RSD 15 Teil 2: Daughter / Warpaint, The Flaming Lips, Lamb

Hier endlich der zweite Teil meiner Reihe zum Record Store Day 2015.

Daughter-Warpaint-RSD_MBohli

Daughter : Warpaint
Label: 4AD, 2015
Format: 12inch Vinyl
Links: Discogs, Daughter, Warpaint
Genre: Indie, Folk Rock, Remix

Eine Platte, die wohl so manchem Hipster die Tränen in die Augen treibt. Die aktuellen Szenenbands Daughter und Warpaint haben sich gegenseitig umarmt und je ein Lied neu gemixt. Die Songs wurden dabei nicht gross auseinander gerissen, viel mehr haben sich die Musiker daran gemacht, die Spuren neu zu mischen und die Seele der Lieder zu erhalten.

Von Daughter durfte „Winter“ dran glauben, aus dem die Frauenband Warpaint ein pochendes und rhythmisches Ding zauberten, dass nun sogar in der Indie-Disco gespielt werden kann. Mit Converse tanzt es sich sehr gut zu so viel Schlagzeug. Umgekehrt haben sich die Londoner Daughter den Warpaintsong „Feeling Alright“ vorgenommen, und dabei eigentlich genau das Gegenteil versucht. Aus dem dahintreibenden Lied wird nun ein sanfter Gedanke, der sich im Wind davon treiben lässt. Mit mehr Spuren, mehr Teppich und mehr Hall schliesst man automatisch die Augen. Als Zusatz erhält man zudem je noch den Originalsong, ein direkter Vergleich der Versionen ist also möglich. Eine hübsche Platte, wenn auch hier überteuert für den kleinen Inhalt.

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The Flaming Lips – Brainville // This Here Giraffe // Bad Days
Label: Warner Bros., 2015
Format: 3 x 10inch Vinyl
Links: Band
Genre: Psychedelic Rock, Noise

Bevor dieses Jahr die Aufarbeitung und erneute Veröffentlichung des Klassikers „Clouds Taste Metallic“ ansteht, bringt uns Warner Bros. als Einstimmung drei farbenprächtige 10inch Platten mit Material rund um das Album heraus. Der Fan darf dabei nicht nur neu abgemischte Stücke des Werkes anhören, sondern sich auch durch Liveversionen, Demos und primitive Mixe kämpfen. Wie von The Flaming Lips gewohnt, ist dabei manches eher mühsam und verliert sich in der Narrenfreiheit. Da „Clouds…“ noch zu der Mittelphase der Band gehört, wird hier aber noch viel Wert auf schrammeligen Sound gelegt. Ob nun Rock, Space oder Country, alles verliert sich im Lärmgewitter und kakophonischen Schauspiel der Musiker. Ich bin nun mehr als gespannt, wie das Re-Release aussehen wird.

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Lamb – Transfatty Acid
Label: Music On Vinyl, 2015
Format: 10inch Vinyl
Links: Discogs, Band
Genre: Trip-Hop, Electronica

Das wieder erstarkte Trip-Hop Duo darf sein neustes Album noch weiter würdigen, hier mit einer wunderbar roten 10inch Platte, mit tollen Etching auf der Rückseite. Legt man die Nadel auf die A-Seite, erhört man einen heftigen und wuchtigen Mix von „Transfatty Acid“, einem Lied, das es nicht aufs Album geschafft hatte. Nebst einem wunderbar groovenden Beat werden einem hier noch tonnenweise elektronische Drumpatterns an den Kopf geworfen. Intensiv! „SH09 Is Back“ gehört dann schon eher ins bekannte Territorium der Band, mit wunderbar zerschnittenem Gesang, knarzendem Synth und einem polternden Schlagzeug. Legt man gerne auf.

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