Rebeka – Hellada (2014)

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Rebeka – Hellada
Label: Brennessel, 2014
Format: Doppel-Vinyl
Links: Discogs, Band
Genre: Synth-Pop

Viel gegen die aktuelle Wirtschaftkrise in Griechenland wird dieses Album wohl nicht ausrichten können, stammt die Band Rebeka doch aus Polen. Warum sie ihr erstes Album „Hellada“, also nach dem polnischen Wort für Hellas, benannt haben, kann ich leider nicht sagen. Viel mit griechischer Tradition hat die Musik nicht gemein, das macht aber nichts. „Hellada“ unterhält blendend mit seinem leichten Synth-Pop und sorgt hoffentlich dafür, dass Rebeka auch in unseren Gebieten bekannter werden.

Denn die Musik ist leicht, locker bekömmlich und doch etwas verschmitzt. Obwohl die Aufnahmen sehr gemässigt sind, so findet die Musik meist auf wenigen Spuren statt und ohne grossen Knall, spürt man die Energie in den Liedern und hinter den Melodien. Gleich im eröffnenden Stück „Sisters“ spielt die Band gegen Ende stark auf und zeigt, dass eine Livedarbietung hier wohl eine ziemliche Wand auffährt. Dass die Musik auf „Hellada“ aber auch ohne Krach funktioniert, spricht für die Songs und das Talent der Band. Je weiter das Album voranschreitet, desto mutiger und interessanter werden die Kompositionen. Die Platte driftet mal mehr Richtung New Wave, Electronica oder dann wieder Pop mit viel Keyboard. Obwohl selten Gitarren erklingen und das Schlagzeug auch eher im Hintergrund tätig ist, werden die Lieder nicht zäh oder seicht. Ob man dazu tanzen kann oder lieber mit seinem Partner kuschelt, Rebeka bieten für alles die passende Unterhaltung. Iwona Skwarek singt mit ihrer wandelbaren Stimme die englischen Texte ohne grossen Akzent und macht die Musik internationaler. Auf der dritten Seite taucht „Hellada“ dann noch mehr in die Diskos der 80er ein und moduliert Bässe und Synth mit „555“. Hier stimmt alles, man will sofort aufstehen und tanzen. Der Lauf hält auch mit „Unconscious“ an, meinem Liebling. Effekte, verzerrte Stimmen, pochender Beat und ein super eingängiger Refrain – was will man mehr. Dank der wunderbaren Vinyl-Ausgabe erhält man sogar noch drei Bonusstücke, damit das Vergnügen hier keinen Abbruch findet.

„Hellada“ war eine spontane und plötzliche Entdeckung, Rebeka sind eine wunderbare Gruppe die ich gerne weiterhin hören und verfolgen werde. Das Album und ihre Musik gefällt sehr gut, weiss dem Synth-Pop neue Seiten abzugewinnen und unterhält vorzüglich. Sogar vielfaches Hören schadet dem Album nicht, die Zlotys sind gut angelegt bei dem Duo.

Anspieltipps:
Knife in Heart, 555, Unconscious

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