Ausstellung: Oh Yeah! Popmusik in der Schweiz, Bern

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Oh Yeah! Wer kennt diesen Ausspruch aus der Popmusik nicht, und wer hat nicht schon mal selber diese Äusserung getätigt. Ein passender Titel also für eine Ausstellung über die Musikgeschichte in der Schweiz. Im Museum für Kommunikation in Bern ist genau dies noch bis Ende August zu bewundern und erforschen. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und stülpte mir die Kopfhörer über.

Dieses Utensil ist in der modernen Welt nicht nur unglaublich bedeutsam für den Musikkonsum, sondern stellt auch das wichtigste Mittel dar, in der Ausstellung die Inhalte zu vermitteln. Schliesslich ist es wichtig, erklärte Gegebenheiten und Lieder auch gleich mithören zu können. Dank unzähligen Anschlussbuchsen durfte jeder Besucher nicht nur Einführungen in die Jahrzehnte, Tonspuren der Zeitdokumente und Musikvideos geniessen, sondern auf einer langen und bequemen Lounge die wichtigsten und einflussreichsten Lieder der Schweizer Musikszene geniessen. Ob man in den 60ern verweilen wollte und die luftigen Gitarren um sich schwirren oder in den 80ern die Keyboards über sich tropfen liess – gerne tauchte man vollends in die Musik ein und vergass die Aussenwelt. Wir waren aber nicht gekommen, um nur alte Lieder anzuhören. So wurde auch jede Wand vorbildlich betrachtet und alle Texte gelesen. Wobei, wie schon erwähnt, die Informationen von „Oh Yeah!“ eher visuell und klangbildlich übertragen wurden. Kurze Abschnitte und Einschübe an Worten dienten mehr zur allgemeinen Einordnung im Zeitstrahl.

Dies ist aber keinesfalls ein Manko, macht es doch sehr viel Spass all diese alten Plattencover, Magazine, Konzertplakate und Memorabilia zu betrachten. Nebst selbst gebastelten Instrumenten, Goldenen Schallplatten und Kleidungsstücken der Halbstarken und damaligen Polizisten befand sich in der Ausstellung auch noch eine funktionierende Jukebox, von John Lennon unterzeichnete Restaurant-Menüs und weitere Kuriositäten. All dies zusammen ergab mit der Zeit ein mehr oder weniger schlüssiges Kaleidoskop aus Geschichte und Musik, bunt und leuchtend. Sicherlich fehlten manche Musiker, Ereignisse oder Zusammenhänge, aber ein solch grosses Thema auf wenige Quadratmeter zu komprimieren ist eine Herkulesaufgabe.

Mit „Oh Yeah!“ gibt es endlich eine ansehnlich gestaltete und moderne Ausstellung zum spannenden Thema Pop in der Schweiz. Wer sich auch nur am Rande für die Musikszene interessiert und die Hintergründe, wieso wir eigentlich das hören, was heute läuft, der kommt um einen Besuch nicht herum. Schliesslich darf man im letzten Raum dann auch noch stundenlang Youtube spielen und viele Musikvideos aktueller Schweizer Künstler geniessen und mit eigener Reihenfolge aufnehmen. Sogar Jeans For Jesus sind mit dabei, cool!

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