Killer Be Killed – Killer Be Killed (2014)

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Killer Be Killed – Killer Be Killed
Label: Nuclear Blast, 2014
Format: Doppelvinyl im Gatefold
Links: Discogs, Band
Genre: Trash-Metal, Hardcore

Was verbindet die Bands The Dillinger Escape Plan, Mastodon, The Mars Volta und den Musiker Max Cavalera? Nicht nur die Tatsache, dass über all diese Namen auf meinem Blog noch nie berichtet wurde, sondern dass ihre Alben legendär sind und in ihrem Stil teilweise bahnbrechend. Letztes Jahr haben sich vier Typen nun zusammengeschlossen um als so genannte Supergruppe ein Album aufzunehmen: Max Cavalera, Greg Puciato, Troy Sanders und Dave Elitch bilden Killer Be Killed. Eine Band, die sich so nennt, wie sie auch klingt – brutal und hart. Aber wer bei solchen Namen einen Folksong erwartet, ist wohl selber schuld.

Das selbstbetitelte Album prügelt sich von der ersten bis zur letzten Minute durch die Massen und lässt kein Stein auf dem anderen. Was die Mannen hier veranstalten, hat etwas von urzeitlicher Wucht und unbändiger Kraft. Treibendes Element ist dabei Puciato, der mit seinem kraftvollen Gesang und den wahnsinnigen Ideen zu extremen Tempi- und Taktwechsel die Songs oft bestimmt. Dank seinem Organ erinnert man sich oft an den Ausbruchsplan, was die anderen Mitglieder aber auch gerne unterwandern. Jeder Musiker durfte seine Ideen einbringen und die Lieder damit unberechenbar gestalten. Breaks, Ausbrüche und Prügeleien, alles mischt sich zu einem gewalttätigen und unbarmherzigen Ungeheuer. Es ist dabei nicht immer klar, wo man die Musik jetzt einordnen sollte, eher Hardcore mit breiten Schultern oder doch lieber Trash-Metal mit kurzen Haaren und Tattoos? Wie auch immer, jedes Lied ist für sich gesehen ein kleiner Kosmos aus schreiendem Gesang, zerfetzenden Gitarren, zertrümmernden Drums und magenverstimmenden Bass. Killer Be Killed gelingt es mit dieser Ursuppe aus schwarzer Farbe und Gedärmen aber trotzdem Songs zu schreiben, die eingängig sind und Spass machen. In all der Aggressivität findet sich Melodie, der Gesang wird zwischen Puciato und Troy Sanders abgewechselt. Das Album klingt modern und frisch, ohne die Herkünfte zu verleugnen und steht als eigenständiges Produkt da.

Killer Be Killed ist eine Platte und eine Band, die man sofort begeistert anhört. Die Musik nimmt gefangen und lässt bis zum Schluss nicht los, obwohl man blaue Augen und Schrammen davonträgt. Auch wenn der Begriff Supergruppe meist nicht sehr positiv behaftet ist (verheddern sich die Künstler doch oft in ihren aufeinander prallenden Egos), zeugt dieses Projekt von höchster Kreativität und Ausdruck. Fuck Yeah!

Anspieltipps:
Melting Of My Marrow, Curb Crusher, Fire To Your Flag

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