a wall just to be beaten by an acoustic instrument. With this great interaction we end up in „Sungaze“ which occurs slightly faster and more playful. Quite crazy it is the end with „Tristful Ecstasy“. During this song the synths sound as if they were played under water, the guitars are distorted beyond recognition. Trippy!

„Purple Gaze“ is not only the first life sign of the Filipinos; it is a cheerful listening which breathes new life into the field of Instrumental Rock. This genre does not always need melancholy and noisy ruckus to be enjoyed, it also satisfies with colored wallpaper and sweets. Hopefully the bands will release new material soon and make us happy again with their talent.


Instrumentalbands gibt es ja wie Sand am Meer, da verliert man schnell mal die Übersicht oder Lust, in der Stilrichtung weiter zu forschen. Aber dies ist schade, denn so entgehen einem oft kleine Perlen, die hinter vielen Kopien und gleich klingenden Klonen verschwinden. Und wer kann von sich schon behaupten, Musik aus den Philippinen im Regal stehen zu haben? Eben – wobei man sich „Purple Gaze“ ins digitale Archiv stellen muss. Die EP von The Insektlife Cycle“ gibt es zur Zeit auf Bandcamp nur als Download.

Das Vergnügen wird durch diesen Umstand aber nicht getrübt, die vier Mannen wissen schliesslich sehr genau, was sie machen. Keiner ist neu im Musikgeschäft und alle können mehrere Bands in ihrer Karriere vorweisen. Interessanterweise meist in Gruppen im Bereich des harten Metal, obwohl man hier nichts mehr davon mitkriegt. Die drei Lieder driften fröhlich zwischen instrumentalem Post-Rock, Space und Psychedelic hin und her, ohne mit der Keule schwingen zu müssen. Wer grobe Ausbrüche und harte Breaks erwartet, der ist hier falsch. The Insektlife Cycle zeigen ihre Stärken vielmehr im filigranen Spiel der Melodien, der sich umgarnenden Gitarren und dem sanften Teppich der Synths. Das Schlagzeug begleitet die Melodienfindung – die oft mit gelungenem Effekteinsatz geschieht – leichtfüssig, wobei auch die klare und akzentuierte Abmischung hilft. Anstelle eines Breis erwartet den Hörer hier die klare Trennung aller Spuren und Instrumente, die Musik schwirrt somit von Anfang an um den Kopf herum und gleitet sanft durch die Gehörgänge. Der Opener „Purple Drank“ nistet sich dabei stark im Post-Rock ein, gefällt mit Wiederholungen und Taktwechseln. Gegen Ende bauen sich die Gitarrenwände immer mehr auf, nur um dann wieder einem akustisch gespielten Instrument Platz zu machen. Mit dieser tollen Wechselwirkung landen wir bei „Sungaze“, das etwas schneller und spielerischer auftritt. Ganz abgefahren wird es zum Schluss mit „Tristful Ecstasy“. Hier blubbern die Synths, als wären sie unter Wasser, die Gitarren werden bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Trippy!

„Purple Gaze“ ist nicht nur das erste Lebenszeichen der Philippinos, es ist eine fröhlich anzuhörende EP, die dem Instrumentalrock neues Leben einhaucht. Nicht immer braucht man Melancholie und lauten Krawall, um Gitarrenmusik zu geniessen, es genügen auch farbige Tapeten und Süssigkeiten. Gespannt darf man nun auf neues Material der Gruppe hoffen, Talent haben sie zu Hauf.

Anspieltipps:
Purple Drank, Tristful Ecstasy

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s