Live: Element Of Crime, Blue Balls Festival, 15-07-24

Element OF Crime_Luzern_MBohli

Element Of Crime
Freitag 24.07.2015
Blue Balls Festival / KKL, Luzern

Konzerte sitzend zu schauen ist immer eine etwas spezielle Angelegenheit. Die Stimmung kann nicht so intensiv werden wie bei einer tanzenden Meute, die Zuschauer wirken eher zurückhaltend. Aber immer wieder einmal kommt eine Band um die Ecke, bei der ein Saal voller Stühle nicht stört. Element Of Crime sind keine Punks, keine Rocker oder wilde Bühnensäue, das Konzert im edlen Konzertsaal des KKL statt finden zu lassen, war deshalb eine gute Entscheidung. Schon alleine das Ambiente des Raumes und die Wirkung der perfekten Akustik veredlen den Abend.

Die Band aus Deutschland trat pünktlich auf die Bühne und begeisterte vom Einstieg „Damals Hinter Dem Mond“ bis zur allerletzten Zugabe „Dieselben Sterne“. Dazwischen füllte sich die Halle mit zwei Stunden Musik und wunderbaren Liedtexten. Die Gruppe unterhält seit 1985 mit ihrer eigenen Mischung aus Pop, Chanson und Rock. Obwohl die Lieder immer reduziert bleiben und oft nach demselben Schema ausgeführt werden, Langeweile kennt man nicht. Trompete (wunderbar von Sänger Sven Regener gespielt), Saxophon und Klarinette unterstützen die Rockformation mit Akzenten und Melodien. Dank neun Studioalben ist die Auswahl gross, die Männer zeigten eine glückliche Hand bei der Songauswahl, natürlich mit dem Fokus auf das neuste Werk „Lieblingsfarben und Tiere“. Ob neue Lieder wie „Dunkle Wolke“ oder alte Klassiker wie „Weisses Papier“, es gab über 20 Gründe um sich die Hände wund zu klatschen. Auch bei den wunderbaren Ansagen von Regener zwischen den Songs blieb die Stimmung auf einem Hoch. Seine humorvollen und spitzen Sprüche brachen den Schmuddel in den hübschen Saal. Wie gut der Abend war merkte ich, als „Delmenhorst“ nicht einmal das Highlight darstellte. Element Of Crime wurden ihrem Ruf gerecht und füllen das Gebäude nicht nur mit Musik, sondern Emotion und Stimmung. Unterstützt durch eine grossartige Lichtshow wurde das Konzert dem Ort gerecht.

Und da es keine Vorband gab, haben wir uns vor dem eigentlichen Auftritt die wunderbare Künstlerin Heidemann am Seeufer angeschaut. Alleine mit vielen Geräten und Reglern bewaffnet, sang sie Lieder zwischen 80er Jahre Pop, House und Pop. Eine erstaunliche Leistung, spielte sich doch gleichzeitig Bass, sang und bediente die Knöpfe. Als die New Yorkerin dann noch ein Abba Song coverte und diesen zu eigen machte, war ich vollends überzeugt. Ein toller Einstieg in einen hübschen und musikalischen Abend. Das KKL leuchtete an diesem Freitag von innen und aussen mit gleicher Strahlkraft.

Heidemann_Luzern_MBohli  Blue Balls 2015_MBohli

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